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Dorfbewohner verbieten Christentum

In einem Dorf im südostasiatischen Laos ist der christliche Glaube ab sofort verboten. Auf einer Versammlung der Dorfbewohner von Katin am 11. Juli erklärten Beamte: "Der christliche Glaube in unserem Dorf ist verboten". Nach Angaben der laotischen Sektion der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRWLRF) verwarnte das Dorfoberhaupt gemeinsam mit Beamten des Amtes für Sicherheit, soziale und religiöse Angelegenheiten alle 53 Christen im Dorf. Sie sollten zur traditionellen Verehrung von Geistern zurückkehren. Ansonsten würden sie alle Rechte und Privilegien verlieren. Auch ihr Vieh und ihre Häuser würden beschlagnahmt. Das Dorfoberhaupt erklärte weiter, die Anbetung von Geistern sei in der Kommune, die im Bezirk Ta Oih der Provinz Saravan liegt, die einzig erlaubte Gottesdienstform.

Tieropfer gegen böse Geister
Laut HRWLRF würden viele Laoten glauben, dass territoriale Geister verärgert darüber seien, wenn Dorfbewohner diese Geister nicht mehr anbeten. Um sie zu besänftigen, müsse ein Tier geopfert werden. Am 5. Juli setzten die Dorfbewohner mit Billigung der Polizei die neun christlichen Familien unter Druck, ihrem Glauben abzuschwören. Sie stahlen die Schweine der Familien. Die Tiere wurden geschlachtet und das Fleisch verteilt. Von den sechs Millionen Einwohnern Laos sind 60 Prozent Buddhisten, 30 Prozent gehören Stammesreligionen oder dem Atheismus an. Ein Prozent sind Muslime. Von den drei Prozent Christen gehören viele zu den ethnischen Minderheiten der Khmu, Hmong und Bru.

Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors Deutschland

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