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Eritrea: Konvertit stirbt im Gefängnis

"Er schaute mutig dem Tod ins Auge und ist nun bei seinem Herrn Jesus Christus"

 

(KELKHEIM, 8. November 2012) – Adris Ali Mohammed ist vergangene Woche im Gefängnis eines eritreischen Militärlagers gestorben. Der 31-jährige Christ erlag den Folgen einer Malariaerkrankung, die benötigte medizinische Versorgung war ihm zuvor verwehrt worden. Zwei Jahre lang hatte die eritreische Polizei ihn im Aderset Militärlager gefangen gehalten, die meiste Zeit davon in einem kaum belüfteten Kerker.

Der aus der Stadt Tessenai in Eritrea stammende Adris Ali Mohammed wuchs als Moslem auf. Als vor zwei Jahren die örtliche Polizei von seiner Konvertierung zum christlichen Glauben erfuhr, inhaftierte sie ihn. Einer vertrauenswürdigen Kontaktperson zufolge übten die Beamten während der Haftzeit einen enormen Druck auf ihn aus, seinen Glauben zu widerrufen. "Er wurde durch das Militär brutal misshandelt und erhielt unzählige Morddrohungen mit der Aufforderung, seinen christlichen Glauben aufzugeben. Aber er schaute mutig dem Tod ins Auge und ist nun bei seinem Herrn Jesus Christus", sagte die Kontaktperson.

Militärbehörden beerdigten den Verstorbenen heimlich außerhalb des Lagers. Wie viele Familienangehörige Adris Ali Mohammed hinterlässt, ist ungewiss. Kontaktpersonen von Open Doors schätzen, dass derzeit rund 100 Christen aufgrund ihres Glaubens im westlich gelegenen Aderset Militärlager gefangen gehalten werden.

Gefangen in Schiffscontainern

In Frachtcontainern dieser Art sind Christen in Eritrea eingesperrt/Symbolfoto: Open Doors

(In Frachtcontainern dieser Art sind Christen in Eritrea eingesperrt. Foto: Open Doors)

Landesweit sind nach Informationen von Open Doors rund 1.000 Männer und Frauen in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern eingesperrt. Viele sitzen seit Monaten, manche seit Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Zahlreiche Gefangene sind bereits gestorben, unter anderem an Verletzungen durch Misshandlungen oder in Folge der schlechten Versorgung. Häufig wird die medizinische Behandlung verweigert. Auch die menschenverachtende Inhaftierung in Containern haben viele Christen nicht überlebt. Die Gefangenen werden massiv bedrängt, schriftlich ihren Glauben an Jesus Christus zu widerrufen.

Beten Sie für die inhaftierten Männer und Frauen aus Eritrea. Vielen Dank für Ihre Ermutigung und Hilfe!

  • Beten Sie für die Freilassung aller aufgrund ihres Glaubens inhaftierten Christen
  • Beten Sie, dass die inhaftierten Christen in ihrem Glauben gestärkt werden
  • Beten Sie, dass die christliche Bevölkerung sich nicht entmutigen lässt
  • Beten Sie, dass weitere Menschen trotz der schwierigen Umstände zu Jesus Christus finden

 

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