Uganda

Weltverfolgungsindex
2018
ISO
UG

Land unter Beobachtung

Uganda

 

Uganda

 

Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Diese Triebkraft kann aufgeteilt werden in 1) die zunehmenden Aktivitäten islamischer Extremisten im Land und 2) die gewaltsamen Aktivitäten der Miliz Allied Democratic Forces (ADF). Laut eines Feldforschers haben die Tabliqs (eine Gruppe strenger Muslime, deren Anhänger sich als muslimische Missionare darstellen) den Islam in Gebieten wie Mbale, Kasese, Arua/Yumbe weiter verbreitet. Von ihrer Basis im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus hat die ADF, eine Miliz, die von Tabliqs gegründet wurde, Angst unter den Christen verbreitet. Diese Gruppe hat viele Jugendliche aus Uganda rekrutiert. Der schwierigste Aspekt dabei ist die Tatsache, dass diese Gruppe ein Klima der Intoleranz schafft. Ugandische Muslime waren früher nicht intolerant. Doch Sympathisanten der ADF predigen die Idee eines islamischen Staats in Uganda und Teilen des Kongo. Dies lässt die Kultur der Toleranz schwinden. Im östlichen Teil des Landes gab es Druck auf die Christen vonseiten der muslimischen Gemeinschaft, die keine Kirchen in ihrem Gebiet haben wollte. Christen muslimischer Herkunft und Kirchenleiter sind häufig Opfer von Verfolgung.

 

Verfolger

Nichtchristliche religiöse Leiter, fanatische Gruppen und einige Regierungsbeamte, manche Kirchenleiter und Familienmitglieder (vor allem die von ehemaligen Muslimen) gehören zu den Verfolgern. Sie alle üben Druck in den verschiedenen Lebensbereichen in unterschiedlich starkem Ausmaß aus.

 

Betroffene Kategorien von Christen

  • Alle Christen, die in Gebieten mit Tendenzen zu islamischem Extremismus leben, werden verfolgt. Insbesondere ehemalige Muslime haben große Probleme, ein normales Leben zu führen. So kann zum Beispiel der Besitz christlicher Schriften oder eine Unterhaltung mit Familienmitgliedern oder Ortsansässigen über den christlichen Glauben zu Verstoßung, ernsthaften körperlichen Angriffen und sogar Tod führen. Schikane und Belästigungen sind vor allem in den östlichen Teilen des Landes weit verbreitet.
  • Im Berichtszeitraum des WVI 2018 wurden zwei Christen von extremistischen Muslimen ermordet und zwei Kirchen wurden angegriffen und beschädigt.

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