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Nigeria: Mädchen vermehrt zwangsislamisiert

Engagierter Pastor von der Polizei behandelt "wie ein Verbrecher"

 

Mädchen aus Nigeria(Kelkheim, 06.Juni 2013) Ein nigerianischer Pastor ist gegen Kaution wieder aus dem Gefängnis freigekommen. Der Grund für seine Verhaftung war, dass er drei Mädchen beherbergt hatte, um sie vor der Zwangsverheiratung und Zwangsislamisierung zu schützen. Dem Pastor aus der Region Bauchi im Norden Nigerias wurde daraufhin vorgeworfen, die drei Mädchen im Alter von 15, 12 und 10 Jahren entführt zu haben. Open Doors unterstützte den Mann während seiner Zeit im Gefängnis und vermittelte ihm Rechtsberatung. (Symbolfoto: Open Doors)


Pastor standhaft trotz Misshandlungen

Die Situation der Mädchen wurde schwierig, als ihr Vater zum Islam konvertierte. Seine Frau folgte ihrem Mann, nicht aber die gemeinsamen Töchter. Als sie sich weigerten, gab ihr Vater ihnen eine Woche Bedenkzeit. Aus Angst vor Zwangsislamisierung und Zwangsverheiratung flüchteten sie in das Haus des Pastors. Dort entdeckte sie ein muslimischer Jugendlicher und informierte ihre Familie, woraufhin der Pastor sie an einen sicheren Ort brachte. Dafür kam er ins Gefängnis. Auf Anweisung des Bezirksvorstehers von Bauchi durchsuchten Polizeibeamte das Haus des Geistlichen, fanden aber kein Beweismaterial, um den Vorwurf der Entführung zu belegen. Immer wieder wurde er verhört. Die Polizei wollte den Aufenthaltsort der Mädchen herausfinden, doch der Pastor schwieg beharrlich. "Sie behandelten mich wie einen Verbrecher und prügelten mich", erzählt er rückblickend.

Zwangsverheiratung als Strategie

Schließlich wurde er gegen Kaution und weitere Auflagen freigelassen. So muss der Pastor täglich auf der Dienststelle der Polizei vorsprechen. Die Mädchen sind weiterhin an ihrem sicheren Ort untergebracht. Es ist nicht leicht für sie, plötzlich weit weg von ihrer Heimat zu sein. Aber sie befinden sich in Sicherheit. Wie viele Mädchen und Frauen in ähnlichen Situationen, werden die drei von Open Doors unterstützt, unter anderem mit Trauma- und Verfolgungsseminaren. Im Norden Nigerias kommt es inzwischen regelmäßig zu Fällen von Zwangsislamisierung und Zwangsverheiratung. Offenbar sehen Muslime darin ein probates Mittel, um das Christentum aus ihrer Region zu verbannen. Open Doors Experten haben bestätigt, dass es in einigen Bundesstaaten, in denen die Scharia gilt, inzwischen sogar behördliche Stellen für das Zwangskonvertieren christlicher Mädchen gibt. Im jährlichen Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Liste der Länder, wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden, belegt Nigeria Platz 13.

Gebetsanliegen

 

  • Schutz für die drei Mädchen, die durch unsichere Zeiten gehen; dafür, dass ihr Glaube gestärkt wird
  • Um Bewahrung für den Pastor und seine Familie; die Bedrohung durch extremistische Muslime ist Anlass zu ernster Sorge
  • Für die Christen im Norden Nigerias, vor allem für die Frauen und Mädchen, dass sie vor Zwangsislamisierung geschützt werden

 

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