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Maryam und Marzieh sind endlich frei

Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh sind endlich frei: Die zwei seit März im Iran inhaftierten Christinnen wurden heute, 18. November, aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors hatte seit ihrer Verhaftung zu weltweiten Gebeten und zu einer Unterschriftenaktion für ihre Entlassung aufgerufen. Ein Freund der beiden Frauen bedankte sich nach der Entlassung bei Open Doors: "Ich danke euch und den Tausenden von Christen, die sich für Maryam und Marzieh eingesetzt und gebetet haben."

Weitere Anhörungen?
"Wir sind so dankbar, dass Maryam und Marzieh ohne Kaution freigelassen wurden”, sagte ein Open Doors-Mitarbeiter, "Sie sind derzeit zu Hause." Obwohl ihre Entlassung ein Grund zur Freude sei, sei unklar, ob es sich hierbei um eine bedingungslose Entlassung handle. Gängige Praxis im Iran ist, dass Christen nach ihrer Entlassung weiterhin zu gerichtlichen Anhörungen erscheinen müssen. "Das passiert sehr häufig", sagte der Mitarbeiter aus dem Iran, der anonym bleiben muss, "Sie werden auf Kaution entlassen, aber die Behörden üben weiterhin Druck auf sie aus." Soweit bekannt ist, wurden die Frauen in Haft nicht körperlich misshandelt. Doch ihnen wurde die medizinische Versorgung verwehrt. Die 31-jährige Marzieh leidet an einer Zahninfektion, unter heftigen Kopfschmerzen und Rückenbeschwerden.

Ehemalige Muslimas blieben standhaft
Am 5. März wurden die beiden Frauen verhaftet. Ihnen wurde vorgeworfen, "der Staatssicherheit entgegenzuhandeln" und "an illegalen Versammlungen teilzunehmen". Am 7. Oktober wurde die Anklage wegen staatsfeindlicher Aktivitäten fallengelassen und ihr Fall vom Revolutionsgericht an einen Strafgerichtshof verwiesen. Weiterhin wurde den beiden ehemaligen Muslimas "Abfall vom Islam" und die illegale Verkündigung ihres christlichen Glaubens vorgeworfen. Ihnen drohten lebenslange Haft und tägliches Auspeitschen. In einer kurzen Verhandlung am 9. August befragte der Richter sie nach ihrer Religion. Darauf antworteten die Frauen: "Wir lieben Jesus. Und ja, wir sind Christen. Wir wurden in eine muslimische Familie hineingeboren, aber wir waren keine Muslime." Der Richter wies sie an, darüber nachzudenken, ob sie ihrem Glauben an Jesus abschwören und zum Islam zurückkehren wollen. Doch die Frauen weigerten sich und blieben Jesus treu.

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