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Ägypten: Sechs Christen erschossen

Wahllos schossen sie in die Menschenmenge.

In Ägypten endete ein koptischer Weihnachtsgottesdienst mit einer Gewalttat. Nach der nächtlichen Weihnachtsmesse am 6. Januar in der St.-Johannes-Kirche in Nag Hammadi standen die Besucher vor der Kirche zusammen. Plötzlich näherte sich ein Auto. Mutmaßlich drei fanatische Muslime schossen wahllos auf die Menschenmenge. Sechs Christen und ein Wachmann wurden getötet. Neun weitere teilweise schwer verletzt.

Polizei reagierte nicht

Trotz vorheriger Gewaltandrohung lehnte es die Polizei ab, die Sicherheitskräfte zum Schutz der Kirche zu verstärken. Wie viele orthodoxe Glaubensgemeinschaften feiern Kopten das Christfest am 7. Januar. Wie Zeugen der Polizei berichteten, soll unter den Tätern der ortsansässige Muslim Mohammed Ahmed Hussein gewesen sein. Wie es hieß, sei Hussein für frühere Verbrechen bislang nicht verhaftet worden, weil er unter dem Schutz einflussreicher Mitglieder der regierenden Nationaldemokratischen Partei stehen soll.

Racheakt angedroht

Aus Sicherheitsgründen war der Gottesdienst bereits um 23 Uhr beendet worden. Einige Gemeindemitglieder hatten zuvor Drohanrufe erhalten, dass Muslime während der Weihnachtsfeierlichkeiten die Vergewaltigung des Mädchens rächen wollen. Im November 2009 soll ein 12-jähriges muslimisches Mädchen von einem koptischen Jugendlichen entführt und vergewaltigt worden sein, woraufhin hunderte Muslime in Farshut, nahe Nag Hammadi, die Geschäfte von Christen niederbrannten. Am 7. Januar zogen Tausende von Kopten in Nag Hammadi auf die Straße, um gegen den mangelhaften Schutz von Christen in Ägypten vor muslimischer Gewalt zu demonstrieren. Schätzungsweise 5.000 Kopten nahmen an der Beerdigung der sechs Christen teil.

Quelle: Compass Direct

Gebetsanliegen:

- Beten Sie für die Christen in Ägypten. Radikale Muslime gehen immer wieder gegen Christen vor.

- Beten Sie für dafür, dass die Regierung Kirchen vor Angriffen schützt.

- Beten Sie für Muslime, die Christen wurden. Häufig müssen sie vor ihrer eigenen Familie fliehen, die es als Schande ansieht, wenn ein Muslim den Islam verlässt.

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