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Nigeria: Bewahrung bei Bombenanschlag im Gottesdienst

Attentat in Kaduna: Samuel überlebt schwerverletzt

 

(Open Doors) – Eigentlich hatte Samuel erwartet, tot zu sein. Der 39-Jährige ist sich sicher, dass er allein dank Gottes Eingreifen noch am Leben ist. Das Attentat hat ihn entschlossener gemacht: "Als dieser Anschlag geschah, verstand ich plötzlich, worum es im Leben eigentlich geht. Mein Glaube ist mit diesem Vorfall gewachsen. Ich will mein Leben ganz in den Dienst von Jesus stellen, weil er alles für mich ist", sagt Samuel überzeugt.

Attentäter verfehlt sein Ziel knapp

Zerstörte KircheMehr als 300 Christen waren am 17. Juni in Kaduna versammelt, als während des Sonntagsgottesdienstes eine Bombe explodierte. Die hinzugezogenen Sprengstoffexperten sprachen bei der Besichtigung der beschädigten Kirche von einer großen Bombe. Das Schlimmste wurde dadurch verhindert, dass der Selbstmordattentäter mit seinem Auto in das geschlossene Tor der Umzäunung raste, welche die Kirche umgibt. Dort explodierte die Bombe, die sogar das Dach des Nachbargebäudes zum Einsturz brachte. (Foto Open Doors: Zerstörte Kirche in Kaduna)

Samuel überlebt – zwei Christen sind tot

Samuel erlitt bei der Explosion eine Schädelfraktur und Verletzungen an mehreren Muskeln seiner rechten Gesichtshälfte. Er wurde in einer Spezialklinik in Kano behandelt, wo ihn ein Open Doors Mitarbeiter besuchte. Samuels eindringliche Worte hinterließen tiefen Eindruck auf seinen Gast: "Würde ich nicht mit ganzem Herzen Gott dienen, wäre mein Leben vergeudet. Ich werde überall von seiner Gnade sprechen. Wann immer Gottes Kinder seinen Namen anrufen, ist er da, um sie zu retten. Ohne Gottes Gnade wäre ich jetzt ein toter Mann. Wenn wir mit Jesus leben, dann wird Gott auch inmitten von Schwierigkeiten, Bedrängnissen und Anfechtungen immer bei uns sein, um uns aufzurichten. Gott ist treu!" Am Sonntag nach dem Anschlag kamen mehr Menschen zum Gottesdienst als je zuvor. Sie dankten Gott für seinen Schutz während des Anschlags und trauerten um die Opfer: Samuels Onkel, ein Sonntagsschullehrer in der Gemeinde, und ein kleines Mädchen wurden getötet. Trotzdem steht für Samuel fest, dass Gott eingegriffen hat.

Verfolgung wird das Evangelium nicht aufhalten

Die vielen Anschläge auf christliche Kirchen im nördlichen Nigeria haben allein in diesem Jahr bereits mehrere hundert Tote und zahlreiche Verletzte gefordert. Besonders die islamistische Gruppe Boko Haram versucht dadurch, die Christen von ihrem Glauben an Jesus abzubringen oder sie aus dem Norden des Landes zu vertreiben. Ein weiteres Ziel der islamistischen Gruppe besteht darin, die Region durch die Verbreitung von Angst und Schrecken zu destabilisieren und jegliche christliche Aktivitäten zum Stillstand zu bringen. Das nördliche Nigeria steht im Weltverfolgungsindex auf Platz 13, im Vorjahr noch auf Platz 23.

Wir fragen Samuel nach Gebetsanliegen. "Alle Menschen in Nigeria brauchen die Frohe Botschaft. So viele haben nie aus Gottes Wort gehört. Hier ist unsere Aufgabe als Christen. Die Menschen sollen hören und Gott kennenlernen. Die Christen in Nigeria erleiden Verfolgung wegen ihres Glaubens. Sie brauchen göttlichen Schutz. Bitte betet für uns, dass wir fest stehen im Glauben und auch stark sind in dem Herrn."

Bitte beten Sie für Samuel und die Christen im nördlichen Nigeria.

 

  • Danken Sie dem Herrn für das klare Bekenntnis von Samuel.
  • Bitte beten Sie für seine vollständige Genesung.
  • Beten Sie für die Christen und Leiter im Land, dass sie nicht in Furcht verfallen, sondern die Liebe Gottes vorleben und verkünden.

 

 

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