Gesichter der Verfolgung

Ana aus Kolumbien (Symbolbild)

Verjagt, verwundet und verarmt

Wegen ihres „fremden“ Glaubens verlor Ana ihr Zuhause im kolumbianischen Reservat

 

Seit dem Jahr 2013 wurde Familie Ríos* wegen ihres Glaubens viermal aus ihrem Zuhause vertrieben. Damals lebte Ana* als jüngste Tochter mit ihren Eltern und Geschwistern friedlich und in gesicherten Verhältnissen in einem der Reservate, die der indigenen Bevölkerung von der kolumbianischen Regierung zugewiesen wurden.
 

Ana aus Kolumbien
Symbolbild


Am 2. Februar 2013 feierten sie gerade gemeinsam mit anderen Christen einen Gottesdienst, als plötzlich dutzende bewaffnete Männer mit Knüppeln, Macheten und Fackeln die Versammlung stürmten. Erbost über den „fremden“ Glauben der Christen setzten sie die Kirche in Brand und vertrieben 26 Familien aus ihren Häusern. Bei dem Versuch, das Haus ihrer Familie zu verteidigen, erlitt die damals 18-jährige Ana schwere Verletzungen an ihrem linken Arm und Bein. Die Angreifer drohten, sie zu vergewaltigen, doch Ana konnte fliehen.

Die Flucht gelang, aber das Trauma blieb

Mit viel Mühe und harter Arbeit schufen die Christen sich eine neue Lebensgrundlage. Ana jedoch geriet wegen des Erlebten in eine tiefe Glaubens- und Lebenskrise. Es dauerte mehrere Jahre, bis sie ihre Traumata überwinden konnte. Heute arbeitet sie wieder aktiv in der Kirche mit.

 

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