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Iran: Christliche Gefangene tritt in Hungerstreik

Maryam Nagash Zargaran fehlt es seit drei Jahren an medizinischer Versorgung

(Open Doors) – Wie hilft man inhaftierten Christen am wirksamsten? Mit diesem Anliegen rief Open Doors im Juli 2014 dazu auf, im Rahmen einer Gebetsinitiative Ermutigungsbriefe an sechs Christen zu schreiben, die zu diesem Zeitpunkt wegen ihres Glaubens im Gefängnis saßen. Etwa 20.000 Karten und Briefe gingen daraufhin ein, rund 9.000 allein aus Deutschland. Maryam, eine der Inhaftierten, ist Christin muslimischer Herkunft. Bereits zu Beginn ihrer Haft am 15. Juli 2013 hatte die damals 36-Jährige Herzprobleme und andere gesundheitliche Schwierigkeiten. Sie wurde wegen ihrer Aktivitäten in Hauskirchen und im Waisenhaus von Pastor Saeed Abedini zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr Ersuchen um eine erneute Verhandlung war abgelehnt worden.

Hungerstreik seit dem 27. Mai – Gesundheitszustand kritisch

Zu den Herzproblemen kamen jüngst starke Kopf- und Ohrenschmerzen hinzu. In den drei Jahren ihrer Haft wurde ihr seitens der verantwortlichen Behörden eine ausreichende medizinische Versorgung verwehrt, obwohl ihr kritischer Gesundheitszustand bekannt ist. Maryam hat viel Gewicht verloren und kämpft mit Depressionen. Seitens ihrer Mithäftlinge hat sie jedoch Unterstützung erlebt – wie jüngst am 29. Mai, als diese aus Protest gegen die Verweigerung medizinischer Hilfe für Maryam auf Besuche durch Familie und Freunde verzichteten.

Todesstrafe für Abkehr vom Islam

Derzeit befinden sich etwa 90 Christen wegen ihres Glaubens in Haft, die teils zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Wenngleich immer wieder Christen auch etwas früher aus ihrer Haft entlassen wurden, bleibt dennoch die Situation der Christen im Iran unverändert schwierig. Die Abkehr vom Islam steht nach wie vor offiziell unter Todesstrafe, was die Behörden jedoch derzeit nicht umsetzen. Gottesdienste in Farsi dürfen nicht gehalten werden, damit nicht etwa am christlichen Glauben interessierte Muslime das Evangelium hören können. Allerdings ist es Muslimen ohnehin nicht gestattet, Gottesdienste zu besuchen. Hauskirchen wie auch traditionelle Kirchen werden von Geheimdienst und Behörden überwacht und schikaniert. Auf dem aktuellen Open Doors Weltverfolgungsindex steht der Iran auf Rang 9.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen im Iran stellen!

  • Beten Sie dafür, dass die Staatsanwaltschaft Maryam die notwendige medizinische Versorgung gewährt und ihr geholfen wird.
  • Beten Sie für Maryam, dass sie Trost durch den Heiligen Geist empfängt und seelisch wie auch körperlich gestärkt wird.
  • Bitten Sie für die baldige Freilassung von Maryam.
  • Beten Sie bitte auch für die anderen inhaftierten Christen.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 8. Juni 2016.

Hinweis: Am 4. und 11. Juni werden wir bei den Open Doors Tagen in Bielefeld und Mainz von Christen aus Verfolgungsländern hören, wie sie Gottes Nähe und Zuverlässigkeit erlebt haben. Kommen Sie mit Ihrer Gemeinde.

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