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Indien: Hinduisierung erhöht Gefahr für Christen

 

(Open Doors) - Seit dem Regierungsbeginn von Ministerpräsident Narendra Modi und seiner religiös-nationalistischen Bharatiya Janata Partei (BJP) im Mai 2014 nimmt die Verfolgung der Christen in der "größten Demokratie der Welt" beständig zu. Dies betrifft inzwischen fast alle Bundesstaaten. Nahezu tägliche Meldungen von Übergriffen gegen Christen verdeutlichen die Härte der Verfolgung. Zwar garantiert die Verfassung aus dem Jahr 1950 Religionsfreiheit für alle Bürger Indiens, doch die Christen, die etwa 2,3 % der Bevölkerung ausmachen, sehen sich wachsender Feindseligkeit gegenüber. Das Land belegt Rang 17 auf dem Weltverfolgungsindex 2016 von Open Doors.

Indische Frau, deren Familie bedroht und deren Haus niedergebrannt wurde. Sie hat alles verloren, nur nicht ihren Glauben an Gott.

Anti-Bekehrungsgesetze und mangelnde Strafverfolgung von Gewalttätern

Hinduisierung beschreibt den Prozess der Ausübung beständigen Drucks sowie der Beeinflussung und Bedrohung auf allen Ebenen. Dazu gehören politische Polarisierung, Anti-Bekehrungsgesetze, Neuschreibung der angeblich durch Kolonialmächte und Muslime verfälschten Landesgeschichte, die ausschließliche Ernennung von Hindus für leitende Positionen sowie eine weit angelegte Rückführungskampagne von Indern, die zum christlichen Glauben übergetreten waren und mit großen Festlichkeiten wieder "nach Hause", sprich in den hinduistischen Glauben zurückgeführt wurden (die sogenannte "ghar wapsi"). Selbst sehr gewaltsame Übergriffe gegen Kirchen und Christen - vereinzelt auch gegen ausländische - werden von den Behörden kaum strafrechtlich geahndet, passen diese doch ins Konzept der Zentralregierung, für die Indien ein rein hinduistisches Land werden muss. Die der Regierung nahestehende und unter dem Kürzel RSS bekannte radikal-hinduistische "Nationale Freiwilligenorganisation" Rashtriya Swayamsevak Sangh formuliert dies so: "Nicht-Hindus müssen die indische Kultur und Sprache annehmen, müssen lernen, die indische Religion zu ehren, und dürfen keiner anderen Idee folgen als der Verherrlichung der indischen Religion …. andernfalls verdienen sie keinerlei Privilegien … und nicht einmal die Bürgerrechte."

Hält diese Entwicklung an, so stehen den Christen in Indien schwere Zeiten bevor. Unsere Gebete für sie sind deshalb gerade jetzt und weiterhin sehr wichtig.

Beim Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen, den Open Doors gemeinsam mit der Evangelischen Allianz am 13. November 2016 durchführt, wird besonders für den Sudan und Indien gebetet. Bitte beten Sie - auch zusammen mit Ihrer Gemeinde - schon heute für unsere verfolgten Brüder und Schwestern.

Nachrichten bereitgestellt von Open Doors Deutschland

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