Ermutigungsbotschafter Indien

Reisetagebuch: Tag 8

Ermutigungsbotschafter Indien Tag 8

Ermutigungsbotschafter Marco Michalzik in Indien – Tag 8

Der letzte Tag unseres Reisetagebuchs aus Indien: Mit Marco Michalzik als Ermutigungsbotschafter haben wir viele bemerkenswerte Menschen getroffen – und einige von ihnen haben uns noch mehr ermutigt, als wir sie.

„Ich habe mich schon vor der Reise darauf eingestellt, viele bewegende Geschichten von Menschen zu hören – doch diese Begegnung toppt alles.

Vor mir sitzt eine ältere Frau, nennen wir sie Suri. Sie lächelt und freut sich, uns zu treffen. Man sieht, dass es ihr viel bedeutet, dass wir Zeit haben, ihr zuzuhören. Eines Tages begannen Suris Kinder, epileptische Anfälle zu haben. Niemand konnte ihnen helfen, kein Priester, kein Arzt. Drei Jahre lang rannte die Mutter von einem Heiler zum nächsten. Schließlich begegnete sie einem Pastor. Als er von der Erkrankung der Kinder hörte, sagte er zu ihr: ‚Glaube an Jesus! Er kann deine Kinder heilen!‘ Sie nahm ihre Kinder an den nächsten drei Sonntagen mit zu Gottesdiensten, um für sie beten zu lassen. ‚Es war verrückt‘, sagt sie, ‚ich bin drei Jahre lang zu Ärzten und zu allen Tempeln gegangen – und nichts passierte. Aber nach drei Sonntagen in der Kirche waren meine Kinder geheilt!‘“

 

 

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„Sowohl Suri als auch ihr Mann übergaben ihr Leben Jesus Christus und begannen, in die Gemeinde zu gehen, die sich im Dorf gebildet hat. In den Predigten lernt sie jeden Bibelvers auswendig, den der Pastor vorliest, weil sie selber nicht lesen und schreiben kann. Eines Tages verstarb ihr Mann jedoch auf dem Weg zu Leuten, die sie wegen ihres Glaubens attackiert hatten, auf mysteriöse Weise bei einem Unfall.

‚Es war eine unglaublich harte Zeit. Ich brauchte Monate, um wieder aufzustehen. Ich war wütend, ich musste kämpfen, um vergeben zu können.‘

Suri zog ihre drei Kinder alleine groß. Doch damit nicht genug – die Dorfbewohner fingen an, ihr das Leben schwer zu machen. Sie beriefen Versammlungen ein, in der ihr gesagt wurde: ‚Du kannst hier nicht mehr bleiben, wenn du Christ bist.‘ Sie riefen Naxaliten, eine Rebellengruppe, die sie bedrohten. Ihr wurde der Zugang zu Wasser verwehrt und sie durfte kein Feuerholz mehr aus dem Wald holen. Aber Suri sagte nur: ‚Ich kann nicht ohne Jesus leben! Ich folge ihm. Ich werde für Jesus leben und ich werde für ihn sterben!‘

Dem Pastor, der zum Predigen aus einem anderen Dorf anreist, wurde verboten, weiterhin Gottesdienste zu veranstalten. Also hilft Suri dabei, die Gottesdienste zu organisieren.“

Von den ursprünglich 22 christlichen Familien im Dorf sind nur noch vier geblieben. Und der Druck der Dorfbewohner lässt nicht nach. Dennoch hat Suri allen, die sie verfolgen, vergeben und tut dies jeden Tag aufs Neue: ‚Jesus Christus ist für meine Sünden gestorben, also kann ich ja wohl denen vergeben, die mich verfolgen!‘“

 

 

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„Am Ende des Gesprächs sagt sie lachend: ‚Mit deinen langen Haaren siehst du aus wie Jesus!‘ Doch ich bin mir sicher, wer hier in diesem Moment viel mehr von Jesus hat: Es ist diese einfache Frau von einem Dorf mitten in Indien. Sie bezeugt Jesus Christus jeden Tag. Sie hält an ihrem Glauben fest, sie vergibt und liebt ihre Feinde. Mit ihrem Leben verkündet sie das Evangelium. Jesus strahlt durch sie mitten in ihrem Dorf, umgeben von Menschen, die ihr Böses wollen.

Lasst uns für Suri beten! In unserem Gespräch sagt sie mir, wie wichtig ihr Gebet ist und dass sie Gebet braucht, um weiter in ihrem Dorf eine Zeugin der Gnade Jesu zu sein. Lasst uns für Versorgung für sie beten, damit sie immer Wasser und Essen hat. Betet für viele Gelegenheiten, mit den Leuten aus ihrem Dorf über das Evangelium zu sprechen und bitte betet, dass Jesus ihr die Kraft und die Gnade schenkt, die zu lieben, die sie verfolgen!“

 

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