Senegal

Weltverfolgungsindex
2017
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SN

Land unter Beobachtung

Senegal

Während der Senegal, wo Christen 5,2% der Bevölkerung ausmachen, für eine Kultur der religiösen Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionen bekannt ist, ist die Triebkraft „Islamische Unterdrückung“ dennoch im Land präsent. BBC berichtete am 18. November 2015, der Senegal plane als Antwort auf die wachsende Bedrohung des Dschihadismus im Land die Vollverschleierung von Frauen in der Öffentlichkeit zu verbieten. Am 7. November 2015 verhafteten senegalesische Behörden sieben Menschen, darunter auch vier Imame, die verdächtigt wurden, in Verbindung mit extremistischen islamischen Gruppierungen zu stehen. Obwohl die Initiative der Regierung, mit einem Vollverschleierungsverbot gegen den Dschihadismus vorzugehen, sinnvoll scheint, da Selbstmordattentäter Schleier als Deckung bei Angriffen auf Kirchen und andere Ziele verwenden,  greift diese Maßnahme zu kurz, weil sie nicht die Wurzel des Dschihadismus im Land bekämpft. Es gibt weiterhin Berichte darüber, dass die Gesellschaft Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit, ihres Glaubens oder dessen Auslebung verfolgt oder diskriminiert. Viele dieser Vorfälle richten sich gegen evangelikale Freikirchen, die ein sehr starkes Wachstum aufweisen. Meistens besteht die Verfolgung von evangelikalen Christen aus Angriffen von Mobs, für die die Christen gegen die Identität der praktisch völlig islamischen Nation stehen. Im Berichtszeitraum des WVI 2017 kam es zu einigen gewalttätigen Vorfällen gegen Christen, doch in der Vergangenheit gab es ein größeres Ausmaß an Gewalt.

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