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Kenia: Trauernde Witwe kämpft mit ihren Gefühlen

Ein Land steht vor riesigen Herausforderungen

 

(Open Doors) – Die Witwe des am 7. Februar in Garissa ermordeten christlichen Leiters Abdi Welli (OD berichtete) trägt schwer am Tod ihres Mannes. Open Doors Mitarbeiter nahmen an der Beerdigung von Abdi teil und besuchten Hellen Welli kurz darauf erneut. Auf ihr liegt nun die ganze Bürde der Erziehung und Versorgung der drei Söhne, aber was Hellens Herz so schwer macht, ist noch eine andere Last. Der plötzliche Verlust hat bei ihr eine tiefe Verunsicherung bewirkt. Die Fragen nach dem ‚Warum‘ sind schmerzhaft und scheinen manchmal übermächtig.

Vertrauen in Gott kommt von Gott

Hellen erzählt, dass sie vor der Ermordung ihres Gatten für ihn gebetet und gefastet habe. Er habe so ruhelos gewirkt. "Und warum hat Gott es zugelassen, dass sie ihn erschossen haben?" ruft sie verzweifelt aus. Es gibt keine leichten Antworten, die alles erklären. Nur in der Nähe zum guten Hirten wird Hellens Herz Trost und ihre Seele Heilung finden. Besonders schmerzt sie, dass Bilder vom Körper ihres getöteten Mannes von den Mördern ins Internet gestellt wurden – gleichsam als Botschaft des Triumphes.

Zweifelnde Überlegungen bedrücken ihr Gemüt. Abdi entstammte einer muslimischen Familie. Den Islam zu verlassen und Jesus nachzufolgen, hatte die Familie gegen ihn aufgebracht. Dann hatte er mit Hellen eine Frau geheiratet, die keine Kenianerin ist. Nun muss sein nicht unbeträchtlicher Nachlass geregelt werden, denn Abdi hatte es zwischenzeitlich zu ansehnlichem Wohlstand gebracht. Neue Konflikte mit seiner Familie scheinen vorprogrammiert, auch im Blick auf Hellens drei Söhne. Wird Abdis Familie nun versuchen, sie ihr wegzunehmen, wie das nach islamischer Tradition oft geschieht?

Hellen braucht dringend unser Gebet. Wie viele verfolgte Christen erlebt sie, dass ihr der Zugang zu Gott durch Furcht und Verletzungen verstellt ist. In Psalm 61 fasst David dies in Worte: "Höre, Gott, mein Schreien, horche auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, weil mein Herz verzagt; du wollest mich auf den Felsen leiten, der mir zu hoch ist."

Zeiten des Umbruchs

Gottesdienstbesucher einer zerstörten Kirche in Kenia halten einen Open Air Gottesdienst abHellen Wellis tragische Geschichte fällt in eine Zeit großer Herausforderungen für ganz Kenia. Am 12. März fanden landesweite Wahlen statt, aus denen Uhuru Kenyatta als Präsident und William Ruto als sein Stellvertreter hervorgingen. Kenyatta wird vom internationalen Gerichtshof in Den Haag angeklagt, für die Krawalle nach den Wahlen 2007 verantwortlich zu sein, die mehr als 1.000 Tote gefordert hatten. Die Leiter der Kirchen und der Generalsekretär des Obersten Rates der Muslime in Kenia haben dem zukünftigen Präsidenten in einem ersten Treffen dennoch ihre Unterstützung und Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit zugesagt. Kenyatta hatte in seinem Wahlkampf mehrfach Gebetstreffen für das Land abgehalten. Im Osten des christlich geprägten Landes drängen islamistische Gruppierungen auf Einführung der Scharia. Der in der Wahl knapp unterlegene Hon Raila Odinga hat angekündigt, dass er gerichtlich gegen den Wahlausgang vorgehen will. (Gottesdienstbesucher einer Kirche in Garissa, Kenia, die zerstört wurde, halten Open-Air Gottesdienste ab, Foto: Open Doors)

Ermutigen Sie Hellen und ihre Familie mit einem Brief in Englisch, Kinder können auch ein Bild malen. Hier geht es zur Schreibaktion.
 

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Bitte beten Sie für Hellen und ihre Familie

  • Danken Sie Gott dafür, dass die Wahlen friedlich verlaufen sind.
  • Beten Sie für Frieden im Land und für klare politische Verhältnisse
  • Beten Sie bitte für die Einheit der Gemeinden und Leiter im Land.

 

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