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Libyen: Nur Gebet kann die Lage verändern

Seit dem Sturz des diktatorischen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 herrschen in Libyen anarchische Zustände.

(Open Doors) – "Ihr kontaktiert mich immer gerade dann, wenn ich von der Situation und den Ereignissen hier entmutigt bin", schrieb neulich ein Pastor aus Libyen an einen Mitarbeiter von Open Doors. "Dafür möchte ich euch von Herzen danken. Euer Gebet ist mir sehr kostbar und ich möchte euch dringend darum bitten, weiter zu beten." Die Lage in dem nordafrikanischen Land ist äußerst schwierig und unsicher – besonders für Christen.

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Nur 150 einheimische Christen

Seit dem Sturz des diktatorischen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 herrschen in Libyen anarchische Zustände. Angesichts der fehlenden Rechtsstaatlichkeit sind Christen ein leichtes Ziel für islamistische Gruppen und kriminelle Banden. Im Jahr 2015 verschlechterte sich die Situation noch weiter. Auf dem Weltverfolgungsindex nimmt Libyen mittlerweile Platz 10 ein und ist damit so hoch positioniert wie noch nie zuvor.

In dem von sunnitischen Muslimen dominierten Land leben schätzungsweise 20.000 Christen. Nur etwa 150 von ihnen sind Einheimische, der Großteil stammt aus Ägypten oder den afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Ausländische Christen dürfen sich in ihren Kirchen versammeln; Libyern jedoch ist es streng verboten, solche Gottesdienste zu besuchen. Diese wenigen Christen muslimischer Herkunft halten ihren Glauben geheim.

Angst und Flucht

Die Entführung und Ermordung größerer Gruppen von Christen durch muslimische Extremisten hat unter den Gastarbeitern große Angst ausgelöst, sodass viele von ihnen in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind. Einheimische Christen werden von ihren muslimischen Familien und Bekannten so stark unter Druck gesetzt, dass sie oft ebenfalls das Land verlassen oder dies zumindest ernsthaft erwägen.

Ein normales Gemeindeleben ist in Libyen nahezu unmöglich. Bibeln und andere christliche Literatur in arabischer Sprache dürfen nicht ins Land eingeführt werden. Muslime zum christlichen Glauben einzuladen, ist ausdrücklich verboten.

"… doch wir hoffen auf Gott"

Die Aussichten für die Christen im Land sind eher düster. Und dennoch bleiben einige, weil sie überzeugt sind, dass Jesus sie an diesen Platz gestellt hat: "Wir sind berufen, dem Herrn hier in diesem Land zu dienen. Die derzeitige Situation ist zum Verzweifeln, doch wir hoffen auf Gott." Sie brauchen unser Gebet.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Libyen stellen!

  • Beten Sie für die Christen in Libyen, dass Gott sie vor der Gewalt der rivalisierenden islamistischen Gruppierungen im Land beschützt.
  • Bitten Sie Jesus darum, dass die einheimischen Christen muslimischer Herkunft Gelegenheiten bekommen, sich zum gemeinsamen Bibelstudium und Gebet zu treffen, um in ihrem Glauben gestärkt zu werden.
  • Beten Sie für die ausländischen Christen, dass sie als Licht in der Dunkelheit ein Zeugnis für Jesus sein können.
  • Bitte beten Sie, dass sich das Evangelium im Land ausbreitet und die Situation dadurch positiv verändert wird.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 16. März 2016.

Mehr Informationen zur Situation in Libyen finden Sie im Länderprofil.

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