Gambia

Weltverfolgungsindex
2017
ISO
GM

Land unter Beobachtung

Gambia

Gambia, ein mehrheitlich muslimischer Staat (mit 4,5% Christen) ist allgemein als religiös tolerantes Land bekannt. Nicht nur hat der Staat eine säkulare Verfassung, auch verteidigte die Regierung bisher ihre Position zur Wahrung religiöser Toleranz mit unermüdlichem Einsatz. Dennoch ist die Triebkraft „Islamische Unterdrückung“ im Land präsent. Gewaltfreie Maßnahmen werden angewandt, um das Land zu islamisieren, was sich besonders auf das Bildungssystem, staatliche Institutionen, die Medien und Bereiche, die Familie und Ehe betreffen, auswirkt. Muslime, die sich zum christlichen Glauben bekehren (Christen muslimischer Herkunft) sind in besonderem Maß mit Problemen in der Gemeinschaft konfrontiert. Jeder Bürger wird von Geburt an als Teil der islamischen Umma angesehen und unterliegt der Erwartung, die Religion seines Volkes zu praktizieren. Christliche Familien haben selten die Freiheit, ihr Familienleben dem christlichen Glauben entsprechend zu gestalten. Der Druck, der aus dem kollektivistischen Lebenssystem hervorgeht und besonders stark in abgeschiedenen ländlichen Gebieten zu spüren ist, führt dazu, dass Christen muslimischer Herkunft und auch andere Christen aus Angst vor Verfolgung sehr stark darin eingeschränkt sind, ihren christlichen Glauben auszudrücken. Auch islamistisch motivierte Mobs treten im Land auf. Im Berichtszeitraum erklärte Präsident Yahya Jammeh Gambia zu einer islamischen Republik, wonach das Land nach Mauretanien die zweite islamische Republik Afrikas ist.

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