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'Hold on to Jesus' – Jugendliche beten für Nigeria

Über 1500 Jugendgruppen machen beim jährlichen "Shockwave" Event mit

(KELKHEIM, 6. März 2013) – Letztes Wochenende war "Shockwave": Jedes Jahr beteiligen sich mehr christliche Jugendgruppen an dem alljährlich von Open Doors initiierten Jugend-Gebets-Event für verfolgte Christen. Die "Gebetswelle" wurde in diesem Jahr allein in Deutschland von über 1500 Gruppen aus unterschiedlichen Konfessionen mitgetragen. Auf diese Weise setzten sie sich ein für Christen in Nordnigeria, die wegen ihres christlichen Glaubens massiv benachteiligt und verfolgt werden.

Bewegende Einblicke


Jugendliche beim GebetInteressierte Jugendgruppen konnten sich im Vorfeld ein kostenloses Materialpaket inklusive Film, Infos und Gestaltungstipps für ihr Event zuschicken lassen. Für die Durchführung vor Ort waren sie selbst verantwortlich. Der diesjährige Filmbeitrag enthielt neben aktuellen Informationen zahlreiche Interviews mit betroffenen Christen in Nigeria. Sie gaben bewegende Einblicke in ihren oft gefährlichen Alltag, berichteten von dramatischen Erlebnissen und nahmen die jugendlichen Beter mit in eine völlig andere Welt. "Ich finde es sehr beeindruckend zu sehen, wie Menschen in anderen Ländern auf Verfolgung reagieren. Sie sind echte Vorbilder für mich." Eine Jugendgruppe hatte sogar Besuch von zwei nigerianischen Asylbewerbern, die ähnliche Erlebnisse hinter sich hatten wie die Christen im Film. (Jugendliche beim Beten, Foto: Open Doors)

"Unsere Jugendlichen waren sehr bewegt, da flossen manche Tränen", schildert eine Teilnehmerin die gemeinsame Zeit. Ein junger Mann aus Düren bemerkte: "Wenn man Interviews mit Leuten hört, die mitten im Kampf stehen, die Familienmitglieder verlieren, erkennt man, wie real das ist … und dann wird das Gebet für sie auch zu einem Herzensanliegen."

Jugendliche schauen sich das Shockwave 2013 Video anDie Gestaltung des Abends sah je nach Jugendgruppe sehr unterschiedlich aus: Hier war es eine fast reguläre Jugendstunde, dort ein Jugendgottesdienst oder auch eine Gebetsnacht – entscheidend ist die Identifikation mit den Geschwistern, die in dem Filmbeitrag genau darum baten: "Wenn Du mir Geld, Nahrung oder Kleidung gibst, wird das in unserer Situation nicht viel helfen. Aber wenn Du für mich betest, werde ich Dir das nie vergessen!", so einer der aus Sicherheitsgründen anonym gezeigten Nigerianer. Doch die prekäre Lage der Christen in Nigeria löste nicht nur Betroffenheit aus, wie die Rückmeldung einer anderen Teilnehmerin verdeutlicht: "Zu wissen, dass wir Teil einer SO großen Gemeinschaft, einer so großen Familie, der Familie Gottes, sind und füreinander zu beten, erfüllt mich mit ganz großer Freude und viel, viel Zuversicht." (Videobotschaft aus Nigeria; Foto: Open Doors)

Dringend benötigte Solidarität per Gebet und Video

Christen im Norden Nigerias stehen seit Jahren unter konstantem Druck, der sich immer wieder auch in brutalen Gewaltakten gegen Kirchen und Einzelpersonen entlädt. Hunderte kamen allein im vergangenen Jahr bei Angriffen der islamistischen Boko Haram ums Leben. Die extremistische Splittergruppe will den Norden des Landes vollständig dem Islam unterwerfen und dafür alle Nicht-Muslime vertreiben. Christliche Leiter und Pastoren berichten von wachsenden Schwierigkeiten, besonders Jugendliche von Racheakten gegen Muslime abzuhalten und zur Vergebung aufzurufen. "In dieser Situation ist entscheidend, dass wir ihnen signalisieren: Wir stehen hinter euch, ihr könnt auf uns zählen!", erklärt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland die Bedeutung der Gebetsaktion.

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