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Ägypten: Viel Licht und auch viel Schatten

(Open Doors) – Der Kampf um die Herzen der Menschen – in Politik, Gesellschaft, Medien und Religion – ist in Ägypten deutlich zu erkennen. Nachdem die Gewalt der Muslimbrüder unter dem ehemaligen Präsidenten Mursi beendet worden war, übernahm der damalige Oberbefehlshaber der ägyptischen Streitkräfte, Abd al-Fattah al-Sisi, die Führung des wirtschaftlich noch immer sehr angeschlagenen Landes. Viele Christen atmeten auf. Der neue Präsident äußerte bereits mehrfach, dass er – selbst Muslim – eine Reform des Islam wünsche. Am 6. Januar 2016 versprach al-Sisi den Christen im Weihnachtsgottesdienst der Kopten, dass die unter Mursi zerstörten Kirchen wieder aufgebaut werden würden. Am 17. Juni wurden jedoch in al-Bayda 1, einer Siedlung nahe Alexandria, mindestens zwei Häuser zerstört und zehn geplündert, weil die Bevölkerung den Verdacht hatte, ein einheimischer Christ dort wolle sein Haus in eine Kirche umfunktionieren.

Oberster Imam fordert: "Tod allen, die vom Islam abfallen"

Ganz andere Töne als vom Präsidenten kommen aus der Al-Azhar-Universität in Kairo, die für sunnitische Muslime weltweit wegweisend ist. Der Oberste Imam, Ahmed el-Tayyib, ließ am 16. Juni im ägyptischen Staatsfernsehen wissen: Wer den Islam verlässt, muss – wenn er nicht umkehrt – getötet werden. Das ist gleichermaßen eine Bedrohung für tausende Christen muslimischer Herkunft wie auch Freibrief und Aufruf, solche Abtrünnigen zu töten. Zudem sind Christen durch die Blasphemiegesetze gefährdet.

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Außergewöhnliche Öffnung in den Medien

Am 9. April enthielt die landesweit auflagenstärkste Tageszeitung Al-Ahram einen ganzseitigen Artikel über die "Liebe im Christentum" – ein einziges Loblied auf die Botschaft der Liebe in der Bibel. Der Autor, ein Muslim und renommierter Journalist, zitierte dabei 50 (!) Bibelverse, auch 1. Johannes 4,10: "Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden".

Am Ostersonntag lud das staatliche Fernsehen zur besten Sendezeit um 19.40 Uhr zwei christliche Leiter ein, um mit ihnen über die Wahrheit sowie die Bedeutung des Todes von Jesus Christus am Kreuz und seiner Auferstehung zu sprechen. Millionen Ägypter saßen vor dem Fernseher und lauschten dem Evangelium.

Die Gemeinden beten anhaltend für alle Menschen im Land. Beten Sie mit?

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