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Kenia: 'Sie haben im Glauben gelebt'

Überlebender in Garissa: "Ich brauche Gottes Hilfe, um vergessen zu können"

 

(Open Doors) – Frederick Gitonga ist Vorsitzender der ‚Christian Union‘ an der Universität von Garissa. Er hat den mörderischen Überfall überlebt, bei dem Kämpfer der islamistischen Al Shabaab am 2. April dort 148 Studenten ermordeten. Der 21-Jährige spricht für seine Mitstudenten und die Familien der Ermordeten: "Bitte betet für uns. Viele von uns haben Dinge gesehen, die zu furchtbar sind, um sie beschreiben zu können. Ich schrecke nachts hoch und kann nicht wieder einschlafen. Die Gerüche, der Lärm und der ganze Horror sind plötzlich wieder da."

 

"Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht wegrennen soll"

Die Nacht zuvor hatte Frederick noch mit einem Studenten gebetet, der darum rang, jemand vergeben zu können. Nun ist dieser Freund tot – genauso wie die anderen 21 Studenten, die während ihres frühmorgendlichen Gebetstreffens erschossen wurden. "Der Lärm von Schüssen weckte mich. Alle rannten nach draußen. Ich hatte den Eindruck, ich solle nicht wegrennen und versteckte mich im Zimmer." Zuhause war er seitdem noch nicht. Er nahm an mehreren Beerdigungen teil. "Sie waren meine Freunde, meine Gebetspartner."

 

"Wir müssen nun zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen"

Weil die Angreifer Muslime verschont und gezielt Christen ermordet hatten, herrscht in der Bevölkerung Unruhe. Doch genau das ist das Ziel von Al Shabaab: einen Keil von Misstrauen und Hass in die Bevölkerung zu treiben. In Kenia lebten Muslime und Christen in der Vergangenheit weitgehend friedlich miteinander. Mehr als 80% der Bevölkerung sind Christen, wobei sich die Kirchen hinsichtlich Größe und Einfluss in Politik und Gesellschaft stark unterscheiden. Bischof Mark Kariuki benennt die Herausforderung: "Kirchen wurden zerbombt. Menschen wurden ermordet. Wir müssen aufstehen und sagen ‚Es ist genug!‘ Wir müssen zudem als Kirchen lernen, zusammenzuarbeiten und mit einer Stimme zu sprechen, dann wird unsere Stimme auch gehört."

Ähnlich äußert sich der stellvertretende Generalsekretär des Kirchenrates von Kenia, Dr. Nelson Makanda: "Sie haben im Glauben gelebt und sind für ihren Glauben gestorben. Sie sind für uns Märtyrer. Möge das Blut der Studentinnen und Studenten eine Saat zur Einheit der Kirchen sein. Lasst uns gemeinsam die Stimmen erheben als die eine Gemeinschaft der Christen."

 

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Kenia stellen.

 

  • Danken Sie Gott für die Bewahrung von Frederick
  • Beten Sie um Heilung für die schwer traumatisierten Familien der Getöteten wie auch für die überlebenden Studentinnen und Studenten
  • Beten Sie, dass die Christen im Land in der Bedrängnis zur Einheit finden und gemeinsam das Evangelium des Friedens verkünden
  • Beten Sie für die Verfolger, dass Gott ihr Herz und ihre Sinne durchdringt und sie den Weg des Lebens erkennen

Besuchen Sie den Open Doors Tag in Karlsruhe und hören Sie den Bericht von Gladys Juma, einer Witwe aus Kenia.

 

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