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Indien: Christen in Kodappar in Bedrängnis

Gebet einer Ehefrau verhindert Schlimmeres

 

(Open Doors) – Pramod Jacob und Sammal Markam hatten am 7. Januar mehrere Familien in Koddapar, im Bundesstaat Madhya Pradesh besucht. Die Christen hier litten seit Jahren unter der Verfolgung durch gewaltbereite Hindus. Beim Verlassen des Dorfes wurden die beiden von zwei Männern abgepasst. Jacob widerstand dem ersten Impuls, mit seinem Motorrad, die Flucht zu ergreifen, da er die Folgen für die bedrohten Familien bedachte. "Die Männer versperrten uns den Weg und begannen uns zu verhören. Dabei forderten sie die umstehenden Dorfbewohner auf, uns zu schlagen und zu töten", beschreibt Jacob das bedrohliche Szenario. "Ich bat Gott, mir die richtigen Worte zu geben, denn ständig kamen neue Leute dazu. Einer lief ins Dorf und ich befürchtete, er würde mit weiteren Angreifern zurückkommen, um uns umzubringen". Nach einer Stunde konnten die beiden schließlich entkommen mit der Warnung, nie wieder nach Koddapar zurückzukehren.

Gebet bereitet den Ausweg

Als Jacob nach Hause kam, erzählte ihm seine Frau Varsha, dass sie genau zu der Zeit des Angriffes einen starken Impuls erhalten hatte, für ihren Mann zu beten. "Der Geist Gottes sagte mir, dass ich jetzt sofort beten solle, was ich auch tat. Ich wusste ja nicht, dass sein Leben in Gefahr war." "Ganz sicher wollte Gott, dass sie für mich betet, damit er einen Ausweg schaffen konnte", ergänzt Jacob.

Der Angst nicht nachgeben

Dorf in IndienVor zwei Jahren wandten sich von ursprünglich 13 christlichen Familien in Koddapar sechs wieder dem traditionellen Hinduismus zu. Sie erweisen sich heute als die größten Widersacher der Christen. Open Doors unterstützt die Familien der Christen durch ein Projekt, um ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Denn Arbeitsplätze und sogar der Einkauf auf dem örtlichen Markt werden ihnen verwehrt. Sammal Markam und seine siebenköpfige Familie im 40 km entfernten Ukwa erfahren ebenfalls Hilfe durch Open Doors. Er kam vor 12 Jahren zum Glauben an Jesus. Seitdem erlebt er den Hass der Hinduisten, wurde geschlagen und mit dem Tod bedroht. Ein von ihm seit 13 Jahren bewirtschaftetes Stück Land wurde ihm vergangenes Jahr von den Behörden auf Druck der Bevölkerung weggenommen. "Er folgt einer ausländischen Religion. Soll ihm doch seine Glaubensgemeinschaft helfen", war ihre Begründung. Der Vorfall in Koddapar hat Markam nicht erschüttert: "Diese Bedrohung kann mein Herz keinen Zentimeter bewegen", erklärt er ruhig. Markams älteste Tochter will eine Bibelschule besuchen. Auch dabei hilft nun Open Doors durch die Bereitstellung eines Stipendiums. (Symbolfoto: Open Doors)

"Militante Hindu Nationalisten fordern, dass jeder Inder Hindu sein muss", berichtet ein Open Doors Mitarbeiter vor Ort. "Diese Ideologie ist tief verwurzelt und wird durch Regierungsbehörden und die Polizei unterstützt. Die christliche Minderheit ist es gewohnt, dass ihre Rechte nicht berücksichtigt werden." Indien nimmt Platz 31 auf der Liste der 50 Länder ein, in denen Christen am stärksten um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

Bitte beten Sie für die Christen in Indien.

 

  • Danken Sie Gott für die sieben Familien, die am Glauben festhalten.
  • Beten Sie bitte für ihren Schutz und dass sie Zugang zur Bevölkerung finden.
  • Beten Sie, dass Gott ihren Verfolgern die Augen und Herzen für das Evangelium öffnet.

 

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