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Angriffe auf Christen in Indien

Erneut wurden in den vergangenen Monaten Christen in mehreren indischen Bundesstaaten angegriffen. Beten wir für die Glaubensgeschwister.
 
Indien/Bundesstaat Chhattisgarh: Sikhs beschuldigen Pastor der Zwangsbekehrungen
(6. Mai 2009) – Anhänger der Sikhs haben mehrere Pastoren aus Neu Delhi im ostindischen Bundesstaat Chhattisgarh während einer christlichen Veranstaltung verleumdet. Die Christen waren vom Sikhismus zum Christentum konvertiert und nahmen an einer Konferenz der "Christian Community Church" im Bezirk Durg als Gastredner teil. Der Vorfall ereignete sich am 20. April. Die Sikhs bezeichneten die Männer als Verräter, die Zwangsbekehrungen vornehmen und verlangten von der Polizei deren Verhaftung. Später reichten sie Beschwerden beim Gouverneur sowie dem Innenminister von Chhattisgarh ein. Die Polizei schickte die Pastoren nach New Delhi zurück.
 
Indien/Bundesstaat Chhattisgarh: Ermittlungen gegen Pastor
(6. Mai 2009) – Anhänger der Hindupartei Bharatiya Janata Party (BJP) und weiterer Gruppen aus Tarbahar im ostindischen Bundesstaat Chhattisgarh bezichtigten Pastor Markus Ram, illegal große Mengen an Alkohol zu lagern. Unbekannte hatten, nach Informationen von Compass Direct, die Mengen zuvor bei der Pastorenwohnung auf dem Kirchengelände abgestellt. Am 15. April schleppten die Männer den Pastor gegen zwei Uhr morgens zur Polizeistation und verlangten seine Verhaftung. Nach Gesprächen zwischen Kirchenleitern und der Polizei kam Markus Ram am Nachmittag wieder frei. Die Polizei ermittelt jedoch weiter gegen ihn.
 
Indien/Bundesstaat Chhattisgarh: Anzeige wegen Einladung zum Gottesdienst
(6. Mai 2009) – Wegen angeblicher Zwangsbekehrungsversuche von vier Hindus wird gegen den Christen Gyan Singh im Bundesstaat Chattisgarh ermittelt. Radikale Hindus aus der Region Bilaspur erfuhren, dass Singh die vier zu einem Gottesdienst in der Kapelle des Missionskrankenhauses von Bilaspur eingeladen hatte. Nachdem sich das Gerücht in der Gegend verbreitet hatte, Singh würde Hindus zum Christentum verführen, versammelte sich eine Gruppe von aufgebrachten Hindus vor der Polizeistation und erstattete Anzeige. Trotz mangelnder Beweise verhaftete die Polizei Singh wegen "Förderung von Feindschaft zwischen verschiedenen Religionsgruppen" und "absichtlicher, arglistiger Handlungen zur Verletzung religiöser Gefühle". Gemeindeleiter bestritten jedes Fehlverhalten von Christen der Umgebung.
 
Indien/Bundesstaat Chhattisgarh: Wahlhelferin der Zwangsbekehrung beschuldigt
(6. Mai 2009) – In Pratap Chowk im ostindischen Bundesstaat Chhattisgarh wurde eine Christin am 7. April von der Polizei über Stunden festgehalten. Anhänger der Hindupartei Bharatiya Janata Party (BJP) warfen der Sozialarbeiterin vor, in Wahlhelferfahrzeugen christliche Literatur und Anti-Hindu-Anstecknadeln zu transportieren, um Hindus zum Übertritt zum Christentum zu verführen und damit den "Geist der Menschen gegen den Hinduismus zu verschmutzen". Sie wurde auf Kaution entlassen. Christen vor Ort wiesen die Behauptungen zurück; die Bücher seien der Frau untergeschoben worden.
 
Indien/Bundesstaat Karnataka: Gebetsversammlung von Hindus gestürmt
(6. Mai 2009) -  Anhänger der nationalistischen Hindutva verprügelten im südindischen Bundesstaat Karnataka am 12. April einen Pastor. Rajesh Kurdekar aus dem Bezirk Shimoga soll Hindus zwangsbekehrt haben. Wie der Gesamtrat indischer Christen (GCIC) berichtete, sollen etwa 20 Extremisten eine Gebetsversammlung der Gemeinde von Pastor Rajesh Kurdekar gestürmt haben, die Mitglieder fotografiert und vor weiteren Gottesdienstbesuchen gewarnt haben. Die Hindutva-Bewegung will die indische landesweite demokratische Verfassung durch eine hinduistische ersetzen. Obwohl der Religionswechsel in Indien erlaubt ist, drohen die nationalistischen Hindus damit, die Fotos als Beweise für "Bekehrungsaktivitäten" gegen den Pastor zu verwenden. Pastor Kurdekas beschwerte sich bei der Polizei, die ihn jedoch ermahnte, er solle kein "Ärgernis" verursachen, indem er weiter Gebetsgottesdienste abhält. Aus Angst vor den Extremisten sei am 19. April niemand zum Gottesdienst erschienen, hieß es.
 
Indien/Bundesstaat Maharashtra: Verwüstung bei Sonntagsmesse
(6. Mai 2009) - Fast 25 Hindu-Extremisten stürmten einem Bericht der "Times of India" zufolge während der Sonntagsmesse am 19. April die 100 Jahre alte "Douglas Memorial Church" von Saoner, etwa 40 Kilometer von Nagpur. Die Männer riefen "Heil Lord Ram, Heil Lord Bajrang", zerrissen Bücher – darunter die Altarbibel – und beschädigten Mobiliar, Musikinstrumente und den Altar. Zwei Frauen wurden leicht verletzt. Die mit Stöcken und Schwertern bewaffneten Hindus zerschlugen auch die Fenster des vor der Kirche parkenden Missionsbusses. Ein Täter soll dem Pfarrer gesagt haben: "Beim nächsten Mal wird es schlimmer". Die Bezirkspolizei von Nagpur nahm sieben Personen fest.  
 
Indien/Bundesstaat Andhra Pradesh: Gemeindehaus angezündet
(6. Mai 2009) – Hindu-Extremisten setzten im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh ein Gemeindehaus in Brand. Der Verfall ereignete sich am 24. März in Chitoor. In der "Jesus Prayer House Church" wurden durch das Feuer Bibeln, Gesangbüchern, Mobiliar und das Strohdach vernichtet. Der Schaden beträgt umgerechnet 460 Euro. Laut einem Kirchenvertreter sei der Pastor von der extremistischen Bajrang Dal (Jugendflügel des Hindu-Weltrats) mehrmals bedroht worden. Der Pastor erstattete Anzeige; noch sei es zu keiner Festnahme gekommen.

Das Hilfswerk Open Doors unterstützt verfolgte Christen in Indien mit der Lieferung von Bibeln und christlicher Literatur, Schulungen und Verfolgungsseminaren sowie Hilfe-zur-Selbsthilfeprojekten.
 
Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors

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