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Bombendrohungen gegen Hausgemeinden

Zwei Bombendrohungen gingen Anfang Oktober bei christlichen Gemeinden in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ein. Wie der Informationsdienst Compass Direct meldete, erhielt der Pastor der "Batak Protestant Christian Church" im Osten der Stadt am 4. Oktober einen Drohanruf. Der unbekannte Anrufer kündigte Abidan Simanungkalit an, die Bombe werde während des späteren Gottesdienstes hochgehen. Ein Sprengstoffkommando fand ein Päckchen in einem Müllcontainer nahe der Kirche. Es soll sich dabei nicht um eine Bombe gehandelt haben.

Protest gegen Kirchenbau
In Bekasi im Norden von Jakarta erhielt ein Gemeindeleiter der Bethel-Indonesia-Gemeinde am 3. Oktober eine ähnliche Drohung. Wie Jeffry Lalamentik berichtete, sagte der Anrufer: "Auf deine Kirche wird morgen während des Gottesdienstes ein Bombenanschlag verübt." Nach intensiver Suche wurde kein Sprengsatz gefunden. Im Juli hatten radikal-islamische Gruppen, darunter die Islamische Verteidiger-Front, Iqra Echo sowie das Forum für Kommunikation und Gastfreundschaft der Musala-Moschee in Bekasi, die Schließung der Hausgemeinde gefordert. Diese baut derzeit ein amtlich genehmigtes Gemeindehaus. Bis Fertigstellung finden die Gottesdienste weiter im Haus des Pastors, Daniel Susanto, statt. Muslimische Organisationen protestierten bei den Behörden gegen die Versammlungen. Seit neun Jahren trifft sich die Gemeinde im Haus des Pastor oder an anderen Orten. Etwa 600 Anhänger islamischer Organisationen protestierten vor dem Verwaltungsgebäude von Bekasi, um einen Stopp der Gottesdienste bzw. den Baustopp zu erreichen. Von den 231 Millionen Einwohnern sind 80 Prozent Muslime. 16 Prozent – ca. 37 Millionen – sind Christen. Auf dem Weltverfolgungsindex 2009 des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors belegt Indonesien Platz 41, in der Liste der Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

*Indonesien ist ein Land der dreijährigen Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube": 10 Minuten pro Woche beten für verfolgte Christen in islamischen Ländern. Seit vielen Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen in Indonesien mit Schulungen und Verfolgungsseminaren, Seminaren für Pastoren, Gemeindeleiter und –mitarbeiter und hilft Witwen und Kindern ermordeter Christen. Anmeldung zur Gebetskampagne unter www.opendoors-de.org
 

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