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Albanien: Historisches Treffen zur weltweiten Christenverfolgung

145 Kirchenleiter beraten im ehemals "ersten atheistischen Staat der Welt"

(Open Doors, Kelkheim) – Am 4. November kam es in der albanischen Hauptstadt Tirana zu einem historischen Empfang von 145 Kirchenleitern aus aller Welt durch den albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama. Die Geistlichen waren drei Tage lang zusammengekommen, um eines der drängendsten Themen der weltweiten Christenheit zu erörtern: Die weltweite Christenverfolgung.

Signal an verfolgte Christen: Die Gemeinde Jesu lebt!

Sowohl der Empfang als auch die Zusammenkunft sind gleich aus mehreren Gründen historisch zu nennen: Exakt 25 Jahre vor dem Empfang hatte ein albanischer Priester sein Leben riskiert, als er auf einem Friedhof des "weltweit ersten atheistischen Staates" eine Messe hielt. Erstmals in der modernen Geschichte der Christenheit kamen bei der Konferenz hochrangige Leiter und Vertreter der unterschiedlichen Kirchentraditionen zusammen: orthodoxe, katholische, protestantische, evangelikale und pfingstkirchliche Christen. Als Unterkunft diente ein Hotel, das auf dem Fundament einer 1967 zerstörten Kathedrale erbaut wurde. Mit dem Treffen in der wiedererrichteten "Kathedrale der Auferstehung Christi" wollten die Teilnehmer auch ein Zeichen der Ermutigung für bedrängte Christen in Ländern wie Syrien, dem Irak oder Nigeria setzen: Selbst dort, wo der christliche Glaube für tot erklärt wird, lebt die Gemeinde Jesu weiter. Ein weiteres Anliegen der Teilnehmer war, auf verfolgte Christen zu hören, von ihnen zu lernen und ihnen beizustehen.

Erzbischof von Mossul: Genozid an Christen im Irak

In ihrer Einladung stellten die Organisatoren heraus, das 21. Jahrhundert sei voll von schmerzlichen Berichten treuer Menschen, die ihre Hingabe an Christus mit Leiden, Folter und dem Tod bezahlt haben. Als ein Vertreter dieser Christen kam der ehemalige Erzbischof von Mossul (Irak), Basilios Georges Casmoussa zu Wort: "Erleben wir nicht gegenwärtig einen sozio-kulturellen Genozid an den Christen des Irak? Ein Genozid beginnt nicht erst bei der physischen Auslöschung eines Volkes, sondern mit der systematischen Zerstörung seiner sozialen Bindungen, seiner Kultur, seiner gemeinschaftlichen Geschichte und Überlieferungen, ebenso wie seiner Zukunft und aktiven Präsenz im Land seiner Vorfahren. Die Christen in der Ninive-Ebene erleben täglich massive Diskriminierung. Wenn sie verschwinden, steht die Existenz der christlichen Gemeinschaft im Irak auf dem Spiel."

Westliche Christen: Mangel an Sensibilität und Ignoranz

"Die westliche Kultur ist geprägt von einem starken Schuldbewusstsein aufgrund vergangener Fehlentwicklungen und Gewalt, die im Namen des Christentums begangen worden ist", führte einer der Hauptredner, Professor Dr. Andrea Riccardi aus. Dieses – durchaus berechtigte –Bewusstsein habe allerdings eine andere Realität fast vollständig überlagert, die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert ziehe: Die Verfolgung von Christen. "Christliche Gemeinschaften sind vielfach mit sich selbst beschäftigt und überhören häufig die Rufe aus einer Welt, in der Männer wie Frauen des Glaubens gedemütigt und verfolgt werden. Ihnen fehlt das Gespür für die zutiefst schmerzhaften Erinnerungen des 20. Jahrhunderts. Diese Unkenntnis der Vergangenheit und gegenwärtige Insensibilität bedingen einander." Und weiter: "Oftmals haben Kirchen und Christen sich gegenüber dem leidenden Teil des Leibes Christi verweigert, weil Angehörige anderer Konfessionen betroffen waren, auch weil sie weit entfernt lebten oder das Thema unbequem war."

In ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung wiesen die Teilnehmer darauf hin, dass die gemeinsame Anstrengung aller christlichen Kirchen erforderlich ist, um das christliche Zeugnis angesichts von Diskriminierung, Verfolgung und Tod zu stärken. Wörtlich heißt es: "Wir müssen dringend die Solidarität aller Christen stärken und in diesem Sinne die Ergebnisse der vergangenen Tage fortführen."

Quelle: World Watch Monitor, Open Doors

Bitte beten Sie, dass diese Konferenz konkrete Auswirkungen für verfolgte Christen hat

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  • Beten Sie für Christen in Gebieten wie dem Irak, Syrien und dem Norden Nigerias, wo die Gemeinde Jesu tatsächlich in ihrer Existenz bedroht ist.
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