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Bundeskanzlerin Merkel im Gespräch mit Open Doors

 

Flüchtlingssituation: Kirchenleiter im Nahen Osten fühlen sich vergessen

(KELKHEIM, 16. Oktober 2015) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich anlässlich des Jahrestages der Jungen Union in Hamburg über die Arbeit von Open Doors informiert und sich für den weltweiten Einsatz des Hilfswerkes für verfolgte Christen bedankt. Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk war von den Organisatoren gebeten worden, das Thema der weltweiten Christenverfolgung im Rahmen der Tagung zu präsentieren.

In der Krisenregion ansässige Kirchen und NGOs leisten Großartiges

Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, wies im Gespräch mit der Kanzlerin auf die besondere Rolle der noch verbliebenen Kirchen und lokaler Hilfsorganisationen (NGOs) in den Krisengebieten des Nahen Ostens hin. "Gerade zur Lösung der Flüchtlingsfrage leisten diese bereits jetzt einen wesentlichen Beitrag", so Rode. "Sie arbeiten hoch motiviert und effektiv, bieten über die Nothilfe hinaus Programme zur Existenzsicherung und Traumabegleitung für Kinder und Jugendliche an. Sie leisten Großartiges", betont Rode. Hunderttausende Christen und auch immer mehr Muslime ersuchen bei den Kirchen und christlichen NGOs in den Krisenregionen um Hilfe. Rode bat die Kanzlerin darum, neben der Unterstützung von Regierungen, wie etwa der türkischen, auch gerade die Kirchen und NGOs in Syrien, Irak und dem Libanon nicht zu vergessen, die eine Vision für die Flüchtlinge im Nahen Osten haben.

Kirchenleiter aus dem Nahen Osten fühlen sich vergessen

Open Doors ist seit vielen Jahren im Nahen Osten tätig und unterstützt derzeit rund 125.000 Christen in der Krisenregion. "Kirchenleiter aus Syrien haben sich bei uns gemeldet und fühlen sich von der Staatengemeinschaft vergessen", betont Rode gegenüber der Kanzlerin.

Christen hätten zu Hunderttausenden Zuflucht bei den verbliebenen Kirchen und christlichen Netzwerken im Irak, Syrien und dem Libanon gesucht, die von Open Doors unterstützt werden. In den großen UN-Lagern sei es immer wieder zu gezielten Übergriffen von Muslimen gegen Christen gekommen, so dass Christen diese Camps meiden. "Wir haben derzeit eine extrem angespannte Situation, da den Kirchen und NGOs in der Krisenregion die Ressourcen fehlen um ihre Arbeit aufrecht zu erhalten."

Flüchtlingen eine Perspektive gegen Auswanderung geben

Wie Rode hervorhob, verfolgt Open Doors seit jeher das Ziel, Christen in ihrem angestammten Lebensumfeld zu unterstützen, damit sie trotz Verfolgung nicht in westliche Länder auswandern. Open Doors sei gerne bereit, seine Erfahrungen aus jahrzehntelanger Tätigkeit der Bundesregierung zur Verfügung zu stellen. Rode überreichte der Kanzlerin einen Brief mit konkreten Vorschlägen, wie die Staatengemeinschaft vor Ort Christen, Muslimen und Jesiden effektiv helfen könne. Im weiteren Verlauf des Kongresses besuchten auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und CDU-Generalsekretär Peter Tauber den Stand des christlichen Hilfswerkes und ließen sich über die Arbeit informieren.

Open Doors ist zurzeit besonders im Irak, Syrien und dem Libanon mit umfangreichen Nothilfeprojekten tätig (nähere Informationen unter www.opendoors.de/nothilfe).


Für Fotos und Interviews mit Markus Rode wenden Sie sich bitte an unser Pressebüro.

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