Indien: Versorgung in schwierigen Zeiten

Seema vor ihrem Laden, Indien
Seema* in ihrem Geschäft



Zitat
„Meine Familie hat mich verlassen, aber Jesus ist immer bei mir gewesen. Er gibt mir alle Liebe, die ich im Leben brauche.“
Seema*

 

Als zehnjähriges Mädchen wurde Seema* von ihren Eltern verstoßen, nachdem sie bei einem Unfall schwere Verbrennungen erlitten hatte. Eine Gruppe von Christen nahm sich ihrer an, pflegte sie und betete für sie. Als sie zur Überraschung des ganzen Dorfes nach einem Jahr gesund wieder nach Hause zurückkehrte, weigerte sich ihre Familie jedoch, sie wieder aufzunehmen. Dahinter steckte die Angst vor den Reaktionen der Dorfgemeinschaft, weil Seema so lange mit Christen zusammengelebt hatte.

In der Folgezeit verdiente sich Seema ihren Lebensunterhalt als Haushaltshilfe. Sie vertraute fest darauf, dass Jesus sie versorgen würde. Ihre Eltern lehnten sie weiterhin ab, aber nach deren Tod nahm Seema sich ihrer drei jüngeren Geschwister an. Um alle ernähren zu können, eröffnete sie zusätzlich einen kleinen Laden.

Als Mitarbeiter von Open Doors ihre Geschichte hörten, luden sie Seema zu einem Verfolgungsseminar speziell für Frauen ein. Hier wurde die junge Frau in ihrem Glauben ermutigt und gefestigt. Zudem erhielt sie praktische Unterstützung in Form einiger Haushaltsartikel sowie finanzieller Hilfe zur Erweiterung ihres Ladens.

„Früher war mein Geschäft sehr klein und es kamen kaum Kunden. Aber durch die Unterstützung von Open Doors kann ich nun viel mehr Sachen verkaufen. Es läuft sehr gut. Ich preise Jesus dafür, dass er mich so umfassend versorgt“, sagt sie und dabei stehen ihr die Freude und Dankbarkeit ins Gesicht geschrieben.

Viele Christen in Indien werden wie Seema wegen ihres Glaubens an Jesus von ihrer Familie verstoßen. Oft ist Armut die Folge, sodass Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte wie Mikrokredite und Ausbildungskurse ein wichtiger Bestandteil der wachsenden Unterstützung für die Kirche im Land sind.


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