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Afghanistan: Wie geht es Said Musa?

Ehemaliger Muslim war wegen Apostasie im Gefängnis - Open Doors initiiert Briefschreibaktion an Familie

 

(Open Doors) - Vor einem Jahr wurde Said Musa aus Afghanistan nach intensiven diplomatischen Bemühungen aus dem Gefängnis entlassen. Am 21. Februar 2011 hat der damals 46-jährige Vater von sechs Kindern das Land verlassen. Denn nur durch seine Rückkehr zum Islam hätte er weiter in Afghanistan leben können. Doch er wollte Jesus nicht verraten, so blieb ihm nur die Flucht aus seinem Heimatland.

Afghanistan: Said Musa passte Prothesen an/Quelle: unbekanntRückblick: Nachdem ein afghanischer Fernsehsender Bilder einer Taufe von Muslimen, die Christen geworden sind, ausgestrahlt und ihre Gesichter dabei offen gezeigt hatte, wurde Said Musa im Mai 2010 verhaftet und wegen Apostasie (Abfall vom Islam) angeklagt. Darauf steht in Afghanistan nach islamischem Recht die Todesstrafe. Nahezu neun Monate war der Christ muslimischer Herkunft und ehemalige Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes gefangen. Vor mehr als neun Jahren entschied er sich für den christlichen Glauben. Im Gefängnis missbrauchten ihn Gefängniswärter und Mithäftlinge. Er wurde mit Schlafentzug gequält. Mehrfach hatte Open Doors zum Gebet für ihn aufgerufen. Bewegt von seinem Schicksal, setzten sich viele Christen auf der ganzen Welt für ihn ein. (Foto Musa: Quelle unbekannt)

Wie geht es Said Musa heute?

Said Musa lebt heute seiner Frau und den Kindern in einem anderen Land. Zum Schutz der Familie wird ihr Aufenthaltsort geheim gehalten. Die achtköpfige Familie lebt in einer kleinen Wohnung. Die Kinder gehen zur Schule; eines ist behindert und besucht eine Sonderschule. Die Musas haben sich einer Kirchengemeinde angeschlossen, wo die Glaubensgeschwister sie sehr unterstützen. Doch die schrecklichen Erlebnisse haben tiefe Spuren nicht nur bei Said Musa, sondern auch bei seiner Frau und den Kindern hinterlassen. Zudem macht ihnen das Leben in einer fremdartigen Kultur, die fehlenden Sprachkenntnisse und die Arbeitslosigkeit zu schaffen. Sie vermissen ihre Heimat, den vertrauten Alltag und Verwandte und Freunde. Doch der Familienvater gibt nicht auf. Ermutigt habe ihn auch die Solidarität vieler Christen, so Musa: "Ich sehne mich nach einer Arbeit und wieder Teil eines christlichen Dienstes zu sein." Er würde gern anderen Flüchtlingen, die seine Sprache sprechen, von der Liebe Jesu erzählen.

Bitte beten Sie für die Familie Musa.

  • Beten Sie, dass die Familie die vielen Herausforderungen in der neuen Heimat bewältigen kann und sich die Kinder gut integrieren. Die Großfamilie würde gern in ein Haus umziehen.
  • Beten Sie, dass Said Musa eine Arbeit findet, damit die Familie auf eigenen Beinen stehen kann.
  • Beten Sie, dass Gott ihre seelischen Verletzungen heilt. Möge er ihnen innere Ruhe und Frieden geben.

 

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