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Briefe gegen das Vergessen

Trotz internationaler Proteste muss Pastor Dimitry Shestakov aus Usbekistan weiter im Gefängnis in Navoij bleiben. Rund 830 Kilometer weit weg von seiner Frau und den drei Töchtern. Aller sechs Monate sind ihm vier kurze und ein längerer Besuch erlaubt. Seine Frau Marina lebt in Andijan und versucht so oft es möglich ist, ihn zu besuchen.

Briefe gegen das Vergessen
Um die Familie in dieser schweren Zeit zu ermutigen, bittet das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors, Marina und den Kindern Briefe und Karten zu schreiben (Hinweise unter "Ihr Einsatz" auf www.opendoors-de.org). "Eure Botschaften und eure Gebete" sagt Marina, "geben uns die Gewissheit, dass ihr uns nicht vergessen habt."

Pastor: Ich bin kein Held
Dimitry Shestakov wurde im März 2007 wegen angeblich unerlaubter Gottesdienste zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Er könnte sofort freikommen, wenn er ein Schuldeingeständnis unterzeichnet. Hoffnungslosigkeit und Resignation herrschen in Navoij, das mit Gefangenen überfüllt ist. Sie müssen im Industriegebiet hart arbeiten; es mangelt an Essen und Trinkwasser. Pastor Dimitry leidet unter Bluthochdruck und ist gesundheitlich geschwächt. Nun muss er eine weniger schwere Arbeit verrichten. "Vor der Verhaftung", erzählte er bei einem Besuch, "habe ich oft über Verfolgung gepredigt. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Ich bin kein Held und es fällt mir nicht leicht, fröhlich zu sein, doch meine Lieblingsstelle in der Bibel ist 2. Korinther 3,17. Ich bin ein freier Mensch, obwohl ich im Gefängnis bin, denn: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit." Dimitry hat am 9. April Geburtstag.

Usbekistan ist ein Schwerpunktland der dreijährigen Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube": 10 Minuten pro Woche beten für verfolgte Christen in islamischen Ländern. Das Land gehört zu den zehn schlimmsten Christenverfolgerstaaten weltweit. Anmeldung zur Gebetskampagne unter www.opendoors-de.org
 

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