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Kamerun: Angriffe der Boko Haram

Nigerianische islamistische Gruppe wütet auch in Kamerun

 

(Open Doors) – Bei Anschlägen der nigerianischen Gruppe Boko Haram sind ein Missionar in Kamerun getötet und mehrere Kirchen in Brand gesteckt worden. Der Missionar David Dina Mataware wurde am 13. November unweit der Grenze zu seinem Heimatland Nigeria ermordet. Am selben Tag wurde in dem Gebiet auch der französische Pater Georges Vandenbeusch entführt. "In den Medien wurde nur von der Entführung berichtet, der Mord wurde verschwiegen", sagte ein Kirchenleiter, der anonym bleiben möchte. Die Taten sollen von der "Ansaru" koordiniert worden sein.
Ansaru ist eine Splittergruppe von Boko Haram, die schon etliche westliche und nigerianische Ziele angegriffen hat. In diesem Jahr bekannte sie sich zu der Entführung und Ermordung von sieben internationalen Bauarbeitern. "Eine unbestimmte Anzahl Bewaffneter ist um Mitternacht in Kamerun eingedrungen", berichtet der Kirchenleiter. "Auf ihrem Rückweg attackierten sie die CMF-Anlage. Leider wurde einem der sechs Missionare die Kehle durchgeschnitten. Fünf anderen gelang es zu fliehen."

Etliche Angriffe innerhalb eines Wochenendes

Während des Wochenendes vom 15. bis 17. November ereigneten sich entlang der durchlässigen Grenze zu Nigeria etliche Zwischenfälle. Kontakte berichten von Angriffen auf Dutzende Gebäude, unter anderem auf die Ewy-Kirche in Tourou/Kamerun. Auf der nigerianischen Seite des Grenzortes Ashigashia wurde unter anderem eine Kirche niedergebrannt. Mindestens vier Personen wurden getötet und viele Verletzte mussten behandelt werden. Obwohl die Präsenz von Sicherheitskräften verstärkt wurde, befürchten Dorfbewohner anhaltende Anschläge seitens militanter Islamisten aus Nigeria.

Eine zweite Heimat für Boko Haram?

Nordkamerun grenzt im Westen an Nigeria, die Zentralafrikanische Republik und im Nordosten an den Tschad. In den letzten Jahren hat die Kriminalität in diesem Gebiet zugenommen. Tödliche Anschläge von Boko Haram seit 2009 sowie die Offensive der nigerianischen Regierung gegen Boko Haram haben tausende von Flüchtlingen in die Nachbarländer Niger und Kamerun getrieben. Einer örtlichen Menschenrechtsorganisation zufolge ist Nordkamerun zu einer Basis militanter Islamisten geworden. "Örtliche Beamte haben einigen Nigerianern kamerunische Pässe ausgestellt. Viele mutmaßliche Gewalttäter wurden so offiziell Staatsbürger Kameruns, so dass sie sich hier frei bewegen können, nachdem sie Anschläge in Nigeria ausgeführt haben", klagt Emmanuel Momo, der Präsident von Cameroon Human Rights Monitoring.

Vergebliches Hoffen auf die Sicherheitskräfte

"Als die Boko Haram im November Drohbriefe verteilte und mit Entführungen drohte, schwiegen die Behörden des betroffenen Bezirkes Mora. Wie ist das zu erklären?", fragt Momo. "Wo waren die Sicherheitskräfte, als der französische Pater von einem Konvoi aus 18 Motorrädern mit schwerbewaffneten Männern entführt wurde, die noch vor Mitternacht auf einer Hauptstraße unterwegs waren?" Cameroon Human Rights Monitoring meldete bereits Ostern 2012 Angriffe, die vermutlich auf das Konto von Boko Haram gehen. Damals wurden viele Kirchen zerstört, einigen Opfern wurde die Kehle durchgeschnitten, andere wurden totgeprügelt oder bei lebendigem Leibe verbrannt. Im November hat Nigerias Präsident Goodluck Jonathan Kamerun aufgefordert, beim Kampf gegen Boko Haram zu helfen.

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