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Iran: Große Offenheit für den christlichen Glauben

Einheimische Hausgemeindeleiter berichten von Wachstum der Hausgemeinden

 

(Open Doors) – Nach Regierungsangaben leben etwa 200.000 Christen im Iran. Doch dies sei eine sehr konservative Schätzung, berichten lokale Mitarbeiter des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors aus der Islamischen Republik. Vertrauenswürdige Quellen sprechen sogar von einem "explosionsartigen Wachstum" von Hausgemeinden vor allem in größeren Städten. Seit Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen im Iran und steht in engem Kontakt mit Hausgemeindeleitern aus verschiedenen Regionen. Besonders häufig würden sich demnach junge Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Etwa zwei Drittel der mehr als 74 Millionen Einwohner des Landes sind unter 30 Jahre. Doch eine genaue Zahl der Christen muslimischer Herkunft ist schwierig zu erheben, da sich die Hausgemeinden nur im Verborgenen treffen können. Eine offizielle Kirche dürfen sie nicht besuchen.

Offenheit nach Enttäuschung

Blick über TeheranNoch vor 40 Jahren gab es lediglich 200 Christen muslimischer Herkunft - also ehemalige Muslime - im Iran. Heute sind es schätzungsweise etwa 370.000 Christen; sie bilden drei Viertel der rund 460.000 Christen im Iran. Daneben gibt es rund 80.000 traditionelle Christen darunter Armenier und Assyrier. Sie sind als religiöse Minderheiten staatlich anerkannt und können öffentlich Gottesdienste in ihrer Sprache feiern. Doch Predigten in der Landessprache Farsi sind verboten. Aber auch andere Glaubensrichtungen hätten derzeit Zulauf. Viele Iraner seien enttäuscht vom Islam, so ein einheimischer Mitarbeiter von Open Doors: "Vor der Revolution 1979 hatten wir eine säkulare Regierung und die Bevölkerung war religiös. Das war der richtige Boden für die islamische Revolution. Doch unter dem jetzigen theokratischen Regime kehren viele dem Islam den Rücken. Der christliche Glaube war in der Vergangenheit unpopulär, weil er als westliche Religion galt. Doch das hat sich geändert. Eigentlich sehen nur die Regierung und islamische Hardliner das Christentum als 'westliches politisches System' an." (Symbolfoto: Blick über Teheran/Open Doors)

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Viele Konvertiten sind durch Verwandte, Freunde oder TV- und Internetangebote zum christlichen Glauben gekommen. Etwa die Hälfte von ihnen gibt ihren neuen Glauben offen weiter an Verwandte und Freunde. Andere halten ihre Konversion lieber geheim. "In der Öffentlichkeit kann man seinen Glauben an Jesus verbergen, doch im engen Familienverband ist dies schwierig. Der Islam ist für streng gläubige Muslime mehr als nur eine Religion. Wer sich davon abwendet, bringt Schande über die Familie." Doch die Verfolgung von Christen muslimischer Herkunft und ihren Hausgemeinden geht primär von der Regierung aus. Der Iran belegt auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex Platz 5. Aufgrund der hetzerischen Rhetorik des Regimes oder führender Geistlicher gegen Hausgemeinden müssen diese sehr vorsichtig agieren, so der Mitarbeiter. "In der Vergangenheit trafen sich etwa 15 Christen zu gemeinsamen Gottesdiensten. Heute hat sich ihre Zahl aus Sicherheitsgründen mehr als halbiert. Die meisten Gruppen sind untereinander vernetzt und nicht mit Kirchen außerhalb des Irans verbunden."

Bitte stellen Sie sich mit Ihrem Gebet hinter die Christen im Iran.

  • Danken Sie Gott dafür, dass Iraner vom Evangelium erfahren und sich viele für ein Leben mit Jesus entschieden haben.
  • Beten Sie für jene, die noch jung im Glauben sind. Mögen sie in Kontakt mit anderen Christen kommen und in ihrem Glauben wachsen.
  • Beten Sie um Weisheit bei Glaubensgesprächen mit Muslimen und besonders für die Leiter von Hausgemeinden.

 

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