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Eritrea: In Lagerhaft gestorben

Hana Hagos Asgedom weigerte sich, Jesus abzuschwören.

 

In Eritrea ist eine 41-jährige Christin in einem Gefangenenlager gestorben. Nach Informationen des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors starb Hana Hagos Asgedom am 24. Januar in Einzelhaft an den Folgen eines Herzanfalls. Damit erhöht sich die Zahl der Christen, die in Eritrea in einem Gefängnis verstorben sind, auf elf. Open Doors bittet weltweit um Gebet für verfolgte und gefangene Christen in dem ostafrikanischen Land. Am 21. Januar wurde der an Diabetes erkrankte Pastor Habtom Tewelde aus einem Militärlager entlassen. Die Regierung verstärkt die Kontrolle von Religionsgemeinschaften. Sie wies die Leiter staatlich anerkannter Kirchen an, keine Spenden mehr aus dem Ausland anzunehmen. Auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex belegt Eritrea Platz 11 der Liste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Christin weigerte sich, Jesus abzuschwören
Die unverheiratete Hana Asgedom war Mitglied der "Asabe Rhema Church". Kurz vor ihrem Tod im Alla Militärlager soll sie mit einer Eisenstange geschlagen worden sein, so einheimische Informanten. Die Frau hatte sich gegen die Annäherungsversuche eines Lagerkommandanten gewehrt. Die verletzte Asgedom wurde daraufhin in ihre Zelle zurückgebracht. Dort erlitt sie einen Herzanfall. Asgedom wurde vor drei Jahren verhaftet und saß ohne offizielles Verfahren zunächst im Wi’a Militärlager ein. Später wurde sie mit anderen Gefangenen in das Alla Lager verlegt. Um freizukommen gab man ihr dort die Gelegenheit, ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Als sie sich weigerte, wurde sie mit Einzelhaft bestraft.

Pastor entlassen
Wie Open Doors weiter erfuhr, wurde am 21. Januar Habtom Tewelde (55) entlassen. Der Pastor einer staatlich nicht anerkannten "Full Gospel Church" wurde im Jahr 2008 verhaftet. Einheimischen Informanten zufolge sei Habtom aufgrund gesundheitlicher Probleme entlassen worden. Der 55-Jährige leidet an Diabetes. Er sei angewiesen worden, seine gemeindlichen Aktivitäten einzustellen.

Mehr staatliche Kontrolle
Die Regierung von Eritrea forderte im Dezember die Leiter katholischer und evangelisch-lutherischer Kirchen sowie islamischer Gemeinschaften auf, keine Spenden mehr aus dem Ausland anzunehmen. Die Finanzen dieser Gemeinschaften würden fortan von staatlichen Institutionen kontrolliert werden. Die Anordnung des Amtes für religiöse Angelegenheiten wurde den Gemeinschaften ausgehändigt und um Antwort gebeten. Die Katholische Kirche in Eritrea protestierte gegen diese Anordnung, da sie die Religionsfreiheit verletzen würde. Unklar ist, wie die Evangelisch-Lutherische Kirche und islamischen Gemeinschaften reagierten.

Tausende Christen eingesperrt
Nach Angaben von Kirchenleitern sind derzeit fast 3.000 Christen aufgrund ihres Glaubens landesweit in Polizeistationen, Militärlagern oder Schiffscontainern unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Viele sitzen seit Monaten oder Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Mindestens elf Christen starben bereits in Gefangenschaft an den Folgen der Haftbedingungen und mangelnder medizinischer Versorgung. Von den rund fünf Millionen Einwohnern Eritreas sind 45 Prozent Christen und 47 Prozent Muslime. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden. Nur die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen.


Gebetsanliegen:

- Beten Sie für die Christen in Eritrea und besonders für die Leiter der Gemeinden. Sie brauchen viel Weisheit.

- Beten Sie für die Christen, die eingesperrt sind. Sie brauchen viel Kraft und Ermutigung. Wenn sie eine Erklärung unterzeichnen, mit der sie ihrem Glauben abschwören, könnten sie freikommen.

- Kaum etwas ist über die Angehörigen der verstorbenen Hanna Hagos Asgedom bekannt. Beten Sie für ihre Familie und ihre Freunde.

 

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