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China: Shouwang-Kirche bleibt im Visier der Behörden

Räumlichkeiten verweigert - Zahlreiche Festnahmen von Gemeindegliedern

 

(Open Doors) - In China haben die Behörden zum wiederholten Mal die Bemühungen der staatlich nicht anerkannten Shouwang-Hausgemeinde durchkreuzt, Räumlichkeiten für ihre Gottesdienste anzumieten. Am 1. Januar versammelte sich die Pekinger Gemeinde daraufhin erneut im Freien. Berichten zufolge kam es dabei zur Festnahme von 48 Gemeindegliedern durch die Polizei. "Die Gemeinde hat dreimal versucht, verschiedene Versammlungsorte zu mieten, aber wegen des Eingreifens der Behörden war alles vergebens", sagte ein der Gemeinde nahestehender Informant dem Informationsdienst Compass Direct.

Mietverträge unterzeichnet, gekündigt

Erst am 17. Dezember 2011 hatten Vertreter der Shouwang-Gemeinde einen Mietvertrag mit einem neuen Vermieter unterzeichnet. Wie die Gemeindeleitung den Mitgliedern jedoch am 23. Dezember bekanntgab, hatte dieser den Vertrag bereits wieder gekündigt - aufgrund des Druckes vonseiten "der örtlichen Polizeistation, des Wohnungsamts und leitender Mitarbeiter verschiedener Regierungsstellen". Parallel zu dieser Entwicklung wurde auf der Facebook-Seite der Gemeinde für den 1. Januar eine Versammlung angekündigt. Hierfür war im Pekinger "Parkview Wuzhou Hotel" einen Raum angemietet worden. Doch auch dieser Vertrag wurde nach Intervention der Polizei aufgehoben. Daraufhin entschied die Gemeindeleitung, die Gottesdienste unter freiem Himmel zu feiern, wie sie es seit dem 10. April 2011 bereits getan hat. Ursprünglich hatte die Gemeinde gehofft, die Lage würde sich zu Beginn des neuen Jahres entspannen.

Festnahmen und Drohungen

Bei dem Freiluftgottesdienst am 1. Januar nahm die Polizei mindestens 48 Gemeindemitglieder fest, ließ jedoch 40 von ihnen nach Angaben der Gemeindeleitung noch vor Mitternacht wieder frei. Damit setzte die Polizei ihr hartes Vorgehen gegen die Kirche aus dem Jahr 2011 fort: Während der 38 Wochen, in denen im Jahr 2011 Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert wurden, hatten Beamte Gemeindeangaben zufolge fast 1.000 Gemeindemitglieder festgenommen und noch weitere unter Hausarrest gestellt. Einer der Betroffenen berichtete über seine Erfahrungen während dieser Zeit auf seiner Facebook-Seite im Internet: Er habe sich aus Angst geweigert, der Polizei gegenüber seine Anschrift anzugeben. Daraufhin habe sich der zuständige Beamte über ihn lustig gemacht und gedroht, ihn mindestens zehn Tage lang festzuhalten, "so dass du deinen Job verlierst. Ich werde herausbekommen, wo du wohnst und dich zwingen umzuziehen."

Wachsende Gemeinde vor neuen Herausforderungen

Open Doors bittet, weiter für die Kirche in China zu beten. Das Land erlebt seit Jahren ein rasantes Gemeindewachstum, dem die Behörden landesweit sehr unterschiedlich begegnen. In manchen Gebieten herrscht relative Freiheit, während insbesondere die offiziell verbotene Hauskirchenbewegung nach wie vor starken Repressalien ausgesetzt ist. Auch die boomende Wirtschaft und der damit einhergehende Materialismus stellen die Christen vor große Herausforderungen.

Stellen Sie sich bitte mit Ihrem Gebet an die Seite der Christen in China. Haben Sie vielen Dank dafür!

  • Die Entwicklung der Gemeinde Jesu in China ist ein erstaunliches Beispiel dafür, wie Jesus seine Gemeinde baut. Danken Sie Gott für seine Gnade und Macht.
  • Beten Sie um Weisheit für die Leiter der Shouwang-Gemeinde wie auch für alle anderen Pastoren und Leiter im Land. Möge Gott ihnen Wege zeigen, unnötige Konfrontationen mit den Behörden zu vermeiden, ohne falsche Kompromisse zu schließen.
  • Beten Sie für ein Anhalten des Gemeindewachstums und um Schutz der Christen vor den relativ neuen Gefahren des Materialismus.

 

QuelleCompass Direct

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