Eldos und Nurzhan sagen Danke

Ende 2018 hatten wir zu einer Ermutigungsaktion für Eldos aus Kirgisistan aufgerufen. Der damals 25-Jährige war im Oktober 2018 Opfer eines Angriffes von drei extremistischen Muslimen geworden. Bei einem nächtlichen Einbruch in das Haus seiner Familie prügelten die Angreifer brutal auf Eldos ein. Sie wollten ihn zwingen, zum Islam zurückzukehren. Neben Knochenbrüchen und schweren Zahnverletzungen trug Eldos auch seelische Folgen wie Panikattacken und Depressionen davon. Seine schwangere Schwester Nurzhan, die den Angriff miterlebte, hatte durch Folgen des erlebten Stresses eine Fehlgeburt.
 

Eldos in seiner neuen Winterkleidung
Eldos in seiner neuen Winterkleidung

Als unsere Mitarbeiter ihn besuchten, berichtete Eldos von dem Angriff: „Ich fühlte keine Wut, als sie mich angriffen. Ich wollte nur, dass sie gehen. Sogar als sie mich schlugen, fühlte ich mich beschützt. Ich erlebte Gottes Schutz.“ Aus Sicherheitsgründen musste Eldos Kirgisistan mit seinem Onkel Nurbek verlassen. In einem anderen Land erholt er sich langsam von seinen Verletzungen.

„Ich wusste nicht, dass ich eine so große Familie habe!“

Im Juni konnten wir Eldos und Nurbek treffen und die etwa 1000 Karten, Bilder und Videos überbringen, die Christen aus der ganzen Welt gesandt hatten. „Ich wusste nicht, dass ich so eine große Familie habe!“, sagte Eldos mit einigen Karten in der Hand. „Ich bin sehr berührt, dass so viele Leute Karten geschickt haben und für mich beten. Danke an alle Brüder und Schwestern!“

Sein Onkel schrieb uns später: „Für Eldos war es sehr tröstend und ermutigend, die vielen Briefe zu bekommen. Was ihr getan habt, was all diese Brüder und Schwestern schreiben und beten und wie sie teilen, was in ihren Herzen ist: Das ist echte Liebe von Gott, echte Fürsorge und echtes Gebet.“

Seit Oktober wohnen beide in einem christlichen Ferienzentrum. Sie arbeiten dort im Haus mit und können sich in Kleingruppen geistlich einbringen. Wir helfen ihnen mit Winterkleidung und finanzieller Unterstützung. Nurbek ist hoffnungsvoll und dankbar über die vielen neuen Freundschaften, die er und Eldos bisher schließen konnten.

Gottes Wirken im Leben von Nurzhan

Eldos‘ Schwester Nurzhan hatte diesen Sommer eine schwierige Zeit: Ihr nicht-christlicher Ehemann hatte sich entschieden, sich wegen ihres Glaubens von ihr scheiden zu lassen und sie von zuhause zu vertreiben. Er lehnte Jesus offen ab und sagte, er würde nie eine fremde Religion akzeptieren. Die muslimische Familie ihres Ehemanns griff sie ebenfalls an und wollte ihre Bibel verbrennen. Aus Sicherheitsgründen konnten wir diese Situation zunächst nicht öffentlich teilen.
 

Nurzhan und ihre Eltern im Stall
Nurzhan und ihre Eltern im Stall


Doch einige Zeit später erreichte uns diese Nachricht von Nurbek: „Vielen Dank für euer Gebet! Es gibt sehr gute Nachrichten: Als Nurzhan wegging, um an einem Bibelseminar zu studieren, sagte ihr Ehemann ihr einige Tage später, dass er sie sehr liebt und dass er sich nicht von ihr scheiden lassen will. Er hat sie um Vergebung gebeten.“ Nurzhans Mann befürwortet nun sogar, dass sie am Bibelseminar lernt. Seine Familie ist immer noch gegen Nurzhans Glauben, aber er schützt sie nun. Ihre Beziehung ist jetzt von mehr Respekt und Liebe gezeichnet.

Seelische und praktische Unterstützung

Auch die Eltern von Eldos und Nurzhan haben große Hilfe erfahren: Christen aus ihrer Gegend unterstützten sie beim Kauf mehrerer Bullen und Futter sowie der Reparatur ihres Stalles. So können sie nun etwas Geld verdienen. Herzlichen Dank, wenn auch Sie Eldos und Nurzhan ermutigt haben! Vielen Dank auch für Ihre Gebete. Bitte beten Sie weiterhin, dass die Familie sich weiter von dem Erlebten erholen kann und sie Gottes Heilung erfährt. Beten Sie auch für Nurzhans Ehemann und dessen Familie.

 

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