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Eritrea: 25 Christen verhaftet

Hausdurchsuchung durch die Polizei - Open Doors bittet um Gebet für inhaftierte Männer und Frauen

 

 

(Open Doors) - Wieder sind in Eritrea mehrere Christen verhaftet worden. Am 31. August nahm die Polizei in der Hauptstadt Asmara eine Gruppe von 25 Studenten fest. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfuhr, hatten sich die 16 Männer und neun Frauen in einem Privathaus versammelt, als Sicherheitskräfte in das Haus eindrangen. Die Christen sollen sich derzeit auf der Polizeistation Nr. 5 in Asmara befinden. Sie hatten jüngst die 25. Runde ihres obligatorischen und zeitlich unbegrenzten Wehrdienstes absolviert und waren aus dem Militärausbildungslager "Sawa" nach Hause zurückgekehrt. Das Treffen der Christen sollte eine Art Dankgottesdienst für ihre sichere Rückkehr sein. Die Männer und Frauen gehören verschiedenen christlichen Gemeinden an, die seit dem Jahr 2002 jedoch staatlich nicht anerkannt sind. Erst am 5. August wurden in Keren 17 junge Christen von der Polizei verhaftet.

ein Flüchtling aus Eritrea beim Gottesdienst/Open DoorsStaatliche Verfolgung in Eritrea

Das ostafrikanische Land gehört zu den vorderen Ländern des Weltverfolgungsindex, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt werden: aktuell auf Platz 11. Am 12. Mai 2002 verbot der damalige Informationsminister alle religiösen Aktivitäten nicht registrierter Gemeinschaften, insbesondere evangelikaler und pfingstlerischer Kirchen. Neun Tage später wurden Anmeldeformulare für die Registrierung beim Büro für religiöse Angelegenheiten an Kirchen ausgegeben. Doch jegliche Versuche religiöser Gruppen und Gemeinden, sich registrieren zu lassen, scheiterten. Erlaubt sind seit Mai 2002 nur vier Konfessionen: die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam. Wenngleich der Staat auch ihre Aktivitäten kontrolliert, können diese Kirchen weitgehend ungestraft ihre Gottesdienste feiern. Freie Gemeinden und Hauskirchen ebenso wie Bibelstunden und Gebetstreffen in Privathäusern sind illegal. Jegliche unkontrollierte Anbetung ist strafbar. Hausdurchsuchungen und Festnahmen gehören zum bitteren Alltag für Christen, die sich dennoch treffen. Etwa die Hälfte der mehr als fünf Millionen Einwohner Eritreas sind Christen; überwiegend gehören sie zur orthodoxen Kirche. Die andere Hälfte ist traditionell muslimisch.

Containerhaft für Christen

Schätzungsweise 1.000 Männer und Frauen sind nach Informationen von Open Doors landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern eingesperrt. Viele sitzen seit Monaten, manche seit Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Zahlreiche Gefangene sind bereits gestorben, u.a. an Verletzungen durch Misshandlungen oder in Folge der schlechten Versorgung. Häufig wird die medizinische Behandlung verweigert. Auch die menschenverachtende Inhaftierung in Containern haben viele nicht überlebt. Massiv werden die Gefangenen bedrängt, schriftlich ihren Glauben an Jesus Christus zu widerrufen. Den Informationen nach sind sie auch dort in Metallschiffscontainern eingesperrt und werden hart bestraft.

Beten Sie für die festgenommenen Männer und Frauen aus Eritrea. Vielen Dank für Ihre Ermutigung und Hilfe!

  • Beten Sie, dass Gott die jungen Gläubigen beschützt, und sie die Zeit in Gefangenschaft unversehrt überstehen.
  • Beten Sie für ihre bedingungslose Freilassung.
  • Beten Sie für die Regierung von Eritrea, dass sie alle ihre Entscheidungen zum Wohl der Bürger und jeder Religionsgemeinschaft fällt.

 

 

 

QuelleSymbolbild: Open Doors

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