Länderprofil Pakistan

Pakistan

4
Weltverfolgungsindex
2017
Flagge Pakistan
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Islamische Republik
Rang Vorjahr
6
ISO
PK
Karte Pakistan
Karte Pakistan
Christen
3,94
Bevölkerung
196.74
Islamische Unterdrückung
Organisiertes Verbrechen und Korruption
Privatleben: 14.792
Familienleben: 14.023
Gesellschaftliches Leben: 14.183
Leben im Staat: 14.974
Kirchliches Leben: 13.125
Auftreten von Gewalt: 16.667

Berichtszeitraum: 1. November 2015 – 31. Oktober 2016

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

88 Punkte / Platz 4 (WVI 2016: 87 Punkte / Platz 6)

Triebkräfte der Verfolgung

Die Triebkräfte der Verfolgung von Christen in Pakistan sind „Islamische Unterdrückung“ (Haupttriebkraft) und weniger stark „Organisiertes Verbrechen und Korruption“.

Aktuelle Einflüsse

Die Armee verfolgt weiterhin die Politik, zwischen „guten“ und „schlechten“ militant-islamistischen Gruppierungen zu unterscheiden. Sie bekämpft die Letztgenannten, buhlt aber um die „Guten“ (beispielsweise Lashkar-e-Toiba, jetzt Jamaat-du-Dawah und das Haqqani-Netzwerk), um sie zur Durchsetzung eigener Ziele gegen die Nachbarländer Afghanistan und Indien stellvertretend ins Feld zu schicken. Die Armee kämpft gegen Rebellengruppen, die dem „Islamischen Staat“ (IS) nahestehen, dessen Einfluss in Pakistan Berichten zufolge wächst. Die Taliban sind jedoch noch immer aktiv und haben die Möglichkeiten, Angriffe auszuführen, wie zu Ostern 2016, als eine Bombe in Lahore gezündet wurde. Die Attacke richtete sich laut einer Erklärung der Taliban explizit gegen Christen. Sonntagsgottesdienste sind weiterhin möglich, doch von allen anderen Treffen darüber hinaus wird Christen dringlich abgeraten.

Betroffene Kategorien von Christen

Von den vier Kategorien von Christen, die im Weltverfolgungsindex (WVI) genannt werden, gibt es im Land nur drei. Alle erleben Verfolgung. Gemeinschaften von Christen aus traditionellen Kirchen können weiter bestehen, sind aber stärkerer Überwachung und Kontrolle ausgesetzt. Christen muslimischer Herkunft tragen die Hauptlast der Verfolgung, sowohl seitens extremistischer islamischer Gruppierungen als auch von Familien und Nachbarn. Christen protestantischer Freikirchen werden intensiv beobachtet und leiden unter ständigen Angriffen, insbesondere, wenn sie versuchen, Muslime mit dem Evangelium zu erreichen.

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

  • Der Druck gegen Christen in Pakistan verbleibt in allen Lebensbereichen auf einem extrem hohen Niveau und ist im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht angestiegen. Der von der Verfolgungstriebkraft Islamische Unterdrückung ausgehende Druck ist überall spürbar.
  • Der Druck erreicht in allen Lebensbereichen außer dem „kirchlichen Leben“ einen extremen Wert. Während die Werte in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „gesellschaftliches Leben“ typisch sind für ein islamisches Land, weist der Druck im Bereich „Leben im Staat“ auf eine verstärkt restriktive Regierung hin.
  • Die Wertung im Bereich „Auftreten von Gewalt“ hat im zweiten Jahr in Folge den Höchstwert erreicht. Christen mussten zahlreiche Morde, Angriffe auf Kirchen, Entführungen von Frauen, Vergewaltigungen, Zwangsverheiratungen, Zwangsräumungen von Häusern und Vertreibungen innerhalb des Landes sowie ins Ausland erleiden. Andere religiöse Minderheiten wie Schiiten und Ahmadis leiden ebenfalls unter solchen Angriffen.

Ausblick

Die Regierung und die Armee versuchen weiterhin, zwischen „guten“ und „schlechten“ militant-islamistischen Gruppen zu unterscheiden und die religiösen Minderheiten, zu denen die Christen gehören, werden den Preis für diese Herangehensweise zahlen müssen. Die höchst ungerechten und willkürlichen Blasphemiegesetze hängen weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Land und seinen religiösen Minderheiten. Alle Hoffnungen, dass die Gesetze geändert werden könnten, haben sich bisher als vorschnell herausgestellt. Es ist nicht wahrscheinlich, dass 2017 ein besseres Jahr für die Christen in Pakistan wird, denn die Islamische Unterdrückung wird weiterhin religiöse Minderheiten, also auch die Christen, verfolgen.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 88 Punkten belegt Pakistan Platz 4 auf dem Weltverfolgungsindex (WVI) 2017. Das entspricht einem Anstieg von einem Punkt gegenüber dem Jahr 2016, als Pakistan Rang 6 einnahm. Der Druck auf die Christen ist in Pakistan in allen Lebensbereichen (Privatleben, Familienleben, gesellschaftliches Leben, kirchliches Leben und Leben im Staat) extrem hoch, nur die Wertung im Bereich des kirchlichen Lebens ist etwas niedriger. Die Wertung im Bereich Gewalt hat im zweiten Jahr in Folge den Höchstwert erreicht.

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2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung: Pakistan leidet unter einer Vielzahl extremistischer islamischer Gruppierungen und einer sich verstärkt islamisierenden Gesellschaft. Die christliche Gemeinschaft erlebt sich sowohl durch diese Gruppierungen als auch durch die islamische Kultur eingeengt. Den Christen wohlgesonnene Politiker, Richter und religiöse Leiter werden öffentlich von denen bedroht, die eine extremistische, auf dem Wahhabismus beruhende, Ausrichtung haben, ein Kalifat errichten und Ungläubige strikt behandeln wollen sowie sich stark mit den Unterstützern des Islamischen Staates (IS) und den Taliban identifizieren.

Die stärker werdende Präsenz islamistischer Gruppierungen, die Christen zum Angriffsziel erklärt haben und die von ihnen vermeintlich ausgehende Bedrohung, verschlimmern die Situation für Christen in der Region. Trotz Razzien durch das Militär blühen die islamistischen Gruppen regelrecht auf, politische Gruppierungen spannen diese zudem gerne für ihre eigenen Zwecke ein. Denn ihnen gelingt es, Hunderttausende meist junge Menschen zu mobilisieren und auf die Straße zu bringen – ein starkes politisches Werkzeug, mit dem sich politische Ziele kraftvoll durchsetzen lassen. Diese Macht zur Mobilisierung von Mobs haben Christen bereits unzählige Male schmerzhaft erlebt, beispielsweise nachdem der Attentäter, der den gemäßigten Gouverneur Salman Taseer ermordet hatte, am 29. Februar 2016 gehängt wurde.

Verbotene extremistische Gruppierungen lösen sich zudem nicht in Luft auf. Meist benennen sie sich einfach um, leisten dann etwa als Wohltätigkeitsorganisation getarnt soziale Dienste für die Bevölkerung und geben den Jugendlichen die von ihnen sehnlich erwartete Perspektive. Da der Großteil der Bevölkerung 25 Jahre oder jünger ist, davon ein Drittel unter 14, wird sich dieser Trend nicht so bald abschwächen und schafft riesige Herausforderungen. Während die Lebenserwartung mit 67,39 Jahren nicht sehr hoch ist, steht die Fruchtbarkeitsrate bei 2,75. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wird Pakistan innerhalb der nächsten 15 Jahre das größte muslimische Land der Welt sein und damit Indonesien ablösen. Diese Strukturen führen dazu, dass eine große Anzahl junger Menschen jedes Jahr die Schule voll mit Träumen für ihre Zukunft verlassen. Da das Land jedoch nicht einmal allen Gebildeten und Akademikern der jungen Generation Perspektiven bieten kann, sind soziale Unruhen absehbar. Dies spielt wiederum den extremistischen islamischen Gruppen in die Hände, die den Jugendlichen ein Gefühl von Wertschätzung vermitteln, das sie so noch nie hatten.

Organisiertes Verbrechen und Korruption: Die Korruption zieht sich in Pakistan durch alle Ebenen der Behörden und der Armee. Die Armee ist so eng mit der Wirtschaft des Landes verflochten, dass sie vielfach als starker Wettbewerber auftritt. Sie genießt dabei unlautere Vorteile, wie ein populärer Scherz verdeutlicht: „Jedes Land hat eine Armee, aber hier hat eine Armee ein Land.“ Es ist schwer, an detaillierte Daten zu gelangen, doch Schätzungen zufolge verfügt das Militär über ein Vermögen von zehn Milliarden Dollar, dazu gehören fünf Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche. Unter dem Organisierten Verbrechen leiden insbesondere auch Christen, da viele von ihnen arm und schutzlos sind. Dies hat sich erneut im April 2016 gezeigt, als der Hauptverdächtige im Mordfall an einem christlichen Ehepaar auf Kaution entlassen wurde. Das Paar war am 4. November 2014 wegen angeblicher Blasphemie ermordet und in einem Ziegelofen verbrannt worden. Am 23. November 2016 wurden zwar fünf Verdächtige zum Tode verurteilt, das strukturelle Unrecht hinter diesem Fall bleibt jedoch bestehen: das Ehepaar hatte in der dritten Generation in Schuldknechtschaft für den Ziegeleibesitzer gearbeitet, in dessen Ofen es ermordet wurde. Arbeiter in dieser Lage sind völlig der Gnade des Arbeitgebers ausgeliefert. Da sie wegen horrender Zinsen ihre Schulden nie werden zurückzahlen können, gibt es für sie keinen Ausweg. Sie können nicht gerichtlich gegen die Situation vorgehen und bleiben so ohne Schutz und Perspektive.

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3. Aktuelle Einflüsse

Pakistan war im Berichtszeitraum weiterhin ein sehr unberechenbares Land. Die Auswirkungen einer Attacke der Taliban auf eine vom Militär betriebene Schule in Peschawar im Dezember 2014, bei der 144 Menschen, darunter 132 Schulkinder, starben, sind weiterhin spürbar. Obwohl das Militär daraufhin islamischen Extremisten den Kampf ansagte und einen Feldzug startete, bleibt es doch bei seiner Unterscheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Dschihadisten. Es bekämpft die Letztgenannten, buhlt aber um die „Guten“ (beispielsweise Lashkar-e-Toiba, jetzt Jamaat-du-Dawah und das Haqqani-Netzwerk), um sie zur Durchsetzung eigener Ziele gegen die Nachbarländer Afghanistan und Indien stellvertretend ins Feld zu schicken. Diese Politik verfolgt die Armee seit Jahrzehnten. Die Armee kämpft gegen Rebellengruppen, die dem IS nahestehen, dessen Einfluss in Pakistan Berichten zufolge wächst. Die Taliban sind jedoch noch immer aktiv und haben die Möglichkeiten, Angriffe auszuführen, wie zu Ostern 2016, als eine Bombe in Lahore gezündet wurde. Die Attacke richtete sich nach einer Erklärung der Taliban explizit gegen Christen.

In der Folge dieses Angriffs ging ein weiteres überaus besorgniserregendes Ereignis fast unter. Am gleichen Tag des Anschlags blockierten Tausende extremistische Muslime große Teile von Rawalpindi und Islamabad und forderten (unter anderem) ein Vorgehen gegen religiöse Minderheiten. Die Demonstranten waren Unterstützer von Mumtaz Qadri, dem Mörder von Salman Taseer. Der muslimische Gouverneur von Punjab im Osten des Landes wurde 2011 ermordet, weil er sich öffentlich gegen die pakistanischen Blasphemiegesetze ausgesprochen hatte. Qadri war am 29. Februar 2016 gehängt worden und die Demonstranten verlangten nun die augenblickliche Exekution von allen Häftlingen, die wegen Blasphemie verurteilt worden waren, insbesondere der katholischen Christin Asia Bibi. Außerdem verlangten sie, dass Qadris Zelle im Gefängnis in eine Moschee umgewandelt werden sollte. Nach vier Tagen der Proteste in Rawalpindi und Islamabad zerstreute sich die Menge. Während die Regierung daran festhält, ihren Forderungen nicht nachgekommen zu sein, sind Nichtregierungsorganisationen anderer Meinung. Besonders sind Beobachter verwundert, dass die Behörden die extremistischen Gruppen von Demonstranten nicht daran hinderten, in die sogenannte „Red Zone“ vorzudringen, ein Hochsicherheitsgebiet, in dem sich Regierungsgebäude befinden.

Eine der wichtigsten Herausforderungen des Landes bleiben die unkontrollierbaren Medressen. Ein endloser Strom von Jugendlichen, die ihre Bildung in Koranschulen erhielten, strömt in die Gesellschaft. Wird jedoch die Lehre in den Medressen nicht kontrolliert, können extremistische Ideen in die Köpfe der Jugendlichen gepflanzt werden. Eines der wichtigsten Themen in Pakistan ist daher die zukünftige Kontrolle der Medressen, von denen es schätzungsweise 35.000 im Land gibt und von denen 11.000 dem konservativen Deobandi-Islam folgen. Kinder und Jugendliche sind extremistischen Lehren ausgesetzt, die Hass gegen Minderheiten schüren. Viele Medressen erhalten Gelder aus dem Mittleren Osten, etwa aus Katar, Kuwait oder Saudi-Arabien. Allein der Versuch, die Medressen im Land auf einer Karte und einer Liste zu verzeichnen, wird als Angriff auf den Islam gewertet, von Überwachung und Steuerung gar nicht zu reden. Die Behörden wissen meist nicht, was hinter den Mauern der Koranschulen geschieht, und Hassreden können ungehindert verbreitet werden. Inzwischen haben die Behörden jedoch begonnen, gegen Medressen vorzugehen, die sie als zu extrem einstufen, und haben bis Januar 2016 mindestens 182 Medressen geschlossen. Andere Quellen aus dem Februar 2016 sprechen von 254 nicht registrierten Koranschulen, die die Regierung als Teil des nationalen Plans gegen Terrorismus hat schließen lassen. Dies ist ein ermutigender erster Schritt. Im Hinblick auf die oben genannten Zahlen ist jedoch klar, dass das Land noch einen weiten Weg vor sich hat.

Andere religiöse Minderheiten wie Hindus erleiden wegen der beschriebenen Radikalisierung ebenfalls Verfolgung. Selbst muslimische Minderheiten wie die Ahmadi oder Schiiten sind betroffen und erleben gewaltsame Verfolgung, da sie nicht als wahre Muslime gelten. Sie werden als abtrünnige Sekten angesehen, was zur Rechtfertigung jeder Gewalt gegen sie genutzt wird.

Die Zersplitterung der Gesellschaft, aber auch der Verwaltung des Landes, trägt außerdem zur schlechten Lage bei. So werden beispielsweise die Provinz Baluchistan und die Region Sindh traditionell als außerhalb der Reichweite staatlichen Einflusses gesehen. Als Feudalherren herrschende Landbesitzer befehligen in den ländlichen Regionen von Sindh und Punjab eigene Milizen, Gerichtshöfe und Gefängnisse. Korruption ist überall zu finden. All das hat auch Auswirkungen auf die schutzlose christliche Minderheit. Die Rechtsprechung in den national verwalteten Stammesgebieten (FATA) ist eingeschränkt und ungerecht. Diese an Afghanistan grenzende Spannungsregion wird noch immer nach dem aus der Kolonialzeit stammenden „Gesetz zu Verbrechen in Grenzgebieten“ von 1901 regiert, welches Polizei und Gerichte aushebelt und die Entfremdung der dort ansässigen Menschen verstärkt. Pakistans Verfassung scheint dort faktisch außer Kraft zu sein. Dies wird besonders durch einen Bericht vom Juni 2016 deutlich, laut dem die Regierung von Khyber Pakhtunkhwa eine Hochschule mit finanziellen Mitteln unterstützt, die als „Universität des Dschihad“ bekannt geworden ist.

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4. Betroffene Kategorien von Christen

Es existieren in Pakistan drei Kategorien von Christen; sie alle erleiden Verfolgung: (Ausländische und eingewanderte Christen haben sich anderen Gruppen angeschlossen und repräsentieren in Pakistan keine eigene Kategorie.)

Christen traditioneller Kirchen: Die römisch-katholische und die anglikanische Kirche sind hier zu nennen, die zunehmend Anfeindungen erleben. Es wird schwieriger, Genehmigungen für bestimmte Versammlungen zu erhalten. Das Gemeindeleben funktioniert noch, Kontrolle und Überwachung haben jedoch zugenommen.

Christen muslimischer Herkunft: Sie tragen die Hauptlast der Verfolgung, die sie sowohl von extremistischen islamischen Gruppierungen (von denen sie als Verräter betrachtet werden), als auch von Familien und Nachbarn erleben, die eine Abwendung vom Islam als Schande für die Familie betrachten.

Christen protestantischer Freikirchen: Evangelikale, Baptisten und Pfingstgemeinden werden stärker überwacht und oft drangsaliert und attackiert, insbesondere, wenn sie aktiv versuchen, Muslime mit dem Evangelium zu erreichen.

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5. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben: 14.792
Familienleben: 14.023
Gesellschaftliches Leben: 14.183
Leben im Staat: 14.974
Kirchliches Leben: 13.125
Auftreten von Gewalt: 16.667

Grafik: Verfolgungsmuster Pakistan

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenspiel der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster Pakistan:

  • Der Durchschnittswert für den Druck auf Christen in Pakistan verbleibt auf einem extrem hohen Niveau und ist im Vergleich zum Vorjahr von 14,011 (WVI 2016) auf 14,219 sogar leicht angestiegen. Teilweise geht dieser Druck von lokalen Regierungen und der zentralen Regierung aus, die es nicht schaffen, Aktivitäten militanter islamistischer Gruppierungen zu bekämpfen. Die Verfolgung erreicht in allen Lebensbereichen außer dem „kirchlichen Leben“ einen extremen Wert. Während die Werte in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „gesellschaftliches Leben“ typisch sind für ein islamisches Land, weist der extrem hohe Druck im Bereich „Leben im Staat“ auf eine verstärkt restriktive Regierung hin.
  • Der Druck, der von der Verfolgungstriebkraft Islamische Unterdrückung ausgeht, ist in jedem Lebensbereich präsent. Er wird angefacht von den Bemühungen, die wachsende Anzahl an militanten Islamisten in Schach zu halten, die religiöse Minderheiten wie Christen angreifen, aber auch um die Schwäche der Regierung offenzulegen. Der Druck durch Islamische Unterdrückung ist auch stark bedingt durch den Druck auf jede Person, die zum christlichen Glauben wechselt.
  • Die Wertung im Bereich „Auftreten von Gewalt“ hat zum zweiten Jahr in Folge den Höchstwert erreicht: 16,667.
  • Der allgemeine Druck auf Christen wird durch den maximalen Wert im Bereich Gewalt unterstrichen: es gab zahllose Angriffe auf Christen, darunter Morde, Angriffe auf Kirchen, Entführung von Frauen, Vergewaltigungen, Zwangsverheiratungen, Zwangsräumungen von Häusern und Vertreibungen innerhalb des Landes sowie ins Ausland. Andere religiöse Minderheiten wie Schiiten und Ahmadis leiden ebenfalls unter solchen Angriffen.

Privatleben: Christen muslimischer Herkunft müssen hinsichtlich ihres Glaubenslebens immer sehr auf der Hut sein, besonders wenn sie die Einzigen in der Familie sind, die Jesus nachfolgen. Ihre Bibel oder andere Materialien können ihnen leicht von der Familie, den Freunden oder Nachbarn weggenommen werden. Ein Junge wurde vor Gericht der Blasphemie angeklagt, weil er einen Cartoon auf Facebook mit „Gefällt mir“ markiert hatte, der die Geschichte des Gründers des Islam darstellte. Beiträge in sozialen Medien werden immer mehr zu einer Gefahr für Christen. Berichte, nach denen Christen auf der Straße, im Verkehr oder auf der Arbeit angespuckt oder aggressiv beleidigt wurden, weil sie ein Kreuz trugen, sind Zeichen dafür, dass die Situation schwieriger wird. Selbst Autos, auf denen Aufkleber in Form von Kreuzen angebracht sind, werden eher von der Polizei angehalten. Eine Art der Bestrafung privaten Gebets ist ein von der Familie verhängter Hausarrest. Eine mildere Form der Strafe für christliche Konvertiten ist es, sie unter Beobachtung zu stellen. Manche Christen mit muslimischem Hintergrund müssen auch aus Sicherheitsgründen untertauchen.

Familienleben: Es ist nicht möglich, einen Wechsel zum christlichen Glauben behördlich eintragen zu lassen. Ein Kind wird automatisch als Muslim registriert, wenn dessen Vater als Muslim eingetragen ist, auch wenn der Vater seinen Glauben tatsächlich längst gewechselt hat. Werden Christen muslimischen Hintergrunds entdeckt, drohen ihnen die erzwungene Scheidung und der Verlust aller Erbansprüche. Das Organisieren einer Taufe, christlichen Hochzeit oder Beerdigung ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Entscheidet sich ein Konvertit für die Taufe, wird er unter besonderen Druck gesetzt, da die Taufe als die stärkste Form der Abwendung vom Islam gesehen wird. In kleinen Dörfern und abgelegenen Orten werden christliche Familien gezwungen, ihre Kinder zum islamischen Unterricht in eine lokale Medresse zu schicken; der christliche Unterricht dagegen ist auf die Sonntagsschule einmal pro Woche beschränkt. Die meisten Kinder fühlen sich bereits früh dazu gedrängt, zum Islam „zurückzukehren“, weswegen die meisten Eltern ihren Kindern verbieten, mit nicht-christlichen Kindern über ihren Glauben zu reden. Pastoren traditioneller Kirchen, die bereit sind, Konvertiten zu taufen, wurden in vielen Fällen bedrängt und bedroht. In der Schule ist es christlichen Kindern oft nicht gestattet, die gleiche Wasserleitung wie die anderen Kinder zu nutzen, weil sie diese angeblich verunreinigen würden; Mobbing ist an der Tagesordnung. Christen muslimischen Hintergrunds werden entweder körperlich attackiert oder die islamische Gesellschaft und die eigene Familie verfluchen sie mit schwarzer Magie, Zaubertränken, Amuletten und anderen okkulten Praktiken.

Gesellschaftliches Leben: Erschreckende Statistiken zeigen fortwährend, dass jedes Jahr geschätzt 700 christliche Mädchen und Frauen entführt, oft auch vergewaltigt und mit muslimischen Männern zwangsverheiratet werden. Dazu gehört immer auch die Zwangsbekehrung zum Islam. Sollte eine christliche Familie so mutig sein, gegen die Entführung und Heirat vorzugehen, wird sie häufig mit der Gegenklage konfrontiert, sie würde das Mädchen, das sich „freiwillig dem Islam zugewendet hat“, wie auch die Familie des Mannes belästigen. Christen werden als unrein betrachtet und deshalb wird ihre Nutzung öffentlicher Einrichtungen als Verunreinigung der Muslime gewertet. So auch im Fall von Asia Bibi. An Arbeitsplätzen ist der Druck auf die christliche Minderheit oftmals so groß, dass viele Christen sich dazu gezwungen sahen, mehrfach ihre Arbeit zu wechseln, um sich einer Zwangskonvertierung zum Islam zu entziehen. Sie müssen beständig Hilfsarbeiten wie Fegen oder Wassertragen verrichten. Aber selbst der Zugang zu diesen Jobs wird laut neuer Berichte für Christen immer schwieriger, da Reinigungsfirmen zunehmend nur Muslime einstellen. Viele Krankenhäuser, Apotheken und andere Einrichtungen bieten Fürsorgeprogramme an. Die Teilnahme an diesen wird Christen jedoch vermehrt verweigert; ihnen werden horrende Rechnungen gestellt und sie erhalten so keine medizinische Behandlung. Christliche Kinder werden in der Schule zur Teilnahme an islamischen Riten und Festen gezwungen sowie beständig aufgefordert, Muslime zu werden. Eltern werden oft besucht und dazu angehalten, ihre Kinder zu islamischen Veranstaltungen zu schicken und sie Arabisch lernen zu lassen. Dies wäre für ihre Noten besser. Das verunsichert die Kinder und erhöht die Gefahr einer „versehentlichen“ Konversion.

Leben im Staat: Pakistan ist eine Islamische Republik. Die jüngere Entwicklung der Islamisierung der Gesellschaft begann bereits in den 80er-Jahren, als General Zia 1986 die berüchtigten Blasphemiegesetze einführte. Schnell wurden diese Gesetze zur schlimmsten Bedrohung für die christliche Minderheit. Einem Pressebericht von 2010 zufolge waren zu diesem Zeitpunkt 801 der 1.031 wegen Blasphemie inhaftierten Personen Muslime (der Großteil dürfte zu muslimischen Minderheiten gehören). Von den weiteren 230 Inhaftierten waren 162 Christen (70,4%), 15 Sikhs (6,5%), 28 Buddhisten (12,2%) und 25 Anhänger anderer Religionen.

Die Blasphemiegesetze sind für ihre Missbrauchsanfälligkeit bekannt. Sie werden genutzt, um persönliche Streitigkeiten auszutragen, sich zu bereichern oder dem Nachbarn etwas heimzuzahlen. Der internationalen Gemeinschaft wurden die Gesetze besonders schmerzlich durch das Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi im Jahr 2010 in Erinnerung gerufen. Zum ersten Mal traf das Urteil zum Tod durch den Strang eine Frau. Da die Blasphemiegesetze immer bedeutender wurden, wurde es für die Gerichte und die Regierung immer schwieriger, die richtige Handhabung zu finden, denn die Gesetze werden politisch instrumentalisiert und haben große symbolische Bedeutung für extremistische islamische Gruppierungen im Land. Dies hat sich im aktuellen Berichtszeitraum erneut gezeigt, als Asia Bibis Berufungsverhandlung verschoben wurde, weil ein Richter den Fall im Oktober 2016 unversehens abgab. In den meisten Fällen, in denen religiöse Minderheiten betroffen sind, weigert sich die Polizei, überhaupt eine Anzeige (FIR = First Information Report) aufzunehmen, die jedoch Grundlage für alle weiteren Schritte ist. Im Berichtszeitraum wurde der Mörder von Gouverneur Salman Taseer exekutiert. Taseer war 2011 ermordet worden, weil er die Blasphemiegesetze „schändlich“ genannt und sich für Asia Bibi eingesetzt hatte. Wie bereits beschrieben, blockierten Hunderttausende extremistische Muslime aus Protest die Straßen. Dies kann als eine Machtdemonstration gewertet werden, insbesondere das Eindringen der Demonstranten in die sogenannte „Red Zone“ in Islamabad, eine Hochsicherheitszone, in der die Regierungsgebäude und viele ausländische Botschaften stehen. Die Medien übertrugen die Beerdigung, an der Zehntausende Unterstützer teilnahmen (einige Quellen aus dem Land berichten von bis zu drei Millionen Menschen), nicht.

Kirchliches Leben: Das neue Gesetz für Nichtregierungsorganisationen vom 1. Oktober 2015 erlaubt es der Regierung, alle Nichtregierungsorganisationen zu überwachen und nach Belieben zu schließen. Allerdings werden Kirchen, die nicht als Nichtregierungsorganisation registriert sind, als illegal eingestuft und laufen Gefahr, geschlossen zu werden. Das Gesetz war zum Schutz des Landes vor Terrororganisationen beschlossen worden, die sich gerne als gemeinnützige Organisationen ausgeben. Kirchen und Terrororganisationen stehen somit auf der gleichen Liste. Kirchliche Aktivitäten werden regelmäßig überwacht. Die Regierung stellt zwar Sicherheitsleute für Kirchen ab, diese jedoch beobachten genau, was in den Gemeinden geschieht und berichten regelmäßig an die Regierung. Die Berichte sind eine Form der Geheimdienstüberwachung und es wird vermutet, dass sie auch an Extremisten und militante Organisationen weitergegeben werden. Es wurden Vorfälle gemeldet, bei denen sich die Sicherheitsleute aggressiv verhielten und Priester und Pastoren bedrohten oder angriffen. Christliche Kirchen gleichen inzwischen Festungen mit hohen Mauern und schmalen Toren. Obwohl die Regierung den Schutz der Kirchen durch das Wachpersonal versprochen hat, gab es mehrere Angriffe mit Dutzenden Opfern.

Um neue Gebäude bauen zu können, müssen Kirchen einen langwierigen Registrierungs- und Genehmigungsprozess durchlaufen, der oft mehr als zehn Jahre dauern kann und viele Christen entmutigt, sodass die Pläne für ein neues Gebäude aufgegeben werden. Bestechungsgelder werden erwartet und es sind Briefe von einflussreichen Mitgliedern des Parlaments und von Regierungsbehörden vonnöten. Auch wenn es kein Gesetz gegen den Bau von Kirchen gibt, wird der Prozess erschwert, um Christen zu entmutigen.

Auch wenn der Druck steigt, wenn Kirchen Jugendliche erreichen wollen, gab es auf diesem Gebiet keine Fälle von offenen Behinderungen. Berichten zufolge wurden jedoch Pastoren gewarnt, dass ihre Aktivitäten von Behörden und Gruppen aus der Nachbarschaft überwacht würden. Abgesehen von der pakistanischen Bibelgesellschaft haben andere christliche Organisationen keine Genehmigung für den Besitz einer Druckerpresse. Und die der Bibelgesellschaft wird streng überwacht: Jede Bibel hat eine Seriennummer, die nachverfolgt werden kann. Im Oktober 2016 wurden elf der dreizehn christlichen Fernsehsender des Landes geschlossen. Die Christen sorgen sich ebenfalls wegen des im August 2016 verabschiedeten Gesetzes zur Einschränkung des Internets; eine der letzten Möglichkeiten zur Verbreitung des Evangeliums steht somit in Gefahr.

Auftreten von Gewalt: Gewalt gegen Christen in Pakistan dauert an und ist weit verbreitet, im aktuellen Berichtszeitraum erneut auf maximalem Niveau. Das Attentat am Ostersonntag 2016 im Gulshan Iqbal Park in Lahore, das auf Christen zielte, die ihre Osterfeierlichkeiten traditionell mit einem Spaziergang durch den Park beenden, forderte Dutzende Tote und viele weitere Verletzte. Die Berichte über die Anzahl von christlichen Todesopfern widersprechen sich, die niedrigste Zahl liegt bei 14. Im September 2016 wurde der christliche Wachmann Samuel Masih getötet, als er versuchte, den Angriff von vier bewaffneten Männern auf die christliche Siedlung Warsak Dam bei Peschawar abzuwehren. Mindestens vier weitere Fälle wurden erfasst, hinzu kommen außerdem nicht erfasste Ehrenmorde. Angriffe auf Kirchen finden mit erschreckender Häufigkeit statt, auch wenn die Gebäude nicht immer zerstört werden oder geschlossen werden müssen. Die befragten Pastoren berichten von häufigen Fällen von Bränden, zerbrochenen Fenstern, zerstörter Einrichtung und kleineren Schikanen wie der Abschaltung von Strom oder Wasser von Kirchen. Dieses offenkundige Auftreten von Gewalt verbirgt die alltägliche Gewalt gegen christliche Frauen und Mädchen, die häufig entführt, vergewaltigt, zwangsverheiratet und zur Konversion gezwungen werden. Wird ein Christ der Blasphemie angeklagt, wird sein Zuhause attackiert, sodass die Familie sich verstecken muss. Pakistan ist derzeit das einzige Land mit der maximalen Wertung im Bereich Auftreten von Gewalt.

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6. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

Eines der hartnäckigsten Probleme in Pakistan ist der Umgang mit und die Bekämpfung von islamistischen Gruppierungen. Die anfängliche Hoffnung, dass nach dem Angriff auf die Armee-Schule von Peschawar der Schutz seitens der Armee für einige dieser Gruppierungen schwinden würde, hat sich nicht erfüllt. Noch immer wird zwischen „guten“ und „bösen“ Dschihadisten unterschieden und die religiösen Minderheiten – so auch die Christen – zahlen dafür weiter einen hohen Preis.

Die politische Situation hat sich während der beiden letzten Legislaturperioden stabilisiert. Einige versuchen dennoch durch undemokratische Mittel die Macht zu ergreifen, so etwa Imran Khan, der Vorsitzende der Oppositionspartei PTI. Streiks und Sitzblockaden stören das ökonomische und politische Leben im Land. Insbesondere im Zuge der Panama Leaks, als Anschuldigungen gegen den Premierminister wegen Unregelmäßigkeiten in seinen privaten finanziellen Angelegenheiten öffentlich wurden, schlossen sich viele derer, die für Reformen warben, einer islamistischen Agenda an und forderten eine stärkere Islamisierung des Landes.

Ein weiteres Problem, mit dem das Land schon lange ringt, ist die Eindämmung der unrühmlichen Blasphemiegesetze. Dies wird kaum geschehen können, ohne Aggression von islamistischen Gruppen zu provozieren. Alle bisherigen Versuche waren nicht erfolgreich und lösten starken Widerstand aus. Obwohl die Einrichtung des ersten Menschenrechtsausschuss des Landes im Mai 2015 ein positives Signal war, ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieser die Macht haben wird, die unfairen und willkürlichen Blasphemiegesetze einzudämmen. Alle Hoffnungen, dass die Gesetze geändert werden könnten, haben sich bisher als verfrüht herausgestellt. Christen sorgen sich ebenfalls wegen des Gesetzes zur Einschränkung des Internets, das im August 2016 verabschiedet wurde, und einen der letzten Wege, das Evangelium zu verbreiten, limitieren könnte.

Eine weitere Herausforderung für das Land ist der Umgang mit dem angeschlagenen Nachbarn Afghanistan. Aus Berichten vom Juni 2016 geht hervor, dass Pakistan plant, etwa drei Millionen Flüchtlinge (von denen etwa die Hälfte registriert ist) nach Afghanistan zurückzuschicken. Dies würde die Probleme in Afghanistan verstärken, ebenso die Anziehungskraft von und den Wettbewerb zwischen militanten Gruppierungen und damit wiederum Auswirkungen auf Pakistan selbst haben. Berichten zufolge haben pakistanische Behörden 2016 Tausende nicht erfasster Flüchtlinge festgenommen.

Der bereits stark schwelende Machtkampf zwischen den Taliban und dem IS erhöht den Druck auf beide Gruppen, mehr Anhänger zu generieren. Dies bedeutet ihrer Rekrutierungsstrategie gemäß, sich als „Islam treuer“ und näher am Herzen des Islam erweisen zu müssen als die andere Gruppe. Dazu gehören Attacken auf „Dhimmis“ (nach der islamischen Lehre: Schutzbefohlene, die als Ungläubige Kopfsteuer zahlen), die als die Schwächsten in der „reinen islamischen“ Lehre gelten. Noch radikaler aufzutreten heißt auch, die Christen stärker zu verfolgen und ihre Rechte und ihren Bewegungsspielraum noch weiter einzuschränken. Die Regierung ist nicht besonders daran interessiert, diese Rechte der Minderheit zu schützen. Dies wird den Hass und Argwohn größerer Teile der Gesellschaft gegen die Kirche weiter schüren und lässt für 2017 erahnen, dass Islamische Unterdrückung in Pakistan anhaltend stark sein wird.

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7. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Pakistan:

  • Pakistan ist eine islamische Republik und der neuere Prozess der Islamisierung reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. Das Land leidet unter der Vielzahl extremer islamistischer Gruppen. Bitte beten Sie dafür, dass die pakistanische Regierung Gesetze erlässt, die die Christen im Land schützen.
  • Bitte beten Sie für pakistanische Christen muslimischer Herkunft, die die Hauptlast der Verfolgung erleiden. Extremistische Islamistengruppen sehen sie als Abgefallene vom Islam, und Familie, Freunde und Nachbarn sehen ihre Abkehr vom Islam als eine Schande für die Gemeinschaft.
  • Schätzungsweise 700 Mädchen und Frauen werden jedes Jahr entführt, sie werden oft vergewaltigt und mit muslimischen Männern zwangsverheiratet. Das führt meist zu erzwungenen Konversionen zum Islam. Bitte beten Sie für den Schutz von christlichen Frauen und Mädchen in Pakistan.

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