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Glaube im Untergrund

 

Es sind nur wenige Christen, die in den muslimisch geprägten Ländern Nordafrikas leben. In Libyen etwa sind es meist Ausländer oder Gastarbeiter. In einigen Ländern praktizieren Christen ihren Glauben nur in Hausgemeinden und werden überwacht. Doch trotz drohender Verfolgung wenden sich in Nordafrika Muslime dem christlichen Glauben zu. Open Doors erfuhr von Kontaktpersonen, dass Christen etwa in Libyen einen großen Bedarf an arabischen Bibeln haben. "Lasst uns für ehemalige Muslime in Mauretanien, Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen beten. Beten wir auch für tiefgreifende Veränderungen in diesen Ländern", bittet Wesley, einer unserer Mitarbeiter für die Region. "Wir wollen auf die nächste Generation von Nordafrikanern zugehen. Für die Festigung der Kirche, Vernetzungen von Hausgemeinden und eine starke Einheit der Christen untereinander brauchen wir Gottes Hilfe", sagt Wesley.

Verfolgung nach Konversion
In den islamisch geprägten Ländern darf das Evangelium nicht unter Muslimen verbreitet werden. Apostasie (Abfall vom Islam) kann mit dem Tod bestraft werden, wenngleich die Todesstrafe formell in den vergangenen Jahren nicht vollstreckt wurde. Wird ein Muslim Christ, wird er von seiner Familie, Verwandten oder Teilen der Gesellschaft unter Druck gesetzt, zum Islam zurückzukehren oder aus der Familie ausgestoßen.

Ermutigendes aus Nordafrika
Doch hören wir in diesen Tagen auch Ermutigendes aus den Ländern. Eine Familie aus Nordafrika wohnt zwölf Autostunden entfernt von einer Hausgemeinde aus ehemaligen Muslimen. Ihre Arbeitszeiten lassen es nur selten zu, sich regelmäßig mit anderen Christen zu treffen. Wenn es ihnen gelingt, sind sie dankbar. Ein Evangelist sucht nun nach Möglichkeiten, dass diese Familie ihn ein Wochenende lang besuchen kann.

Ein junger Mann wächst langsam im Glauben. Die Angst vor Verfolgung hält ihn davon, sich häufiger mit anderen Christen zu treffen. Sein bester Freund und seine Familie scheinen jedoch akzeptiert zu haben, dass er gläubig ist. Sie ignorieren seinen Glauben.

"Für mich ist es jedes Mal ein Fingerzeig Gottes, wenn ich mich mit anderen Christen treffen kann", erzählt ein Christ. Wenn die Lage aussichtslos erscheint, entdecke er neue Wege zur Gemeinschaft mit Christen in seinem Land. Seine Familie ist nun nicht mehr so feindlich gegen ihn eingestellt, weil er den Islam verlassen hat. Doch einige Angehörige ignorieren ihn und sprechen nicht mehr mit ihm. Andere stellen aber auch Fragen über das Evangelium, wenn er sie besucht.



 

 

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