Länderprofil Libyen

Libyen

11
Weltverfolgungsindex
2017
Flagge Libyen
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Republik
Rang Vorjahr
10
ISO
LY
Karte Libyen
Karte Libyen
Christen
0,02
Bevölkerung
6.41
Islamische Unterdrückung
Organisiertes Verbrechen und Korruption
Privatleben: 14.792
Familienleben: 13.221
Gesellschaftliches Leben: 14.102
Leben im Staat: 15.430
Kirchliches Leben: 15.208
Auftreten von Gewalt: 5.371

Berichtszeitraum: 1. November 2015 – 31. Oktober 2016

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

78 Punkte / Platz 11 (WVI 2016: 79 Punkte / Platz 10)

Triebkräfte der Verfolgung

„Islamische Unterdrückung“ (Haupttriebkraft) und weniger stark „Organisiertes Verbrechen und Korruption“ (in Verbindung mit Islamischer Unterdrückung)

Aktuelle Einflüsse

Libyen ist immer noch in den Konflikt und das Chaos verstrickt, welche die Nation verschlungen haben, nachdem Oberst Muammar al-Gaddafis Regime gestürzt wurde. Seitdem befindet sich das Land in einem Zustand der Anarchie und verschiedene militante Gruppen kontrollieren verschiedene Teile des Landes. Ein von den Vereinten Nationen ausgehandeltes Abkommen, das dazu gedacht war, die verschiedenen Fraktionen in einer Regierung nationaler Einheit zusammenzuführen, war nicht erfolgreich. Dank der Unterstützung der USA und Europas war es der Einheitsregierung möglich, den „Islamischen Staat“ (IS) zurückzuschlagen und ihn aus der Hochburg Sirte zu vertreiben.

Betroffene Kategorien von Christen

Von den im Weltverfolgungsindex (WVI) unterschiedenen Kategorien von Christen existieren in Libyen lediglich zwei: Gemeinschaften ausländischer Christen und Arbeitsmigranten und Christen muslimischer Herkunft. Beide erleben starken Druck und ein hohes Maß an Gewalt.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

  • Der allgemeine Druck auf Christen ist sehr hoch und hat im Vergleich zum Vorjahr erheblich zugenommen.
  • Der Druck ist in folgenden Lebensbereichen am größten: „Leben im Staat“, „Kirchliches Leben“ und „Privatleben“.
  • Auch im „gesellschaftlichen Leben“ ist der Druck enorm. Die Stammesverflechtungen sind in Libyen sehr stark und vermischen sich mit Islamischer Unterdrückung. Daher ist auch der Druck der Gesellschaft auf Christen muslimischer Herkunft sehr hoch, zum Islam zurückzukehren.
  • Das Ausmaß an Gewalt ist sehr hoch, wenn auch niedriger als im Berichtszeitraum des WVI 2016. Die mangelnde Strafverfolgung derer, die gewalttätige Übergriffe gegen Christen verüben, verschlimmert das Problem zusätzlich.
  • Die Verfolgungssituation in Libyen wird durch die Anarchie und den gewalttätigen Konflikt mit den islamischen Milizen verschärft und führt sowohl zur Verfolgung libyscher Christen muslimischer Herkunft als auch ausländischer und eingewanderter Christen.

Ausblick

Das starke Aufkommen lokaler Milizen, einige davon salafistisch ausgerichtet, gepaart mit einer schwachen Zentralregierung, machen eine Verbesserung der Lage für die Christen unwahrscheinlich. Die weitverbreiteten und straflosen Übergriffe gegen Christen werden wohl weiter anhalten. Auch wenn die Bedeutung und Macht des IS 2016 abgenommen hat, wird der Einfluss militanter salafistischer Gruppen in Libyen bestehen bleiben. Die Existenz rivalisierender Regierungen in Ost- und Westlibyen, verbreitete Stammeskonflikte und die Tatsache, dass das Land mit allen Arten von Waffen überflutet ist, machen die Zukunftsaussichten für Libyen und damit auch für die Christen sehr düster.

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Glaube im Untergrund

 

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 78 Punkten belegt Libyen Platz 11 auf dem Weltverfolgungsindex(WVI) 2017. Das entspricht einem Rückgang um einen Punkt gegenüber dem Jahr 2016 (79) als Libyen Rang 10 einnahm. Im bestehenden Umfeld von Anarchie und fehlender Rechtsstaatlichkeit werden die Christen – einheimische wie auch ausländische – zwischen fanatischen religiösen Gruppen und kriminellen Banden aufgerieben. Die Furcht unter Christen war bereits im Vorjahr hoch. Die Gründe für diese Angst bestehen in diesem Berichtszeitraum weiterhin

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2. Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Verfolgung, die sich auf die Christen in Libyen auswirken, sind „Islamische Unterdrückung“ (Haupttriebkraft) und weniger stark „Organisiertes Verbrechen und Korruption“ (in Verbindung mit Islamischer Unterdrückung).

Islamische Unterdrückung: Diese Triebkraft äußert sich vielfältig. Der Islam ist tief verwurzelt in Libyens Kultur, deshalb erleben Muslime, die sich dem christlichen Glauben zuwenden, großen Druck seitens ihrer Familien und der Gesellschaft. Nach dem Sturz Gaddafis haben islamistische Gruppen einschließlich Salafisten und andere Dschihadisten praktisch freie Hand im Land und sammeln kontinuierlich weitere Unterstützer.

Organisiertes Verbrechen und Korruption: Dies ist die zweitstärkste Triebkraft der Verfolgung in Libyen. Korruption ist so weit verbreitet, dass sie wesentlich zum weiteren anhaltenden Verfall der Rechtsstaatlichkeit und zur mangelnden Strafverfolgung beiträgt. Diese Triebkraft ist eng verknüpft mit Islamischer Unterdrückung, da einige der islamistischen militanten Gruppen mit oder als organisierte kriminelle Gruppen arbeiten, beispielsweise in Form von Menschenhandel oder anderen kriminellen Aktivitäten.

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3. Aktuelle Einflüsse

2011 begann, inspiriert durch die Demonstrationen des Arabischen Frühlings in anderen Ländern, der Protest gegen das Gaddafi-Regime. Die Proteste schlugen schnell in bewaffnete Aufstände um. Der Volksaufstand wurde zu einem Bürgerkrieg, den die Rebellen gewonnen haben, teilweise mithilfe der Unterstützung westlicher Regierungen, inklusive Luftangriffen auf die Gaddafi loyalen Streitkräfte. Sobald Gaddafi besiegt war, wendeten sich die verschiedenen Rebellengruppen, die einst gemeinsam die Waffen erhoben und den Nationalen Übergangsrat (NTC) geformt hatten, gegeneinander. Libyen befindet sich derzeit mitten in einem Bürgerkrieg mit einem halben Dutzend militanter Gruppen, die um die Vormacht kämpfen. Ein von den Vereinten Nationen ausgehandeltes Abkommen, das dazu gedacht war, die verschiedenen Fraktionen in einer Regierung nationaler Einheit zusammenzubringen, war nicht erfolgreich, da sie derzeit nur einen Anteil der libyschen Gebiete kontrolliert und sich auf Ostlibyen beschränkt, mit der größten Stadt Tripolis. Dank der Unterstützung der USA und Europas war es der Einheitsregierung möglich, den „Islamischen Staat“ (IS) zurückzuschlagen und seine Kämpfer aus ihrer Hochburg Sirte zu vertreiben.

Die Sicherheitsprobleme Libyens, die mit der Demobilisierung, Entwaffnung und Wiedereingliederung lokaler Milizen verbunden sind, dauern an und werden durch Menschenhandel sowie Schmuggel von Waffen ins und aus dem Land sogar noch größer. Ein Bericht von Amnesty International vom 10. Mai 2015 beschreibt die fortschreitende Gesetzlosigkeit, in der Libyen gefangen ist, und listet zahlreiche Beispiele von Entführungen, Folter, sexueller Gewalt und Diskriminierung durch Menschenhändler, Schmuggler und organisierte kriminelle Banden auf. Der Bericht verweist besonders auf die prekäre Situation religiöser Minderheiten: „Insbesondere christliche Gastarbeiter und Flüchtlinge werden verfolgt und stehen am meisten in Gefahr von Missbrauch durch bewaffnete Gruppen, die ihr Verständnis des islamischen Gesetzes erzwingen wollen.“

Seit dem Sturz von Gaddafi sind die Christen, die die größte nicht-muslimische religiöse Gruppe im Land darstellen, Ziel von Einschüchterungskampagnen, Verhaftungen und Ermordungen seitens militanter sunnitischer Organisationen geworden. Der Einfluss der mit dem IS verbundenen Gruppierungen, die sich durch Enthauptungen und andere Barbareien hervortaten, nimmt zu. In den letzten Jahren wurden Berichten zufolge Hunderte von Christen von paramilitärischen Gruppen entführt und eingekerkert. Auch koptische Kirchen wurden angegriffen.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

Zwei Kategorien von Christen sind in Libyen anzutreffen:

Gemeinschaften ausländischer Christen und Arbeitsmigranten: Christliche Gastarbeiter, die meisten von ihnen kommen aus dem Afrika südlich der Sahara und einige aus Ägypten, dürfen ihre eigenen Kirchen gründen und besuchen, libysche Christen dürfen an diesen Gottesdiensten jedoch nicht teilnehmen. Bereits unter der despotischen Herrschaft Gaddafis war die Lage der Christen sehr hart. Ausländische Christen bzw. christliche Gastarbeiter haben etwas mehr Freiheit. Nicht-arabische Afrikaner erleiden doppelte Verfolgung: aus rassistischen und auch aus religiösen Gründen.

Christen muslimischer Herkunft: Die sehr kleine Gruppe libyscher Christen hält ihren Glauben geheim. Gottesdienstbesuch ist ihnen nicht gestattet. Ihre Anzahl ist sehr gering, doch mit dem Aufkommen christlicher Fernseh- und Internetangebote auf Arabisch wächst das Interesse am christlichen Glauben. Wie in den meisten muslimischen Ländern ist die Abkehr vom Islam mit starkem sozialen Druck verbunden. Christen muslimischer Herkunft sind ständig von ihrer Familie bedroht. Die meisten libyschen Christen wagen nicht, sich mit anderen Christen zu treffen, denn alle religiösen Versammlungen – ausgenommen muslimische – sind verboten.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben: 14.792
Familienleben: 13.221
Gesellschaftliches Leben: 14.102
Leben im Staat: 15.430
Kirchliches Leben: 15.208
Auftreten von Gewalt: 5.371

Grafik: Verfolgungsmuster Libyen

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenspiel der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster Libyen:

  • Der durchschnittliche Druck auf Christen ist sehr hoch (14,551) und hat im Vergleich zum Vorjahr erheblich zugenommen (13,827 im WVI 2016).
  • Der Druck ist in folgenden Lebensbereichen am größten: „Leben im Staat“ (15,430), „Kirchliches Leben“ (15,208) und „Privatleben“ (14,792). Das sehr hohe Maß der Verfolgung im „Privatleben“ spiegelt die Situation der Konvertiten wider. Anhand der hohen Werte in den Bereichen „Leben im Staat“ und „Kirchliches Leben“ wird die Präsenz verschiedenster militanter islamischer Gruppen deutlich, die im Land ungestraft walten.
  • Das Ausmaß der Gewalt hat in diesem Jahr von 9,630 auf 5,371 abgenommen. Dies lässt sich durch den Rückzug der IS-Truppen erklären. So wurden durch den IS keine grausamen Angriffe ausgeführt, wie es noch im letzten Berichtszeitraum der Fall war.
  • Die allgemeine Verfolgungssituation wird durch den Kontext der Anarchie und der Abwesenheit ziviler Behörden, welche für Gesetz und Ordnung verantwortlich sind, begünstigt. Christen werden zwischen fanatischen islamischen Gruppen und kriminellen Banden aufgerieben.

Privatleben: Christen muslimischer Herkunft werden in dieser sehr konservativen Gesellschaft von ihren Familien ausgeschlossen. Wegen der kontinuierlichen Unterdrückung und Intoleranz seitens Familie und Gesellschaft wagen sie selten, über ihren Glauben zu sprechen. Viele von ihnen verlassen das Land bzw. erwägen dies.

Familienleben: Eine der großen Herausforderungen für Christen muslimischer Herkunft ist, einen Ehepartner zu finden. Nach überliefertem islamischen Recht muss ein nicht-muslimischer Mann zum Islam konvertieren, um eine Muslima heiraten zu können. Die Islamisten in Libyen sind derart extremistisch ausgerichtet, dass sie sogar „Sufis“ (Sufi = Anhänger einer mystischen Strömung des Islam) verfolgen.

Gesellschaftliches Leben: Wegen der schwachen Zentralregierung treibt eine große Anzahl von Milizen mit religiöser sowie nicht-religiöser Agenda straffrei ihr Unwesen im Land. Sie gehen am stärksten gegen die besonders gefährdeten Gruppen im Land vor, dazu gehören die Christen. Sie verbreiten eine Kultur der Furcht, wodurch die Freiheiten der Christen stark eingeschränkt sind.

Leben im Staat: Unter der Herrschaft von Gaddafi ging Verfolgung am stärksten vom Regime und Geheimdienst aus. Gegenwärtig sind hauptsächlich islamistische Bewegungen wie der IS und Salafisten für Druck und Gewalt gegen Christen verantwortlich in einem Land, dessen Zentralregierung kraftlos ist und in dem es keine Rechtsstaatlichkeit gibt. Auch kriminelle Banden üben Druck auf Christen aus.

Kirchliches Leben: Ein normales kirchliches Leben gibt es für Christen libyscher Herkunft nicht. Gastarbeiter dürfen Gottesdienste feiern, jedoch mit erheblichen Sicherheitsrisiken. Die Einfuhr christlicher Literatur inklusive Bibeln auf Arabisch ist streng verboten. Auch das erschwert das Wachstum der einheimischen Gemeinden. Die Missionierung von Muslimen ist offiziell verboten.

Auftreten von Gewalt:  Im Berichtszeitraum wurden mindesten zwei Christen aus Glaubensgründen getötet, und mehr als zehn Christen wurden entführt. Es gab Berichte über Angriffe auf drei christliche Gebäude und Kirchen. Wenn auch nicht über solch dramatische Vorfälle wie die Enthauptung der koptischen Christen im Vorjahr zu berichten war, gilt Libyen dennoch weiterhin als einer der gefährlichsten Orte für Christen. Die Gefahr von gewalttätigen Angriffen, Entführungen und sexuellen oder anderen körperlichen Übergriffen, sowie die Gefahr der Ermordung sind immer noch sehr hoch.

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6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

  1. Aufgrund des starken Aufkommens lokaler, auch militanter salafistischer Milizen, gepaart mit der Abwesenheit einer wirksamen Regierung im Land, wird sich die Lage der Christen wohl in absehbarer Zukunft kaum verbessern. Die weitverbreiteten und straflosen Übergriffe gegen Christen werden weiter anhalten. Selbst mit der Abnahme der Bedeutung und militärischen Stärke des IS im vergangenen Jahr bleibt doch der Einfluss militanter salafistischer Gruppen in Libyen bestehen. Die Existenz rivalisierender Regierungen in Ost- und Westlibyen, die Verbreitung von Stammeskonflikten und die Tatsache, dass das Land mit allen Arten von Waffen überflutet ist, macht die Zukunftsaussichten für Libyen und damit auch für die Christen in Libyen sehr düster.
  2. Gewaltsame Übergriffe mit Entführungen und Ermordungen christlicher Gastarbeiter zeigen deutlich die Macht und Sichtbarkeit islamistischer Gruppen, inklusive des IS, in einem Land, das immer mehr in die Gesetzlosigkeit abdriftet. Mit diesen Vorfällen verbreiten die extremistischen Muslime und besonders die Anhänger des IS eine klare Botschaft: „Libyen ist ein muslimisches Land. Christen haben nicht einmal das Recht, durch Libyen zu reisen.“ Es spielt dabei keine Rolle, ob die Christen Gemeindemitarbeiter oder Gastarbeiter sind; alle Christen sind gemeint. Da die dschihadistischen Gruppierungen straffrei ausgehen, wird sich die Situation in naher Zukunft kaum ändern. Gastarbeiter aus dem Afrika südlich der Sahara stellen die Mehrheit der christlichen Bevölkerung in Libyen. Sie stehen weiterhin in Gefahr, Ziel von Angriffen lokaler religiös motivierter Milizen zu werden, aber auch von (oft arbeitslosen) Einheimischen, die einen Sündenbock zum Abreagieren ihrer Enttäuschungen suchen.
  3. Jede Hoffnung auf eine Besserung der Lage in Libyen hängt von der Verbesserung der politischen Bedingungen und der Sicherheitslage des Landes ab. Es ist zu hoffen, dass die Nationale Einheitsregierung fähig sein wird, ihre Autorität zu behaupten und Gesetz und Ordnung im Land wiederherzustellen. Wenn dies geschieht (auch wenn es nicht zwangsläufig bedeutet, dass es Religionsfreiheit für die Christen in Libyen geben würde), könnte sich für die Christen die Gefahr zumindest der ungeheuerlichsten Formen der Verfolgung verringern. Langfristig gesehen wird die Art der politischen Ordnung, die aus dem momentanen Friedens- und Übergangsprozess erwächst, ein entscheidender Faktor für die künftige Religionsfreiheit von Christen in Libyen sein.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Libyen:

  • Bitte beten Sie, dass Gott die Pläne des IS durchkreuzt, in dem er den Islamisten seine Barmherzigkeit, Gnade und Herrschaft zeigt.
  • Beten Sie für die wachsende Gemeinde von Christen muslimischer Herkunft in Libyen, besonders für die, die von der Gemeinschaft mit anderen Christen abgeschnitten sind. Bitte beten Sie für die libyschen Christen, die quer über Europa verstreut sind. Einige von ihnen leiden weiterhin durch die Verfolgung durch ihre Familien.
  • Bitte beten Sie, dass viele das Evangelium durch das Internet und Soziale Netzwerke erreicht. Beten Sie für die neuen Christen, um ihren Schutz und dass sich Möglichkeiten auftun, wie sie im Glauben wachsen können.

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