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Irak: Die Zukunft der Gemeinde

Schulung von Kindergottesdienstmitarbeitern

 

(Open Doors) – "Diese Schulung inspiriert mich sehr, in meiner Gemeinde einen eigenen Kindergottesdienst zu starten!" Hoch motiviert beschreibt eine der neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Seminars für Kindergottesdienstmitarbeiter ihre Pläne. Die neun kommen alle aus dem gleichen Ort im südlichen Irak und sind dort Teil der stark isolierten christlichen Gemeinschaft, wenn auch aus unterschiedlichen Gemeinden. Die gemeinsame Schulung schweißt sie zusammen. Für drei Tage wurden sie an einen Ort im Nordirak gebracht. Die Behörden im Südirak sahen sich außerstande, für die Sicherheit der Kursleiterin Makruhi* zu garantieren.

Sonntagsschule im IrakBiblische Unterweisung für Kinder

Ihren Kindern christliche Werte und Inhalte nahezubringen, haben die meisten Eltern nicht gelernt. Der tägliche Kampf ums Überleben hat ihnen nahezu alles abverlangt. Das war schon unter Saddam Hussein so und gilt bis heute in dem von religiöser und krimineller Gewalt zerrissenem Land. Wenn die Gemeinden überhaupt Kindergottesdienste anbieten, so doch wenig biblische Unterweisung. Nun erhalten die Seminarteilnehmer theoretische und praktische Anleitung, wie man mit kreativen Elementen das Evangelium altersgerecht vermittelt. Sie sind begeistert. Für sie alle ist es eine ganz neue Erfahrung. Hier lernen sie, geistliche Wahrheiten fantasievoll in Bildern, Theaterstücken oder Bastelarbeiten darzustellen. Man spürt ihren geistlichen Hunger: Sie wollen die nächste Generation von Christen im Irak für deren Glaubensleben stärken, sie ermutigen und zurüsten. Denn schon für Kinder sind die täglichen Herausforderungen im Irak enorm. (Foto Open Doors: Sonntagsschule im Irak)

Mobbing und Gewalt

Adila*, eine Kursteilnehmerin, berichtet von ihren vier Kindern. In der Schule müssen sie den islamischen Religionsunterricht besuchen. Ihr 13-jähriger Sohn ist der einzige Christ in seiner Klasse. Im Religionsunterricht werden schlimme Dinge über die Christen und ihre Religion verbreitet. "Meine Tochter ist ein sehr kluges Mädchen. Sie gehört zu den Besten der Klasse. Eine Christin aber darf einfach nicht Klassenbeste sein." Schwerer noch als die Benachteiligung in der Schule lasten jedoch die Erinnerungen auf den Kindern. Viele von ihnen haben brutale Gewalt gegen Christen unmittelbar miterlebt. Sie kämpfen damit, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Tiefe Fragen tun sich auf. Wo war Gott in diesen Augenblicken?

Doch die Hoffnung überwiegt. "Diese Schulung macht uns Mut. Unsere Kinder haben eine Zukunft im Irak", beschreibt Adila ihren Ausblick. Sie wird das Gelernte an acht Sonntagsschullehrer in ihrer Gemeinde weitergeben. Durch die Schulung sind neue Freundschaften entstanden und erste Pläne werden geschmiedet: Alle Gemeinden ihrer Stadt wollen bald zusammen ein Kinderfest gestalten.

Bitte beten Sie für die Kinder im Irak

 

  • Danken Sie dem Herrn für die Schulungen christlicher Mitarbeiter im Irak.
  • Beten Sie bitte auch für weitere Schulungen und die Sicherheit der Teilnehmer.
  • Bitte beten Sie für die Christen, dass sie trotz Bedrängnis das Land nicht verlassen.
  • Bitten Sie für die Leiter der Kirchen um Einheit des Glaubens und mutige Verkündigung.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

 

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