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Libyen: „Wo ist Gott und wie sieht er aus?“

Maizahs Suche nach Wahrheit kostete sie beinahe ihr Leben

 

(Open Doors) – Maizah* erinnert sich, dass sie etwa acht Jahre alt war, als sie ihre Mutter fragte: "Wo ist Gott? Und wie sieht er aus?" Die Antwort ihrer Mutter war bezeichnend für die Reaktionen, die Maizah auch in den kommenden Jahren erhalten würde: "So etwas fragt man nicht. Bitte um Verzeihung. Gott hat keine Gestalt." Maizah besuchte in den folgenden Jahren verschiedene Moscheen, die der Sufis, der Salafisten und andere. Was sie beobachtete und hörte, enttäuschte Maizah so sehr, dass sie sich entschied, ohne Religion zu leben.

Der Bürgerkrieg führt die Familie nach Ägypten

Jahre später – kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen – lag Maizah in ihrem Zimmer auf dem Bett und weinte. "Plötzlich berührte jemand meine Füße. Der Raum war dunkel, doch ich sah einen hell strahlenden Mann. Ich fühlte mich glücklich in seiner Gegenwart. Er sagte zu mir: ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben‘. Dann verschwand er." Kurz danach musste ihre Familie wegen des Krieges nach Ägypten fliehen. Eine der Nachbarinnen dort war eine Christin. Durch sie lernte Maizah die Bibel kennen und fand zum Glauben an Jesus. Als sie nach Libyen zurückkehrte, traf sie zwei Jahre lang heimlich andere Christen im Untergrund, bis sie von der Polizei entdeckt wurden. Maziah floh – mit dem Ziel Europa.

"Ich konnte nicht glauben, was ich sah"

Als sie vom Ausland aus mit ihrer Familie telefonierte, hörte sie, ihre Mutter sei schwer krank. Maziah flog nach Hause. Es war eine Falle. "Ich konnte nicht glauben, was ich sah", schildert Maziah rückblickend. Mehrere religiöse Männer warteten im Haus ihrer Familie auf sie und schlugen mit Fäusten immer wieder in ihr Gesicht. Der Anführer der Männer bot Maziah schließlich an, sie könne seine vierte Frau werden, dann sei ihre Hinwendung zum christlichen Glauben abgetan. Maziah willigte zum Schein ein, bat jedoch, ihre Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen zu dürfen. Trotz Bewachung rund um die Uhr gelang ihr von dort aus die Flucht, direkt in eines der Zufluchtshäuser von Open Doors. Heute lebt sie in einem freien Land, befürchtet aber noch immer, dass sie entdeckt wird.

Auf dem aktuellen Open Doors Weltverfolgungsindex belegt Libyen Rang 10.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen im Libyen stellen!

  • Danken Sie dafür, dass Maziah den Weg zu Jesus gefunden hat und nun in Freiheit ist.
  • Bitten Sie dafür, dass sie im Glauben wächst.
  • Beten Sie bitte auch für die einheimischen Christen in Libyen, die alle muslimischer Herkunft sind. Sie leben sehr gefährlich.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 22. Juni 2016.

Hinweis: Sie konnten bei den Open Doors Tagen am 4. Juni in Bielefeld und am 11. Juni in Mainz nicht dabei sein? Hier finden Sie Mut machende Impressionen und Zeugnisse: Open Doors Tag 2016.

 

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