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Kamerun: 'Ihr habt mit uns die Bürde getragen'

Nach der Ermordung ihres Mannes hat Sharifa* wieder Hoffnung

 

(Open Doors) - Bereits seit Monaten weiten die Milizen von Boko Haram ihre mörderischen Angriffe auch auf die Nachbarländer Nigerias aus, darunter Kamerun. Am 3. Februar griffen sie dort das Dorf Fotokol an und ermordeten etwa 100 Menschen. Im vergangenen Jahr hatten die Islamisten bereits das Dorf Balgaram überfallen, Heimat der 10-köpfigen Familie von Jean Marcel und Sharifa. Während einige der älteren Kinder fliehen konnten, mussten Sharifa und ihre jüngeren Kinder mitansehen, wie ihr Mann - Pastor einer lokalen Kirchengemeinde - gewaltsam entführt wurde. Kurz darauf erreichte sie die Nachricht von seiner Ermordung.

Weinen mit den Weinenden


Open Doors hat die Witwe und ihre Kinder seitdem bereits vier Mal besucht. Daouda, ein Open Doors Mitarbeiter in Kamerun, schildert seine Eindrücke: "Der erste Besuch war herzzerreißend. Die Menschen im Dorf hatten Sharifa und den Kindern zwar etwas helfen können, doch der Schmerz war zu groß. Die älteste Tochter war völlig in Tränen aufgelöst." Nach Jean Marcels Tod half Open Doors mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Sharifa war tief bewegt: "Ihr trauert mit den Trauernden und freut euch mit den Freudigen. Ich freue mich sehr über die Lebensmittel und all die andere Hilfe, doch am meisten berührt mich, dass Christen weltweit für uns gebetet und die Bürde mit uns getragen haben. Der Herr segne euch! Ja es stimmt: Gott steht denen bei, die in Bedrängnis sind." Beim nächsten Besuch konnte Daouda der Familie mitteilen, dass Open Doors die Schulgebühren für die sieben schulpflichtigen Kinder tragen wird.

Ermutigungsbriefe bringen neue Hoffnung

Beim jüngsten Besuch überreichte Daouda einer wiedererstarkten und lebensfrohen Sharifa Briefe von Christen aus aller Welt. Als die Kinder aus der Schule kamen, öffneten alle gemeinsam mit leuchtenden Augen die Briefe. Die Kinder sprudelten über vor Freude und bedankten sich nochmals überschwänglich für alle Hilfe in einer Situation, als sie alle Hoffnung verloren hatten. Sharifa hat zwischenzeitlich ein Handelsgeschäft eröffnet und begonnen Reis anzubauen. Ihr Glaube ist wieder stark. Bei sich zu Hause hat sie eine Gebetsgruppe gestartet, zu der auch ihre Nachbarn kommen.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Kamerun stellen.

  • Bitte beten Sie um Heilung für Sharifa und die Kinder, auch damit sie ihren Verfolgern vergeben können.
  • Beten Sie um Stärkung für die Christen in Balgaram und im Norden Kameruns, damit sie in der Zeit der Bedrängnis im Glauben feststehen.
  • Beten sie bitte für die Verantwortlichen in Regierung und Militär, dass sie ihr Land mit Umsicht und Weisheit leiten und schützen.
  • Beten Sie für die Verfolger, dass Jesus sich ihnen offenbart und sie von ihren bösen Wegen umkehren und Frieden finden bei Gott.

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