Länderprofil Tunesien

Tunesien

30
Weltverfolgungsindex
2018
Flagge Tunesien
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Republik
Platz Vorjahr
29
ISO
TN
Karte Tunesien
Karte Tunesien
Christen
0,02
Bevölkerung
11.50
Islamische Unterdrückung
Privatleben: 11.900
Familienleben: 13.200
Gesellschaftliches Leben: 10.600
Leben im Staat: 10.700
Kirchliches Leben: 12.000
Auftreten von Gewalt: 3.900
Länderprofil Tunesien

Berichtszeitraum: 1. November 2016 – 31. Oktober 2017

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

62 Punkte / Platz 30 (WVI 2017: 61 Punkte / Platz 29)

Von wem Verfolgung ausgeht

Die Verfolgung in Tunesien liegt hauptsächlich in der allgemeinen Feindseligkeit gegenüber Christen begründet, die in der islamischen Gesellschaft offensichtlich ist. Auch wenn der Staat seit den Aufständen des Arabischen Frühlings 2011 Christen gegenüber – relativ gesehen – toleranter geworden ist, so ist doch ein zunehmender Einfluss extremistischer islamischer Lehren erkennbar. Ausländer in Tunesien genießen weitgehend Religionsfreiheit, dürfen jedoch nicht offen evangelisieren. Die kleine Gemeinschaft tunesischer Christen mit muslimischem Hintergrund erfährt Verfolgung durch Familienangehörige, Verwandte und die Gemeinschaft allgemein; außerdem haben diese Christen Schwierigkeiten, ihren Glaubenswechsel durch staatliche Behörden offiziell anerkennen zu lassen.

Auswirkungen der Verfolgung auf Christen

Ein Journalist, der die Situation tunesischer Christen genau untersucht hat, berichtet:

„Tunesische Christen werden diskriminiert und ins Visier genommen, was oft vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleibt. Es beeinträchtigt ihr tägliches Leben. Aufgrund ihrer Identität als Christen erleben viele von ihnen Unsicherheit am Arbeitsplatz, werden von Familie, Freunden und sogar Verlobten verlassen; sie sind Opfer verbaler, psychischer und körperlicher Misshandlungen und erhalten keine Chancengleichheit vor dem Gesetz, um sich als Christen ausweisen und heiraten zu können, wen sie wollen.“

Aufgrund der oben genannten Faktoren entscheiden sich die meisten tunesischen Christen dafür, ihren Glauben zu verbergen, und können daher nicht offen Gottesdienst feiern und ihren Glauben ausleben. Die Feindseligkeit und der Druck vonseiten der ganzen Gesellschaft machen es gefährlich, ihren Glauben mit Familienangehörigen, Verwandten, Nachbarn, Freunden oder Kollegen zu teilen. Für tunesische Christen ist es aufgrund der Risiken, die eine mögliche Aufdeckung mit sich bringen würde, auch schwierig, sich zu Gottesdiensten zu versammeln und Gemeinschaft miteinander zu haben.

Beispiele

  • Kirchliche Einrichtungen und Gebäude werden überwacht, vordergründig aus Sicherheitsgründen, aber auch zum Zweck der Kontrolle.
  • Während des Berichtszeitraums des Weltverfolgungsindex 2018 wurden mehr als ein Dutzend Christen aufgrund ihres Glaubens von den Behörden festgenommen und verhört.
  • Im Februar 2017 wurde berichtet, dass ein christlicher Friedhof in der Stadt Sfax verwüstet wurde. Es wird angenommen, dass der Vorfall religiös motiviert war.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit 62 Punkten auf dem Weltverfolgungsindex (WVI) 2018 ist die Wertung für Tunesien im Vergleich zum WVI 2017 um einen Punkt angestiegen. Obwohl der Druck auf Christen in Tunesien in einigen Lebensbereichen abgenommen hat (z. B. durch eine Gesetzesreform hinsichtlich des Eherechts), hat eine Zunahme der Gewalt diesen Effekt für die Gesamtpunktzahl mehr als aufgewogen.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Diese Triebkraft der Verfolgung wirkt auf verschiedenen Ebenen: Innerhalb der Familie erhalten Konvertiten vom Islam zum Christentum oftmals keinerlei Unterstützung für ihre Entscheidung zum Glaubenswechsel. Es gibt Fälle, bei denen Christen mit muslimischem Hintergrund von ihren eigenen Familien in ihren Häusern eingesperrt wurden. Auf gesellschaftlicher Ebene verbreiten extremistische islamische Kämpfer Angst im ganzen Land. Auf politischer Ebene sind islamistische Parteien nach wie vor einflussreich. Die Verbindungen zwischen einigen islamistischen Bewegungen und dem organisierten Verbrechen sollten nicht unterschätzt werden. Sie sorgen für viel Unruhe in der tunesischen Gesellschaft und tragen dazu bei, dass die ohnehin schon große Angst unter den Christen zunimmt. Der Premierminister hat kürzlich die Verbindung zwischen Terrorismus und organisiertem Verbrechen und Korruption mit folgenden Worten hervorgehoben: „Wir sind überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen Schmuggel, Terrorfinanzierung, grenzüberschreitenden Aktivitäten und auch Kapitalflucht gibt.“

3. Verfolger

Die Verfolgung in Tunesien geht hauptsächlich von gewalttätigen religiösen Gruppen aus, insbesondere militanten islamischen Gruppen. Obwohl das Land als Erfolgsgeschichte des Arabischen Frühlings gefeiert wird und daher einen guten Ruf hat, sind extremistische islamische Lehren und Militanz weit verbreitet, vor allem unter der Jugend. Solche extremistischen Gruppen (deren Anhängerzahl mit den Rückkehrern von den Kämpfen in Syrien und im Irak zunimmt) gehören zu den stärksten Verfolgern. Von gewöhnlichen Bürgern wie Nachbarn und Familienangehörigen geht ebenfalls Verfolgung aus, insbesondere für tunesische Christen muslimischer Herkunft. Dies geschieht vor allem außerhalb der großen Stadtgebiete. Auch die Regierung und der Staatsapparat können als Verfolger betrachtet werden, da sie Gemeinden von Christen mit muslimischem Hintergrund die Registrierung und offizielle Anerkennung verweigern.

4. Hintergrund

In Tunesien hatte es im Vorfeld der Jasminrevolution (Arabischer Frühling) eine große gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unzufriedenheit gegeben. Am 14. Januar 2011 flohen Präsident Zine El Abidine Ben Ali und sein engster Kreis nach Saudi-Arabien. Das Regime fiel und eine Übergangsregierung wurde gebildet. Die politische Landschaft in Tunesien hat sich seither verändert. Am 26. Januar 2014 wurde eine neue Verfassung verabschiedet. Anschließend führte Tunesien im Dezember 2014 Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durch, die das Ende der Übergangsphase markierten. Die Präsidentschaftswahlen gingen in eine zweite Runde und in dieser Stichwahl wurde Beji Caid Essebsi zum Wahlsieger erklärt.

Aufgrund der Tatsache, dass keine einzelne Partei eine Mehrheit im Parlament gewinnen konnte, und aufgrund der Schwierigkeiten, die tunesischen Wirtschaft anzukurbeln, gibt es seit den Parlamentswahlen 2014 in Tunesien einen ständigen Wechsel der Premierminister und Regierungen. Die wesentlichen Herausforderungen, mit denen sich diese aufeinanderfolgenden nationalen Einheitsregierungen auseinandersetzen müssen, sind: 1.) die wachsende Bedrohung durch militante islamische Gruppen in der Region und 2.) die Wirtschaftskrisen, die vor allem durch den Rückgang des Tourismus verursacht wurden, der eine der tragenden Säulen der tunesischen Wirtschaft war. Nach aktuellem Stand am Ende des Berichtszeitraums zum WVI 2018 führt Youssef Chahed eine Einheitsregierung an, die aus einer Koalition säkularer, islamistischer und linker Parteien besteht und von Parteilosen und einer Gewerkschaft unterstützt wird.

Trotz der Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft bleibt Tunesien das einzige Land, in dem der Arabische Frühling zur Bildung einer demokratischeren und legitimierten Regierung geführt hat, in der säkulare und islamistische Parteien auf der Grundlage von Konsens und Kompromissen miteinander regieren können. Eine interessante Entwicklung in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Ennadha, ehemals die größte und bedeutendste islamistische Partei Tunesiens, offiziell zu einer säkularen Partei geworden ist. Gleichzeitig gibt es extremistische islamische Parteien wie die Hizb ut-Tahrir, die die tunesische Regierung als Bedrohung der öffentlichen Ordnung zu verbieten versucht. Tunesien hat sich außerdem als das Herkunftsland herausgestellt, aus dem die meisten ausländischen Kämpfer in Syrien stammen. Viele von ihnen kehren nach Tunesien zurück, nachdem sie vom Islamischen Staat (IS) radikalisiert wurden.

5. Betroffene Kategorien von Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Ausländische Christen haben relativ viel Freiheit, obwohl öffentliche Evangelisation nicht toleriert wird. Ausländische Christen, die in den wenigen internationalen Kirchen Gottesdienste abhalten, stoßen kaum auf Probleme, einheimische Christen tragen die Hauptlast der Verfolgung.

Christen muslimischer Herkunft

Christen mit muslimischem Hintergrund sind verschiedenen Formen der Verfolgung ausgesetzt, z. B. durch ihre Familienangehörigen. Allerdings steht es ihnen (und anderen) mehr oder weniger frei, Informationen über den christlichen Glauben zu suchen und zu erhalten, insbesondere Inhalte, die online gestellt werden.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben: 11.900
Familienleben: 13.200
Gesellschaftliches Leben: 10.600
Leben im Staat: 10.700
Kirchliches Leben: 12.000
Auftreten von Gewalt: 3.900

Grafik: Verfolgungsmuster Tunesien

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster

  • Die durchschnittliche Wertung für den Druck auf Christen in Tunesien beträgt wie beim WVI 2017 11,7 Punkte, auch wenn es leichte Verschiebungen bei den Punktzahlen für die einzelnen Lebensbereiche gibt.
  • Der Druck ist am stärksten im Bereich „Familienleben“. Der Grund dafür ist, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung muslimisch ist und die meisten Tunesier trotz der Bemühungen der Regierung, das Bild eines liberalen, offenen und demokratischen Landes zu vermitteln, von weniger toleranten Versionen des Islam beeinflusst sind, besonders außerhalb der großen Metropolen. In diesem Zusammenhang werden Christen mit muslimischem Hintergrund von ihren Angehörigen stark unter Druck gesetzt, ihren Glauben zu widerrufen.
  • Die Punktzahl für das Auftreten von Gewalt in Tunesien beträgt für den Berichtszeitraum des WVI 2018 3,9; gestiegen von 3,0 Punkten beim WVI 2017. Die quantitative Zunahme von Gewalttaten kann zum Teil auf die Rückkehr tunesischer Kämpfer zurückgeführt werden, die sich dem IS im Irak und in Syrien angeschlossen hatten. Sie wurden weiter radikalisiert und sind kampferprobt.

Privatleben

Christen muslimischer Herkunft werden unter Druck gesetzt, wenn ihr Glaubenswechsel im privaten Umfeld bekannt wird. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den ländlichen Gebieten und der Hauptstadt Tunis, wo die Situation vergleichsweise besser ist. Die meisten Christen mit muslimischem Hintergrund (vor allem junge Menschen) erleben in irgendeiner Form Widerstand, Ablehnung und/oder Verfolgung wegen ihres Glaubenswechsels. Vor allem für junge Konvertiten ist es schwierig, regelmäßig in der Bibel zu lesen und einen Ort zu finden, an dem sie beten können, weil sie dafür bedrängt und unter Druck gesetzt werden könnten.

Familienleben

Die Freiheit einer christlichen Familie, ihr Familienleben auf christliche Weise zu führen, ist begrenzt. Jeder Tunesier wird automatisch als Muslim registriert. Ausländer bekommen keine Probleme, solange ihre Kinder ihre ausländische Staatsbürgerschaft behalten. Christen muslimischer Herkunft müssen akzeptieren, dass ihre offiziellen Dokumente sie als Muslime ausweisen. Jeder Versuch, dies zu ändern, ist zum Scheitern verurteilt und hat Konsequenzen.

Gesellschaftliches Leben

Christen muslimischer Herkunft erhalten Drohungen von ihren Familien oder aus der sie umgebenden Gesellschaft, wenn ihr Glaubenswechsel bekannt wird. Besonders in ländlichen Gegenden des Landes haben junge Christinnen mit muslimischem Hintergrund Angst davor, zur Ehe mit einem Muslim gezwungen zu werden. Es gibt auch Fälle, in denen Konvertiten zum christlichen Glauben von ihrer Universität verwiesen wurden oder nicht zur Schule gehen können, weil sie von zu Hause vertrieben wurden. Manchmal werden Kunden aufgefordert, nicht in Geschäften einzukaufen, die von einem Christen geführt werden.

Leben im Staat

Im Umgang mit den Behörden werden Christen in der Regel benachteiligt. Es gibt kaum Christen unter den hochrangigen Politikern und Beamten in Tunesien. Eine offizielle Registrierung ihrer Gemeinde ist für tunesische Christen muslimischer Herkunft unmöglich. Nur Kirchen für Ausländer ist es erlaubt, christliche Symbole zu zeigen.

Kirchliches Leben

Obwohl die tunesische Verfassung derzeit Religionsfreiheit respektiert und die Abkehr vom Islam nicht verboten ist, gehen Vertreter der Regierung in der Praxis oft nach ganz anderen Maßstäben vor. Der Import christlicher Bücher in arabischer Sprache wird von den Behörden behindert. Tunesische Christen muslimischer Herkunft können ihre Gemeinden nicht registrieren lassen und seitdem Tunesien im Jahr 1956 die Unabhängigkeit erlangte, wurde keine neue Kirche mehr offiziell registriert. Dies steht im krassen Gegensatz zu dem Gesetz, das den Bau und den Betrieb von Moscheen reguliert. Registrierte Gemeinden können frei agieren, sehen sich aber mit praktischen Problemen konfrontiert, besonders hinsichtlich ihrer Immobilien, der Einstellung von Mitarbeitern sowie Genehmigungen für die Veröffentlichung und Verbreitung christlicher Texte in arabischer Sprache.

Auftreten von Gewalt

Die gewalttätige Verfolgung von Christen scheint im Berichtszeitraum des WVI 2018 zugenommen zu haben, auch wenn die Punktzahl für das Auftreten von Gewalt nicht so hoch ist wie in anderen Ländern der Region (wie Ägypten und Libyen).

Beispiele:

  • Ein 29-jähriger Christ mit muslimischem Hintergrund wurde aus dem Haus vertrieben, das er mit seinem eigenen Geld auf dem Land seines Vaters gebaut hatte. Seine Familie vertrieb ihn aus dem Haus und war nicht bereit, ihm das Geld zu geben, das er in den Bau des Hauses investiert hatte. Er wurde schwer verletzt, als er von Jugendlichen zusammengeschlagen wurde, die einer extremistischen islamischen Gruppe namens Ansar al-Sharia angehören. Zudem wurde er einige Male von der Polizei unter verschiedenen Vorwänden wegen seines christlichen Glaubens verhaftet.
  • Ein christlicher Friedhof in der Stadt Sfax wurde verwüstet. Es wird angenommen, dass der Angriff religiös motiviert war.
  • Während des Berichtszeitraums des WVI 2018 wurden mehr als ein Dutzend Christen aufgrund ihres Glaubens von den Behörden festgenommen und verhört.
  • Eine 23-jährige Christin muslimischer Herkunft konnte ihren christlichen Verlobten (der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt) nicht heiraten, da sie nach tunesischem Recht immer noch als Muslima gilt und es ihr somit untersagt ist, einen Nichtmuslim zu heiraten.

7. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

Obwohl sich die politische Lage in Tunesien stabilisiert zu haben scheint, bedeutet dies nicht, dass zu erwarten ist, dass der Druck auf die Christen abnehmen wird. Tatsächlich sind Gesellschaft und Kultur, insbesondere in ländlichen Gebieten, nach wie vor gegen Christen eingestellt; politische Veränderungen haben darauf keinen Einfluss. Die Verfassung Tunesiens mag als positiver Schritt nach vorn erscheinen, allerdings ist die Formulierung allgemein genug gehalten, um restriktive Interpretationen zu ermöglichen. Dies wird stark von der Art der Regierung, die an der Macht ist, und ihrer Haltung gegenüber religiösen Minderheiten abhängen.

Tunesien sieht sich einer echten Bedrohung durch Instabilität und Konflikte ausgesetzt, die aus der zunehmenden Aktivität extremistischer islamischer Gruppen im Land resultieren. Die Situation wird noch beunruhigender, da viele tunesische islamische Kämpfer, die an der Seite des IS in Libyen gekämpft haben, nun mit dem offenbaren Niedergang des IS in Libyen nach Hause zurückkehren. Wenn Gruppen wie Hizb ut-Tahrir mehr Einfluss in Tunesien gewinnen, wird sich die Situation für die Christen im Land wesentlich verschlechtern und die Verfolgung von Christen könnte noch stärker und gewalttätiger werden.

8. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Tunesien

  • Beten Sie für christliche Jugendliche, die wegen ihres Glaubens abgelehnt und verfolgt werden. Beten Sie für junge Christen, die heiraten wollen; sie sind mit viel Widerstand und Druck von nichtchristlichen Familienmitgliedern konfrontiert.
  • Beten Sie für die Christen, die durch die Verfolgung die Hoffnung verlieren und nicht wissen, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Beten Sie, dass ihnen bewusst wird, dass Jesus immer bei ihnen ist.
  • Beten Sie, dass Jesus die Pläne muslimischer Extremisten vereitelt, Chaos im Land zu schaffen. Beten Sie, dass Jesus ihre Herzen berührt und sie ihre Knie vor ihm beugen.

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