Länderprofil Kuweit

Kuwait

38
Weltverfolgungsindex
2017
Flagge Kuwait
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Emirat
Rang Vorjahr
41
ISO
KW
Kuwait
Kuwait
Christen
0,35
Bevölkerung
4.10
Islamische Unterdrückung
Diktatorische paranoia
Privatleben: 13.125
Familienleben: 11.619
Gesellschaftliches Leben: 11.459
Leben im Staat: 10.287
Kirchliches Leben: 10.521
Auftreten von Gewalt: 0.000

Berichtszeitraum: 1. November 2015 – 31. Oktober 2016

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

57 Punkte / Platz 38 (WVI 2016: 56 Punkte / Platz 41)

Triebkräfte der Verfolgung

Die Haupttriebkraft der Verfolgung im Land ist die „Islamische Unterdrückung“. In geringerem Maße wirkt sich auch die „Diktatorische Paranoia“ auf die Christen aus.

Aktuelle Einflüsse

Obwohl Kuwait eines der kleinsten Länder im Nahen Osten ist, ist es gleichzeitig eines der reichsten in der arabischen Welt. Mehr als die Hälfte der Einwohner sind Einwanderer, eine beträchtliche Zahl von ihnen sind Christen. Die Gesellschaft Kuwaits ist konservativ und der Islam (das islamische Recht, die Scharia) schreibt ein weites Spektrum an Regeln für das Privatleben, das Familienleben und das gesellschaftliche Leben vor. Die Verfassung ist hinsichtlich der Religionsfreiheit voller Widersprüche: Auf der einen Seite sichert sie Religionsfreiheit zu, auf der anderen Seite verlangt sie, dass die Ausübung der Religion nicht die etablierten Bräuche, die öffentliche Ordnung oder die öffentliche Moral verletzen dürfe. Die Regierung hat durch die traditionelle, konservative Stammesgesellschaft des Landes sehr erfolgreich liberale und linksorientierte Gruppen ausgeschaltet. Davon wurden auch andere religiöse Minderheiten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Kuwait hat einige der maßgeblichen UN-Menschenrechtskonventionen akzeptiert: u. a. das Abkommen zu zivilen und politischen Rechten (1996) und das Abkommen zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten (1996). Der Islamische Staat hat versucht, ein Netzwerk im Land aufzubauen. Es wird berichtet, dass einige kuwaitische Bürger für diese Gruppe kämpfen.

Betroffene Kategorien von Christen

Es gibt zwei Kategorien von Christen im Land: Gemeinschaften ausländischer Christen und Arbeitsmigranten und Christen muslimischer Herkunft. Beide erleben Verfolgung. Ausländische und eingewanderte Christen haben oft Schwierigkeiten, Genehmigungen oder Registrierungen zu erhalten, um Gottesdiensträumlichkeiten nutzen zu dürfen.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

  • Generell ist der Druck auf Christen in Kuwait sehr hoch und stieg gegenüber dem Weltverfolgungsindex von 2016 leicht an.
  • In Kuwait erleben Christen die stärkste Verfolgung in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „Gesellschaftliches Leben“ (die alle eine sehr hohe Punktzahl erhielten). Dies ist typisch für Verfolgung, die aus Islamischer Unterdrückung resultiert und besonders Christen muslimischer Herkunft betrifft.
  • Wie auch schon in vorherigen Berichtszeiträumen hab es keine Berichte von gewalttätigen Angriffen gegen Christen.
  • Die Verfolgung von Christen in Kuwait geht von der Familie, Führungspersönlichkeiten in der Gesellschaft, religiösen Leitern und Regierungsbeamten aus, die vor allem Christen muslimischer Herkunft angreifen.

Ausblick

Trotz der regionalen Unruhen im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2017 ist Kuwait politisch stabil geblieben. Es gab auch keine massive Zunahme der Verfolgung. Dennoch ist für die kommenden Jahre wahrscheinlich Folgendes zu erwarten:

  • Christen, besonders mit muslimischem Hintergrund, werden weiterhin in Angst leben, da ihre Umgebung feindseliger wird.
  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gesellschaft noch konservativer wird und die Regierung diese Entwicklung zulässt (solange sie sich nicht in ihrer Macht bedroht fühlt), um die radikalen islamischen Gruppen in der Gesellschaft zu beruhigen.
  • Gemeinschaften von ausländischen Christen und Arbeitsmigranten werden weiterhin Schwierigkeiten haben, sich registrieren zu lassen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 57 Punkten belegt Kuwait Platz 38 auf dem Weltverfolgungsindex 2017. Das entspricht einem Anstieg um einen Punkt gegenüber dem Jahr 2016 (56), als Kuwait Rang 41 einnahm. In den letzten Jahren hat die Verfolgung hauptsächlich aus zwei Gründen langsam zugenommen: 1.) Regional: Der Islamische Staat (IS) übt einen starken Einfluss auf die Gesellschaft aus und drängt sie in eine extremistische Richtung. Das schafft Angst unter den Christen. Im Jahr 2015 fanden die Sicherheitskräfte des Landes heraus, dass der IS ein Netzwerk im Land errichtet hatte. 2.) Regierung: Um die Bevölkerung, die einer extremen islamischen Ideologie ausgesetzt ist, unter Kontrolle zu halten, hat die kuwaitische Regierung sich dazu entschieden, autoritärer zu werden. Dies brachte starke Einschränkungen für Christen im Bereich der Vereinigungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit und der Religionsfreiheit mit sich.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

2. Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Verfolgung in Kuwait sind „Islamische Unterdrückung“ und in geringerem Ausmaß „Diktatorische Paranoia“.

Islamische Unterdrückung: Wie in vielen Ländern der Region ist Islamische Unterdrückung die Haupttriebkraft hinter der Verfolgung von Christen in Kuwait. Sie wirkt sowohl auf der nationalen wie auch auf der lokalen gesellschaftlichen Ebene. Zudem ist es wichtig, den Kontext zu beachten: Die gesamte Region befindet sich im Chaos und dadurch ist die Gesellschaft generell sehr konservativ geworden. Kuwaits Gesetze und seine Verfassung bestätigen diesen konservativen Charakter der Gesellschaft. Laut Verfassung ist der Islam die Staatsreligion und das islamische Recht (Scharia) ist eine wichtige Quelle der Gesetzgebung. Die Regierung schreibt den islamischen Religionsunterricht für alle Schüler in staatlichen und privaten Schulen vor. Den christlichen Glauben zu unterrichten, ist verboten, selbst für rechtlich anerkannte christliche Gruppen. In der Vergangenheit war eine beträchtliche Anzahl von Kuwaitis gegenüber nicht-muslimischen Einwohnern tolerant eingestellt; aufgrund des wachsenden Einflusses extremistischer Muslime, die keine Christen im Land haben wollen, hat sich dies jedoch merklich geändert. Diese negative Entwicklung wird durch den Aufstieg des Islamischen Staates in der Region verstärkt, der in bedeutenden sunnitischen Kreisen auf starke Resonanz stieß. Im Irak und in Syrien kämpften kuwaitische Bürger an der Seite des IS.

Diktatorische Paranoia: Die Regierung Kuwaits ist immer noch in vielen Dingen sehr restriktiv. Das Land wird von einer königlichen Familie regiert, die bei vielen Gelegenheiten den Willen des Parlaments missachtet hat. Hinter den meisten der Einschränkungen durch die Regierung steht Diktatorische Paranoia, da der Regent des Landes nicht will, dass irgendeine organisierte Gruppe seine Macht bedroht: Alle politischen Parteien sind verboten. Die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit und die Vereinigungsfreiheit sind ebenfalls eingeschränkt. Eine Kirche registrieren zu lassen, ist eine sehr komplizierte und langwierige Prozedur.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

3. Aktuelle Einflüsse

Bevölkerung und Wirtschaft: Obwohl Kuwait eine der kleinsten Länder im Nahen Osten ist, hat es eine starke, auf Ölexport basierende Wirtschaft und ist eines der reichsten Länder der arabischen Welt. Von den ungefähr vier Millionen Einwohnern sind mehr als die Hälfte Einwanderer. Die Wirtschaft ist relativ offen, mit Erdölreserven von Milliarden von Barrels – mehr als 6 % der weltweiten Vorkommen.

Regierung: Die Regierung Kuwaits ist in vielen Aspekten nicht demokratisch und um an der Macht zu bleiben, bedient sie sich verschiedenster Mittel. Die Regierung hat durch die traditionelle, konservative Stammesgesellschaft des Landes sehr erfolgreich liberale und linksorientierte Gruppen ausgeschaltet. Davon wurden auch andere religiöse Minderheiten schwer in Mitleidenschaft gezogen. Kuwait hat einige der maßgeblichen UN-Menschenrechtskonventionen akzeptiert: u. a. das Abkommen zu zivilen und politischen Rechten (1996) und das Abkommen zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten (1996). Allerdings wurde die Regierung dafür kritisiert, dass es ihr nicht gelungen ist, die in diesen Menschenrechtsabkommen verankerten Richtlinien einzuhalten – einer dieser Grundsätze ist Religionsfreiheit. Im Jahr 2016 bewertete Freedom House das Land als „teilweise frei“.

Gesellschaft: Die Gesellschaft Kuwaits ist konservativ. Das Gesetz der Scharia schreibt ein großes Spektrum an Regeln für das Privatleben, das Familienleben und das gesellschaftliche Leben vor. Für Kuwaitis ist die Idee nicht nachvollziehbar, dass die Religion vom gesellschaftlichen und politischen Leben getrennt sein könnte. Die Verfassung ist hinsichtlich der Religionsfreiheit voller Widersprüche: Auf der einen Seite sichert sie Religionsfreiheit zu, auf der anderen Seite verlangt sie, dass die Ausübung der Religion nicht die etablierten Bräuche, die öffentliche Ordnung oder die öffentliche Moral verletzen dürfe.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

4. Betroffene Kategorien von Christen

Von den vier Kategorien von Christen des Weltverfolgungsindex gibt es in Kuwait zwei:

Gemeinschaften ausländischer Christen und Arbeitsmigranten: Der World Christian Database zufolge (laut Schätzung aus dem Oktober 2016) gibt es 349.000 Christen in Kuwait und die meisten von ihnen sind Ausländer oder Arbeitsmigranten. Ausländische Christen sind relativ frei, informell Gottesdienste zu feiern. Dennoch sind die bestehenden Gottesdiensträume sehr klein für die Anzahl derer, die sich dort versammeln. Die extremen Schwierigkeiten bei der Erlangung von Grundstücken zur Versammlung zu Gottesdiensten ist eine zusätzliche Last.

Christen muslimischer Herkunft: Christen mit muslimischem Hintergrund stehen vielen einschüchternden Herausforderungen gegenüber. Sie riskieren Diskriminierung, Belästigungen, die Überwachung ihrer Aktivitäten durch die Polizei und alle Arten von Einschüchterungen durch Bürgerwehren. Darüber hinaus ist ein Glaubenswechsel (weg vom Islam) offiziell nicht anerkannt und führt sehr wahrscheinlich zu rechtlichen Problemen beim persönlichen Status und bei Besitzangelegenheiten. Für Christen muslimischer Herkunft sind die Hauptverfolger die Familie, Menschen in ihrem Umfeld, radikale Muslime und, in geringerem Maße, die Behörden.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben: 13.125
Familienleben: 11.619
Gesellschaftliches Leben: 11.459
Leben im Staat: 10.287
Kirchliches Leben: 10.521
Auftreten von Gewalt: 0.000

Grafik: Verfolgungsmuster Kuwait

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenspiel der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster Kuwait:

  • Der durchschnittliche Druck auf Christen ist sehr hoch; die Punktzahl stieg von 11,102 auf dem Weltverfolgungsindex 2016 auf 11,402 Punkte an.
  • Der Druck ist am stärksten in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „Gesellschaftliches Leben“, die alle eine hohe Punktzahl erreichten. Dies ist typisch für eine Situation, in der Islamische Unterdrückung die Triebkraft der Verfolgung ist.
  • Wie im Weltverfolgungsindex 2016 bleibt der Punktwert für physische Gewalt bei 0.
  • Die Verfolgung in Kuwait wird durch eine Gesellschaft und Regierung vorangetrieben, die mehr und mehr von extremistischen islamischen Bewegungen beeinflusst wird.

Privatleben: In einer sehr konservativen Gesellschaft, die das Verlassen des Islam als einen Verrat an den Familienwerten betrachtet, ist eine Konversion zum christlichen Glauben hin immer schwierig. Obwohl das Gesetz den Glaubenswechsel formell nicht verbietet, legen sowohl die Gesellschaft als auch die Regierung denjenigen, die konvertieren möchten, Steine in den Weg. Zum Beispiel werden sie kein offizielles Dokument bekommen, in dem ihr neuer Glaube verzeichnet ist. Es gibt Gesetze gegen Missionierung, die von der Regierung auch durchgesetzt werden. So hat die Regierung nicht-muslimischen Missionaren verboten, im Land zu arbeiten und Muslime zu bekehren. Christen muslimischer Herkunft, die mit ihren (Kern- und erweiterten) Familien zusammenleben, können in Schwierigkeiten kommen, wenn sie Jesus anbeten und bei ihnen christliches Material gefunden wird.

Familienleben: Besonders für Christen muslimischer Herkunft ist es sehr herausfordernd, als christliche Familie zu leben. Verstorbene Christen mit muslimischem Hintergrund werden oft nach islamischem Ritus auf muslimischen Friedhöfen begraben und es gibt nur sehr wenige Anlagen für Ausländer. Taufen müssen sehr diskret durchgeführt werden, da öffentliche Taufen schwere Beschimpfungen und Belästigungen sowohl vonseiten der Familie als auch des gesellschaftlichen Umfelds, wie auch Menschen des Umfeldes nach sich ziehen können. Das Gesetz schränkt auch ein, wer wen heiraten sollte – eine Muslima darf/sollte keinen Nicht-Muslimen nicht heiraten, solange er nicht zum Islam konvertiert. Diese Gesetze haben bedeutende Auswirkungen auf Fragen des Sorgerechts und von Erbschaften.

Gesellschaftliches Leben: In kuwaitischen Gemeinschaften werden Christen als Bürger zweiter Klasse, Fremde und Ungläubige angesehen und werden oft direkt oder indirekt von Aktivitäten der Gemeinschaft ausgeschlossen. Während des Ramadan ringen Christen mit der impliziten Forderung von Regierung und Gesellschaft, zu fasten. Ständig wird auf Christen muslimischer Herkunft Druck ausgeübt, ihren Glauben zu widerrufen. Des Weiteren stehen Christen im Bildungsbereich Herausforderungen gegenüber. Die Regierung fordert islamischen Religionsunterricht für alle Schüler an öffentlichen Schulen und auch an Privatschulen, die einen oder mehrere muslimische Schüler haben. Gleichzeitig jedoch verbietet das Gesetz organisierten Religionsunterricht für andere Glaubensrichtungen als den Islam.

Leben im Staat: Die Regierung Kuwaits hat unmissverständlich erklärt, dass der Islam die Staatsreligion ist. Die Religionsfreiheit, wie sie in der Verfassung verankert ist, entspricht nicht dem internationalen Standard. Außerdem ist durch die Verfassung festgelegt, dass der Führer des Landes (der Emir) Muslim sein sollte, geboren von muslimischen Eltern. Die Regierung verlangt den Islamunterricht sowohl in staatlichen als auch privaten Schulen. Zudem verfolgt die Regierung eine Politik der Finanzierung und Unterstützung von sunnitischen Muslimen, die eingewanderte Einwohner zum Islam bekehren.

Kirchliches Leben: Was in den anderen Lebensbereichen passiert (vor allem im „Leben im Staat“), hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das kirchliche Leben. Das kirchliche Leben ist in Kuwait eingeschränkt. Die Regierung stellt hohe Anforderungen für die Registrierung einer Kirche. Um zum Beispiel ein Stück Land zu kaufen, um dort eine Kirche zu errichten, muss der Käufer ein Bürger Kuwaits sein. Für Konvertiten wäre es sehr gefährlich, ein Stück Land zu kaufen, damit dort eine Kirche gebaut werden kann, da ihr Glaubenswechsel dadurch öffentlich bekannt werden würde. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gemeinden, die eine Genehmigung zum Bau einer Kirche beantragen, Jahre darauf warten müssen. Ein Experte für das Land bemerkte: „Die meisten der anerkannten christlichen Gemeinden sehen ihre Gebäude als unzureichend an, um ihren Gemeinden zu dienen, und haben erhebliche Probleme, ordnungsgemäße Genehmigungen der städtischen Behörden zu bekommen, um neue Gebäude zu bauen. Die städtischen Behörden haben religiöse Versammlungen in Privatgebäuden unterbunden und Vermieter unter Druck gesetzt, die Räumlichkeiten an nicht registrierte Kirchen vermietet hatten.“

Auftreten von Gewalt: Obwohl der Druck auf Christen sehr hoch ist, wurden im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2017 keine Gewalttaten gegen Christen verzeichnet.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

Die Zukunft Kuwaits ist, wie die der anderen Länder der Region, eng an die politische Situation der ganzen Region gekoppelt. Der Nahe Osten und die Golfregion sind unberechenbarer geworden als je zuvor. Der Aufstieg des sunnitischen Extremismus in Form des IS ist nicht nur für die Christen in der Region ein Problem, sondern auch für die Regierungen der einzelnen Länder und die internationale Gemeinschaft. Länder mit einer sunnitischen Mehrheit, Kuwait eingeschlossen, wollen verhindern, dass diese gewalttätigen Extremisten ihre Netzwerke bei ihnen errichten. Der Aufstieg des sunnitischen Extremismus in Syrien und dem Irak wird weiterhin wesentlichen Einfluss haben. Der IS hat bereits sein eigenes Netzwerk im Kuwait errichtet, aber solange das Land seine Offenheit gegenüber der Weltwirtschaft erhält, werden Christen sehr wahrscheinlich weiterhin ins Land kommen, ungeachtet des herrschenden Drucks.

Trotz der regionalen Unruhen im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2017 ist Kuwait politisch stabil geblieben. Es gab auch keine massive Zunahme der Verfolgung. Dennoch ist für die kommenden Jahre wahrscheinlich Folgendes zu erwarten:

  • Christen, besonders die mit muslimischem Hintergrund, werden weiterhin in Angst leben, da ihre Umgebung feindseliger wird.
  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gesellschaft noch konservativer wird und die Regierung diese Entwicklung zulässt (solange sie sich nicht in ihrer Macht bedroht fühlt), um die radikalen islamischen Gruppen in der Gesellschaft zu beruhigen.
  • Gemeinschaften von ausländischen Christen und Arbeitsmigranten werden weiterhin Schwierigkeiten haben, sich registrieren zu lassen. Gleichzeitig werden wahrscheinlich weiterhin christliche Fremdarbeiter auf der Suche nach Arbeit ins Land kommen.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Kuwait:

  • Laut Verfassung ist der Islam in Kuwait die Staatsreligion und das islamische Recht eine wichtige Quelle der Gesetzgebung. Die Atmosphäre im Land wird zunehmend feindseliger gegenüber Nicht-Muslimen. Bitte beten Sie für Religionsfreiheit im Land.
  • Beten Sie für die muslimischen Familienangehörigen von Christen, dass sie durch ihre Verwandten die Liebe Jesu erkennen, und beten Sie um Mut und Weisheit für die Christen, ihren Glauben mit den Menschen in ihrer Umgebung zu teilen.
  • In der Gesellschaft werden Christen muslimischer Herkunft als Bürger zweiter Klasse, Fremde und Ungläubige angesehen. Sie werden von gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen. Bitte beten Sie, dass die Christen dadurch nicht entmutigt werden, sondern ihren muslimischen Landsleuten weiterhin mit der Liebe Jesu begegnen.

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.

Drucken Herunterladen