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Iran: Gott ist in den Schwachen mächtig

Christin muslimischer Herkunft kam ins Gefängnis - Islamischer Richter bekehrt sich zu Jesus

(Open Doors) – Maheen* ist eine Christin muslimischer Herkunft und daher dem Regime im Iran ein Dorn im Auge. Ihr "Abfall" vom Islam ist in den Augen der Führer des Landes ein Verbrechen. Nur im Verborgenen kann sie ihren Glauben an Jesus leben. Maheen fürchtete die Folgen einer Entdeckung, denn von anderen Christen weiß sie, wie hart und grausam die Verhöre durch die Geheimpolizei sein können. Doch eines Tages traf es auch sie. Sie wurde festgenommen. Aber dann geschah etwas Unerwartetes.

"Prüfe mich nicht"

Maheen und ihr Ehemann leiten mehrere Hausgemeinden aus ehemaligen Muslimen. Vor mehreren Monaten wurde ihr Mann von der Geheimpolizei verhaftet und war für Monate im Gefängnis. Nach seiner Freilassung auf Kaution wartet er nun auf seinen Prozess. Während der Zeit seiner Gefangenschaft betete seine Frau immer wieder: "Oh Herr, ich bin nicht bereit, in Einzelhaft zu gehen. Ich fürchte die Isolation und die grauenhaften Zustände dort. Bitte, prüfe mich nicht über meine Kräfte hinaus." Maheen sagte Gott, sie sei nicht stark genug, die Torturen der Verhöre durchzustehen und würde möglicherweise die Namen anderer Christen preisgeben oder sogar Jesus verleugnen.

Mutiges Bekenntnis

Kirchenkreuz im IranDrei Tage später stand die Geheimpolizei vor ihrer Tür und nahm sie mit. Ihr schlimmster Alptraum wurde wahr. Man verband ihr die Augen und brachte sie in Einzelhaft. Stunden später musste die total Verängstigte zum Verhör. "Doch dann spürte ich die Kraft des Heiligen Geistes in mir und meine Angst war weg." Vor dem Richter und islamischen Beamten bezeugte sie ihren christlichen Glauben. "Es war eine Ehre für mich, diesen Menschen von Jesus zu erzählen", erinnert sie sich im Gespräch mit Open Doors. Der Richter herrschte sie daraufhin an, ob sie denn nicht wüsste, dass dies harte Konsequenzen nach sich ziehen würde. Sie könne hier nicht Muslime evangelisieren. Maheen antwortete: "Wenn ich die Wahrheit verschweige, werde ich mich dafür vor Gott verantworten müssen." Sie wurde zurück in ihre Zelle gebracht. Am folgendenen Tag wiederholte sie vor dem Gericht ihr Bekenntnis zu Jesus. (Foto Beispiel: ein Kreuz auf einer Kirche in Shiraz/Open Doors)

Nächtlicher Besuch

In der dritten Nacht erhielt sie Besuch. Der Richter trat in ihre Zelle. Maheen fürchtete, von ihm vergewaltigt zu werden und zitterte am ganzen Körper. Doch der Mann beruhigte sie: "Hab keine Angst. Das, was du über Jesus gesagt hast, lässt mich nicht mehr los. Ich brauche Erlösung und glaube, dass er dich ins Gefängnis geschickt hat, um mir dies deutlich zu machen. Bitte, bete für mich, dass ich herausgeholt werde aus der Hölle, in der ich lebe." Maheen konnte es kaum fassen. Drei Stunden lang sprach sie mit ihm über das Evangelium. Sie hatte keinen Zweifel daran, dass er es ernst meinte. Am Ende bekannte er seine Sünden und bekehrte sich zu Jesus Christus. Der Richter sagte, er verspüre das erste Mal in seinem Leben wirklichen inneren Frieden. Dann verließ er sie mit der Bitte, mit niemandem über das Geschehene zu sprechen. Er wolle versuchen, sie aus dem Gefängnis herauszubringen.

Tatsächlich wurde Maheen einige Tage später entlassen. Sie und ihr Mann stehen weiter in Kontakt mit dem Richter und seiner Frau, die nun auch Jesus nachfolgt. Der Richter erzählte ihnen, er kenne einige islamische Geistliche, die sich ebenfalls für den christlichen Glauben interessieren.

Mit Platz 2 auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors gehört die Islamische Republik Iran nach Nordkorea zu den Staaten, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Dennoch bilden sich neue Hausgemeinden aus Christen muslimischer Herkunft. Nahezu drei Viertel der etwa 450.000 Christen im Land sind ehemalige Muslime.

Gebetsanliegen:

  • Danken Sie Gott für das Zeugnis von Maheen, dass er ihr die Kraft gegeben hat, sich zu ihrem Glauben zu bekennen.
  • Danken Sie, dass der Richter und seine Frau durch die Treffen mit dem Ehepaar biblische Unterweisung erhalten und sie so in ihrem Glauben wachsen können.
  • Beten Sie für alle Christen muslimischer Herkunft im Iran, die in der ständigen Gefahr stehen, verhaftet und verhört zu werden.

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