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China: Im Einsatz für ehemalige Muslime

"Gott braucht uns nicht, um die Welt zu retten, sondern um zu dienen"

 

(Open Doors) - "Ich wuchs in einer chinesischen Kleinstadt auf. Mein Ziel war, ein erfolgreicher Geschäftsmann zu werden und ein angenehmes Leben zu führen. Aber Jesus hat alles verändert. Heute dreht sich mein Leben nicht um Wohlstand und Annehmlichkeiten, sondern um ganz andere Ziele." Zhang* ist ein Mitarbeiter von Open Doors in China, der mit ganzem Einsatz den chinesischen Christen muslimischer Herkunft dient. Sein Lebensweg ist bemerkenswert.

 

Gottes Liebe verändert ein Herz

"Meine erste Begegnung mit chinesischen Muslimen hatte ich während eines Missionseinsatzes, als ich noch Schüler war. Wir fuhren in ein muslimisches Dorf, um an der örtlichen Schule zu helfen. Die klare Anweisung lautete: Nicht das Evangelium predigen, sondern einfach Beziehungen bauen und respektvoll Gottes Liebe zeigen. Am Ende der Reise gab es eine Abschlussfeier, bei der ein schüchterner Junge ganz unerwartet nach vorne kam und sagte: ‚Ich dachte nicht, dass es wahre Liebe gibt. Aber seit ich euch kenne, weiß ich: Es gibt sie wirklich!' Das hat mich zu Tränen gerührt, wie Gottes Liebe das Herz eines kleinen Jungen verändern kann.

Die Worte des Jungen haben mich noch lange begleitet, auch als ich nach meinem Schulabschluss vor der Entscheidung stand, welchen Weg ich einschlagen sollte. Ich spürte eine Sehnsucht, mit der Liebe Jesu kulturelle Grenzen zu überwinden; gleichzeitig fürchtete ich mich davor, tatsächlich ein Leben unter Muslimen zu führen. Doch mein Verlangen, Muslimen das Evangelium zu bringen, wurde immer stärker.

 

Eine unerwartete Antwort

Einige Jahre später war ich an einem Forschungsprojekt von Open Doors China beteiligt. Ich wollte die Situation von Christen muslimischer Herkunft besser verstehen und lud deshalb einen Freund ein, der selbst früher Muslim gewesen war. Als ich ihn fragte, was für einen Rat er chinesischen Missionaren unter Muslimen mitgeben könne, war ich nicht auf seine Antwort gefasst: "Ihr braucht nicht zu den Muslimen hinzugehen", sagte er sehr bestimmt, "das können wir selbst tun." Scheinbar hatte mein Freund vergessen, dass es unter den etwa 20 Millionen Muslimen in China nur wenige Tausend wie ihn gab, die sich Jesus zugewandt hatten. Aber dann fing ich an nachzudenken: Wenn mein Ziel wirklich war, diese Geschwister zu stärken, damit sie ihre eigenen Leute erreichen können - warum wollte ich dann selbst ihre Arbeit tun?

Heute bin ich Mitarbeiter von Open Doors China, und meine Aufgabe besteht darin, Christen muslimischer Herkunft zu unterstützen. Manchmal laufen wir Gefahr, uns für die Helden zu halten, die die Welt retten. Dabei sucht Gott einfach Menschen, die bereit sind anderen zu dienen - wie sein eigener Sohn es uns vorgemacht hat.

* Name geändert

 

Bitte beten Sie für die Arbeit unter chinesischen Muslimen

 

  • Beten Sie für alle Christen muslimischer Herkunft, dass Jesus sie mit Kreativität und Mut ausrüstet, ihrem eigenen Volk die Liebe Jesu zu bringen
  • Beten Sie, dass das Evangelium auf ein starkes Echo unter den chinesischen Muslimen stößt
  • Beten Sie für den Dienst von Open Doors in China, dass unsere Mitarbeiter inmitten aller Veränderungen im Land klar ihre Berufung erkennen und die Gemeinde Jesu überall dort stärken können, wo sie verfolgt wird

 

 

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