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Irak: Dankbar für Gottes Hilfe und Bewahrung

Christen in der Ninive-Ebene sind ständig der Gefahr einer IS-Offensive ausgesetzt 

(Open Doors) – Druckwellen von Bombenexplosionen erschüttern die Fenster, aus der Ferne sind Gewehrschüsse zu hören: Wenn Riven* nachts wach liegt und Kampfgeräusche hört, fragt er sich, ob es wohl wieder soweit ist, dass er sein Zuhause verlassen muss.

Flucht vor dem IS

Schon einmal war Riven aus seiner Heimatstadt Alqosch geflohen. Als junger Hochschulabsolvent hatte er sich ein ruhiges Leben in der malerischen kleinen Stadt in der Ninive-Ebene nahe Mossul im Nordirak aufbauen wollen. Doch im Sommer 2014 rückten Kämpfer des Islamischen Staates so nahe heran, dass er wie die meisten Bewohner die Stadt verließ. Inzwischen ist Riven zurückgekehrt und lebt mit seiner Frau wieder in Alqosch, wie viele andere Familien, die sich sogar um Binnenflüchtlinge kümmern. Die Bedrohung ist jedoch weiterhin allgegenwärtig. So hat der IS auf Facebook angedroht, Alqosch einzunehmen. Die Einwohner wissen, was das bedeuten würde: Kirchen würden zerstört und Christen gezwungen, zum Islam zu konvertieren – oder getötet.

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Krieg prägt das Gemeindeleben

Die drohende IS-Offensive prägt den Alltag in Alqosch. Das Läuten der Kirchenglocken zeigt nun nicht mehr den Beginn eines Gottesdienstes an, sondern ist das Signal zur Flucht. Auch das Gemeindeleben hat sich verändert. Viele Christen setzen sich praktisch für die Flüchtlinge aus anderen Teilen des Iraks ein. Vor Kurzem hat ein Zentrum für Trauma-Seelsorge, das von Open Doors über Partner vor Ort unterstützt wird, seine Arbeit begonnen. "Sogar in der Kirche merkt man, dass etwas anders ist", stellt Riven fest. "Die Predigt handelt natürlich von Jesus, aber es geht auch viel darum, wie man mit der gegenwärtigen Lage umgehen kann." Trotz der Bedrohung ist Riven dankbar: Für seinen christlichen Glauben, der ihm in dieser schwierigen Lage wirklich hilft, und für Gottes Bewahrung, die er und die Christen in Alqosch bisher erlebt haben.

*Name geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen im Irak stellen!

  • Danken Sie für die Christen im Nordirak, die trotz der großen Gefahr im Land bleiben.
  • In dieser Woche wird der Kampf um Mossul sehr intensiv geführt. Bitte beten Sie um Frieden und Sicherheit für die Ninive-Ebene.
  • Bitte beten Sie um Gottes Segen für das neue Zentrum für Trauma-Seelsorge, damit die Mitarbeiter den traumatisierten Menschen wirklich helfen können.
  • In Alqosch leben auch Flüchtlinge aus anderen Teilen des Irak, die mit Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten unterstützt werden. Bitte beten Sie für diesen Dienst.

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