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Indien: Junge Christin überlebt Messerattacke

Sukurmuni vom Stamm der Paharia hält an Jesus fest

 

(Open Doors) – "Als ich meine Augen öffnete, sah ich den schwer angetrunkenen Bruder meines Großvaters mit einem Schustermesser auf mich zukommen", so beschreibt die 21-jährige Sukurmuni Kumari Bhri aus dem Dorf Pokhariya im Bundesstaat Jharkhand den Vorfall. Am 21. September war sie mit ihren Geschwistern beim Abendgebet, als ihr Großonkel Sama Bhari versuchte, sie mit einem Messer zu töten. "Noch bevor ich die Situation richtig erfassen konnte, war er schon über mir, um mich zu erstechen", berichtet Sukurmuni. "Zwar konnte ich noch seine Hand packen, aber den Stich in meinen Nacken konnte ich nicht verhindern."

Eine Familie findet zum Glauben

Straßenbild IndienSukurmuni stammt aus einer sehr armen Familie vom Stamm der Paharia im östlichen Indien. Ahnenkult, Animismus und die Verehrung von Flüssen, Pflanzen, Tieren und Gestirnen kennzeichneten ihre Religion. Mit einem kleinen Stück Land und dem Einkommen eines Tagelöhners sorgte ihr Vater, Dhudhna Bhri für seine Frau Sanwari Rani Bhri und die vier Kinder. Wegen einer unheilbaren Krankheit musste Sukurmuni vor zwei Jahren die Schule nach der 9. Klasse abbrechen. In dieser Situation brachte ihr ein Missionar Gottes Wort und betete mit ihr. Sie empfing völlige Heilung von Gott und entschied sich augenblicklich, ihr Leben ganz Jesus Christus anzuvertrauen. Ihre Mutter, ihre zwei jüngeren Brüder und eine ihrer Schwestern folgten ihr im Glauben an Jesus und ließen sich taufen. Dem für den Vorfall zuständigen Polizisten Ashok Kumar zufolge, war die Messerattacke ein Racheakt des inzwischen inhaftierten Großonkels, da Sukurmuni jüngst auch dessen Sohn zum christlichen Glauben geführt hatte. (Symbolfotos Open Doors)

Glaubenszuversicht

Laut Bericht von Pastor Shankar Ray, einem freiwilligen Mitarbeiter bei Open Doors, geht es Sukurmuni wieder gut. Das äußerst scharfe Schustermesser, das zum Schneiden von Leder verwendet wird, hat eine tiefe und etwa acht Zentimeter lange Wunde im Nacken hinterlassen. Bei seinem Besuch im Krankenhaus zwei Tage nach der Attacke las Sukurmuni bereits wieder in der Bibel. "Sie ist tief gegründet in Gottes Wort", sagt der Pastor. In einem Telefonat mit Open Doors sprach Sukurmuni voll Zuversicht davon, dass sie auf jeden Fall weiter Gottes Wort lesen, beten und die Frohe Botschaft verbreiten wolle.

Bekehrungen zum Christentum sind in Indien immer wieder Anlass für gewalttätige Übergriffe durch Familienmitglieder oder radikalisierte Gruppen. Obwohl die Verfassung Religionsfreiheit garantiert, machen Anti-Bekehrungsgesetze den Kirchen in mehreren Bundesstaaten das Leben schwer. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt Indien Platz 32. Das Hilfswerk unterstützt verfolgte und benachteiligte Christen in Indien u.a. mit einem weitgefächerten Schulungsangebot, Bibeln für Erwachsene und Kinder, Projekten zur Existenzsicherung (Hilfe zur Selbsthilfe) und Initiativen zur Vernetzung christlicher Gemeinden.

Bitte beten Sie für Sukurmuni und ihre Familie.

  • Danken Sie für die Bewahrung von Sukurmunis Leben.
  • Beten Sie für ihren Großonkel Sama Bhri, dass er zur Umkehr gelangt.
  • Beten Sie für die Christen in Indien, dass sie weiter mutig ihren Glauben leben.

 

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