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Christen in Kirgisistan: Bitte betet für uns!

Pastor aus Bischkek mit Nachrichten aus dem Süden des Landes

 

Aus der kirgisischen Hauptstadt Bischkek erreichte das Hilfswerk Open Doors die Nachricht eines Pastors, der dringend um Gebet für das Konfliktgebiet im Süden des Landes bittet. In der vergangenen Woche brachen in Osch, der zweitgrößten Stadt des Landes, gewalttätige Unruhen zwischen Kirgisen und Usbeken aus. Die Bevölkerung von Osch ist aufgrund der Grenznähe zu Usbekistan ethnisch gemischt. Tausende von Usbeken sind vor Gewalt und Chaos aus ihren Dörfern und Städten ins Nachbarland geflohen oder halten sich in der Grenzregion auf. Mindestens 124 Menschen sollen seit Ausbruch der Gewalt vergangene Woche umgekommen sein.

Aus einem Brief eines Pastors aus Bischkek zur Lage im Süden des Landes Die Flagge von Kirgisistan

Der Pastor bittet, für die Situation im Land zu beten. Er schreibt:

"Jeden Tag telefoniere ich mit Pastor David*. Der Pastor berichtet, dass es nicht nur zu Feuergefechten kommt, sondern auch zu Vergewaltigungen und Ermordungen. Größere Geschäfte und Märkte werden entweder niedergebrannt oder geplündert. In den vergangenen Tagen gab es keine Lebensmittel. Niemand darf die Stadt verlassen. Wer es trotzdem tun, wird an Straßensperren angehalten und zurückgeschickt. Kirgisen, die Usbeken helfen, an einen sicheren Platz zu fliehen, wurden bestraft. Gestern konnte Pastor David mit Hilfe eines christlichen Ehepaares eine vierköpfige usbekische Pastorenfamilie in Sicherheit bringen. Als Pastor David zurückkam, um das Auto der Familie zu holen, tauchte eine Bande auf, fordert von ihm den Schlüssel und fuhr mit dem Auto davon."

"Heute brachte Pastor David die Familie eines jungen usbekischen Christen in Sicherheit. Er musste den größten Teil der Strecke zu Fuß zurücklegen. Autos dürfen zwar in seinen Bezirk hinein, aber nicht mehr hinaus. Weil das Kind der Familie nur Usbekisch spricht und meistens recht laut ist, mussten sie mit ihrer Flucht warten, bis es eingeschlafen ist. Wir haben auch von einigen Christinnen gehört, die sich im Keller eines Hauses versteckt halten. Wegen der Ausgangssperre sitzen sie dort fest, die Soldaten würden unter Umständen auf sie schießen. Ich hoffe, morgen kann den Frauen geholfen werden."

*Name aus Sicherheitsgründen ungenannt

Der Pastor aus Bischkek bittet, für die Situation zu beten:

  • Bitte beten Sie für Pastor David und sein Team. Man hat sein Engagement schon "bemerkt". Derzeit hat er fünf Personen bei sich aufgenommen.
  • Beten Sie für die Frauen, die sich versteckt halten. Möge ihnen bald die Flucht an einen sicheren Platz gelingen.
  • Doch am Wichtigsten ist: Bitte beten Sie für Frieden in Kirgisien.

 

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