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Nigeria: Eltern entführter Mädchen verstorben

Boko Haram Kämpfer setzten Übergriffe rund um Chibok fort

 

(Open Doors) - Seit mehr als drei Monaten befinden sich knapp 300 überwiegend christliche Mädchen aus der Stadt Chibok in der Gewalt der islamistischen Boko Haram. Trotz internationaler Unterstützung und Vermittlungsbemühungen scheint ihre Befreiung in weiter Ferne. Inzwischen sind einige der betroffenen Eltern offenbar der seelischen Belastung zum Opfer gefallen und gestorben.

Unerträgliche Belastung für Eltern
Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Al-Jazeera befindet sich Chibok in einem belagerungsähnlichen Zustand. Immer wieder verüben Boko Haram Kämpfer Angriffe auf umliegende Dörfer mit zahlreichen Toten und Verletzten; die Lage ist extrem angespannt. Die dauerhafte seelische Belastung führt bei vielen Menschen zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Bei den Eltern der entführten Mädchen kommen die Sorge und Ungewissheit um ihre Kinder noch hinzu. Elf von ihnen sind bereits verstorben, die meisten an Herzversagen. Ein örtlicher Verantwortungsträger berichtet von einem Vater, dessen zwei Töchter unter den Entführten sind: "Er fiel in eine Art Koma und wiederholte immer wieder die Namen seiner beiden Mädchen, bis er aufhörte zu atmen."
Open Doors Mitarbeiter haben die Betroffenen bereits mehrfach besucht, ihnen Briefe überreicht und ihnen von der intensiven weltweiten Anteilnahme berichtet.

Ausblick auf bevorstehende Wahlen verstärkt Spannungen
Der Sondergesandte des Erzbischofs von Canterbury, Dr. Stephen Davis, weist darauf hin, dass viele der jüngsten Überfälle vor allem der Nahrungsmittelbeschaffung dienten, da einige Nachschubwege der Boko Haram erfolgreich abgeriegelt worden seien. In einem BBC Interview beklagt er, dass auch einige Politiker Boko Haram unterstützten. "Mittlerweile geht es nicht mehr um eine Auseinandersetzung zwischen Muslimen und Christen, sondern um einen Machtkampf im Blick auf die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr." Einige Politiker und andere einflussreiche Personen versorgen Davis zufolge Boko Haram sogar mit Waffen und Militäruniformen.

"Betet, ohne nachzulassen"
Open Doors ruft dazu auf, die Christen in Nigeria nicht allein zu lassen, sondern sich weiterhin aktiv an ihre Seite zu stellen. Angesichts der zermürbenden Ungewissheit erinnert Open Doors an die Worte Jesu: "Seid wachsam und betet, ohne nachzulassen". Wenn den Betroffenen selbst die Kraft dazu fehlt, ist unser Gebet umso mehr gefragt.
Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Nigeria auf Platz 14 der Länder, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quelle: Open Doors, Al-Jazeera, BBC

  • Bitte lassen Sie nicht nach in Ihren Gebeten für die entführten Mädchen und ihre Familien
  • Beten Sie, dass die Boko Haram an Unterstützung verliert und dass Gott seinen Geist über ihre Anhänger ausgießt
  • Beten Sie um Aufdeckung all der Machenschaften, die zur Versorgung von Boko Haram beitragen
  • Beten Sie, dass die Gemeinde im Norden Nigerias dem enormen Druck standhält und im Vertrauen auf Jesus gestärkt wird

 

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