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Hilferuf aus Nordkorea - Start neuer Gebetskampagne

Dringend bitten Christen in Nordkorea um Gebet. Mit einer neuen Gebetskampagne antwortet Open Doors auf diesen Hilferuf. Beten Sie mit!

In keinem anderen Land der Welt werden Christen so massiv verfolgt. Doch ist es dem totalitären Regime zu keiner Zeit gelungen, die Untergrundgemeinde auszurotten. Zu den verschärften Kontrollen des öffentlichen Lebens leiden die Menschen unter der anhaltenden Hungersnot. In der Provinz Hwanghae liegen tote Kinder in den Straßen, berichteten Einheimische. Verendet, weil sie nichts zu essen fanden. Open Doors ruft Christen weltweit auf, sich mit der leidenden Gemeinde in Nordkorea zu solidarisieren und mitzubeten.

Untergrund-Gebetsoffensive
Vor einiger Zeit initiierten miteinander vernetzte nordkoreanische Hausgemeinden eine eigene Gebetskampagne. Wir wollen für unser Land eintreten, so ihre Botschaft. Ihr dringender Appell aus dem abgeschotteten Land: Betet mit uns mit! - "Hierauf müssen wir reagieren", sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. Obwohl sie als Christen täglich ihr Leben riskieren, würden sie immer neue Wege für heimliche Gottesdienste finden. "Dieser Mut zeugt von einem festen Gottvertrauen und ist ein Vorbild", so Rode. "Wir wollen nicht mehr nur für verfolgte Christen beten, sondern mit ihnen gemeinsam." Das Verlangen, trotz heftiger Verfolgung Gemeinden zu gründen, zeige sich auch in der gestiegenen Nachfrage nach Bibeln und christlicher Literatur. Im vergangenen Jahr unterstützte Open Doors nordkoreanische Christen mit 31.100 Bibeln und christlicher Literatur, 4.212 Personen nahmen an Schulungen teil und 54.330 Menschen erreichte humanitäre Hilfe wie Lebensmittel oder medizinische Versorgung. In China werden Flüchtlinge unterstützt.

Sonderheft und TV-Dokumentation
In Deutschland führt ein kostenloses Sonderheft mit Hintergründen und Gebetsanliegen in die Kampagne "Nordkorea" ein. Begleitet wird sie zudem mit Vorträgen, der Augenzeugen-Dokumentation "Flucht aus Nordkorea" (auf DVD erhältlich) und dem "Bete für Nordkorea"-Anstecker. Bestellung und Veranstaltungsanfragen unter www.opendoors-de.org. Der Fernsehsender "Bibel.TV" (Hamburg) sendet am 11. Dezember 2009 um 21.45 Uhr die Augenzeugen-Dokumentation "Flucht aus Nordkorea". Der Film wurde produziert von Open Doors Deutschland.

70.000 Christen in Arbeitslagern
Trotz der prekären äußeren Umstände aus Hungersnot, Propaganda, Druck und Kontrolle durch die Regierung hält die Untergrundgemeinde an der Hoffnung auf Jesus Christus fest, berichten Kontaktleute. Viele seien bereit, ihr Leben zu riskieren, um das Evangelium weiterzusagen. Seit Jahren belegt das Land auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex Platz 1 in der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Offiziellen Angaben zufolge soll es lediglich 12.000 Christen in Nordkorea geben. Jahrelange Kontakte zu Hausgemeinden bestätigen jedoch, dass es eher 200.000 Christen sind. Die Zahl könnte höher sein. Kein Bürger darf in dem diktatorisch geführten Land seinen Glauben frei wählen. Das Regime um Machthaber Kim Jong Il fordert absolute Loyalität. Das Christentum gilt als gefährlicher ausländischer Einfluss. Nahezu 70.000 Christen leiden in Arbeitslagern.

Keine Religionsfreiheit
Ausländischen Nordkorea-Besuchern wird mit Gottesdiensten in Propagandakirchen in der Hauptstadt Pjöngjang Religionsfreiheit vorgetäuscht. Tatsächlich berichten einheimische Christen von Verhaftungen und Arbeitslagerstrafen. Im Sommer wurde eine 33-jährige Frau wegen Bibelverteilung und angeblicher Spionage öffentlich hingerichtet. Ihre drei Kinder, ihr Mann und ihre Eltern kamen in ein Arbeitslager. Ein aus dem Land geflohener ehemaliger Lagerinsasse berichtete: "Ich musste den ganzen Tag den Kopf gesenkt halten, denn Christen dürfen nicht zum Himmel aufschauen. Ständig wurde ich verhört." Folterungen seien an der Tagesordnung gewesen.
 

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