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Niger

Niger: Kirchen zerstört - Gottesdienste in Zelten

Pastor Boureima: "Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben"

 

(Open Doors) - Nach der Zerstörung von mehr als 70 Kirchen am 16. Januar (wir berichteten) finden viele Gottesdienste im Niger bis auf weiteres in Zelten statt. Pastor Kimso Boureima, Präsident der Evangelischen Allianz in Niger (AMEEN), betonte, es sei sehr wichtig, dass die Christen sich wieder zu ihren Gottesdiensten versammeln. Das taten sie auch am 25. Januar - manche voll Sorge und Trauer, andere voll Freude; teils auch unter dem Schutz der Polizei. Am 18. Januar hatten die Kirchenglocken im Land geschwiegen.

"Die Gemeinde kann Härten ertragen"
"Was wir jetzt brauchen, ist geistliche Unterstützung", so Rev. Boureima weiter. "In dieser Situation wollen wir zeigen, dass wir als Gemeinde Verfolgungen und Prüfungen ertragen können." Christen aus der Hauptstadt Niamey berichteten, dass Gemeinden Zelte und Stühle aufgestellt haben, um mit Liedern und Gebeten Gottesdienste zu feiern. Es gab auch viele Tränen. "Die Bibel sagt, dass Gott uns nicht einen Geist der Furcht gegeben hat, sondern der Kraft und der Weisheit. Dies ist sicherlich eine schwere Stunde, aber Jesus hat uns versprochen, dass er mit uns ist. Es ist wichtig, dass wir Gottes Wort in unserem Leben anwenden."

Muslime bekunden Sympathie gegenüber Christen
Niger war bislang für das friedliche Zusammenleben der Muslime und Christen bekannt. Der Gewaltausbruch gegen die christliche Minderheit kam für viele überraschend. Umso wichtiger sind Kommentare in den sozialen Medien wie "Die Christen hier haben nichts mit den Karikaturen von Charlie Hebdo zu tun". Ein Muslim rief dazu auf, den Christen beim Wiederaufbau ihrer Kirchen zu helfen. Andererseits waren die Übergriffe in Niamey und Zinder offenbar gut vorbereitet. Wie sonst hätten in Niamey innerhalb von 2 Stunden 40 Kirchen zerstört werden können? Warum kam keine Feuerwehr, um die brennenden Kirchen zu löschen? Immer mehr Frauen tragen Schleier, und politische Gruppierungen fordern die Einführung der Scharia. Die Armut im Land macht es Extremisten leicht, die Jugend mit Versprechen zu locken. Beten wir, dass sie das Evangelium hören und Frieden und Hoffnung finden. Beten wir um Glaubensstärke auf Seiten der Christen.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Niger stellen.

  • Bitte beten Sie für die Verantwortlichen im Land, dass sie extremistischen Einflüssen entgegentreten und das Land in Weisheit und Gerechtigkeit regieren.
  • Beten Sie für die Christen, dass Gott sie mit seinem Geist der Kraft und Liebe stärkt, damit sie den suchenden Menschen die frohe Botschaft bringen.
  • Beten sie bitte für die Mittel zum Wiederaufbau der zerstörten Kirchen und Häuser und mehr noch für die Heilung der Herzen.

 

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