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Islamische Welt: Gemeinde Jesu im Untergrund

Wo Christen für das Evangelium ihr Leben riskieren

(Open Doors) – Hameedullah* lebt als Christ in einem islamischen Land. Obwohl er seinen Glauben aus Sicherheitsgründen nicht offen leben kann, reist er umher, um andere Christen zu unterstützen und das Evangelium weiterzugeben. Er ist Teil eines geheimen Untergrundnetzwerkes. Auf diesem Weg versorgt Open Doors Christen, die ihren Glauben nur im Geheimen leben können, mit christlicher Literatur und ermutigt sie, an Jesus festzuhalten.

Symbolbild
Symbolbild

Ein Traum und Begegnungen mit Christen

Hameedullah wuchs als Flüchtling in einem Dorf aus Zelten am Rand eines Gebirges auf. Als Ausländer wurden er und seine Familie von den Einheimischen feindselig behandelt. Doch eine christliche Hebamme zeigte Mitleid und nahm sich ihrer an. Eines Nachts hatte Hameedullahs Vater einen Traum, in dem er Jesus sah. Auf seine Nachfrage hin erzählte ihm die Christin von Jesus und gab ihm eine Bibel. Da er aber nicht lesen konnte, schickte sie ihn zu einem Alphabetisierungskurs, der von Christen durchgeführt wurde. Hameedullahs Vater war beeindruckt davon, wie die Mitarbeiter miteinander umgingen. So wollte er auch leben. Schließlich ließen er und seine Frau sich taufen und auch Hameedullah begann, an Jesus zu glauben. Doch in einem Flüchtlingslager, in dem sonst nur Muslime lebten, und mit Verwandten, die islamistischen Organisationen angehörten, musste die Familie ihren Glauben geheim halten.

Ermordet, weil er von Jesus erzählte

Als er 40 Jahre alt war, lernte er einen anderen Christen namens Qareem kennen. Dieser fühlte sich von Gott berufen, den Menschen seiner Volksgruppe die gute Botschaft von Jesus zu bringen. Als Hameedullah Qareem traf und seine Hingabe sah, kam er ins Nachdenken. Sollte er nicht auch so leben wie Qareem und sich dafür einsetzen, dass andere das Evangelium hörten? Doch noch hatte er zu viel Angst vor den möglichen Konsequenzen.

Zehn Jahre später wurde Qareem entführt. Seitdem hat niemand mehr etwas von ihm gehört. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er ermordet wurde, weil er das Evangelium verbreitete. Nach diesem Ereignis beschloss die kleine Gruppe von geheimen Christen, sich nicht weiter zu treffen – das Risiko wäre zu groß gewesen.

Mit vollem Einsatz trotz großer Gefahren

Hameedullah trauerte um seinen Freund, gleichzeitig jedoch verspürte er ein großes Verlangen, seinen Brüdern und Schwestern beizustehen: „Sie litten unter der Einsamkeit und geistlichem Hunger“, berichtet er. Er schloss sich einem mit Open Doors in Verbindung stehenden Untergrundnetzwerk an und brachte darüber christliche Literatur zu seinen Geschwistern. Zudem besuchte er Menschen, denen Jesus durch Träume und Visionen begegnet war, um ihnen das Evangelium zu erklären. „Qareems Tod hat mein Leben verändert“, erzählt Hameedullah. „Ich bin ein Evangelist geworden, wie er es sich von mir gewünscht hat.“ Heute kümmert sich Hameedullah um tausende Christen, ermutigt Pastoren und schult neue Mitarbeiter. Jesus baut seine Gemeinde – auch in einem Land, in dem es offiziell keine Christen geben darf.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen, die ihren Glauben geheim halten müssen!

  • Danken Sie Jesus für die wachsende Untergrundgemeinde und bitten Sie ihn, dass er diese Christen beschützt, versorgt und im Glauben stärkt.
  • Beten Sie für die mutigen Mitarbeiter wie Hameedullah, die große Gefahren auf sich nehmen, um das Evangelium weiterzugeben und andere Christen zu unterstützen.
  • Bitten Sie Jesus um Weisheit und Kraft für die Pastoren, die geheime Hauskirchen leiten.
  • Beten Sie, dass noch viele Muslime Jesus kennenlernen.

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