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Nigeria: Verfolgt, aber nicht verlassen

Christen in anhaltendem Gebet für ihr Land

 

(Open Doors) – Akono* ist Ältester in seiner Gemeinde in einem Scharia Staat im Norden Nigerias. Der jüngste Anschlag auf die Familie seiner Tante – sie ist Sonntagsschullehrerin in seiner Gemeinde – hat ihn schwer erschüttert. "Einige Männer kamen, um ihren Mann zu töten. Der war aber nicht zu Hause. Daraufhin ermordeten sie die beiden Söhne, 14 und 15 Jahre alt, vor den Augen ihrer Mutter!" Akono kämpft mit den Tränen. "Wir leben in ständiger Angst."

Niedergeworfen, aber nicht zerstört

Zerstörte KircheBombenanschläge gegen Kirchen mit Tausenden von Toten und Verletzten, gezielte Ermordung von Christen bei Überfällen auf ihre Häuser, Brandschatzung von Häusern und Geschäften von Christen – wie ein blutrotes Band durchzieht die Gewalt gegen Christen das Jahr 2012. Akono berichtet, dass viele Christen sich kaum mehr aus ihren Häusern wagen. Etliche Gemeinden mussten schließen, weil Christen die Region verlassen haben und die wenigen Zurückgebliebenen das Gehalt eines Pastors nicht aufbringen können. Die Mitgliederzahl seiner Gemeinde ist von 500 auf 120 zurückgegangen. "Oftmals werden Christen aber auch nachts zu Hause überfallen." (Zerstörte Kirche in Nigeria, Foto: Open Doors)

Die Gemeinde von Akono sieht der Abwanderung von Christen jedoch nicht tatenlos zu: Wo es keine Kirche (mehr) gibt, fördert sie Gebetstreffen und ruft die Christen zusammen, die zurückgeblieben sind. Weiter unterstützt sie neue Gemeinden, bis diese auf eigenen Füßen stehen. Unter den gegebenen Umständen ist das oft ein harter Kampf. "Einige Gemeinden hier arbeiten jedoch auch evangelistisch in Niger, Ghana im Chad und weiteren Ländern. Deshalb geraten sie ins Visier der Islamisten. Dies ist ein geistlicher Kampf."

"Gott ist mit uns"

In den nördlichen Scharia Staaten wird der Bau von Kirchen zwar manchmal genehmigt, doch dann von lokalen Politikern wieder verhindert. Missionsschulen wurden von der Regierung einfach übernommen. Gleichzeitig dürfen Christen nicht an öffentlichen Schulen unterrichten. "Doch Gott ist mit uns", sagt Akono entschlossen "und wir werden weiter Gemeinde bauen. Wir brauchen aber eure Hilfe, denn alleine können wir die Menschen nicht erreichen." Zum Abschluss beten er und unser Mitarbeiter von Open Doors gemeinsam für die Christen im Norden. Sie sind niedergeworfen, aber nicht zerstört. Beten wir zusammen mit ihnen, dass der Herr ihre Herzen und Hände stärkt.

Bitte stellen Sie sich an die Seite unserer Glaubensgeschwister im nördlichen Nigeria.
 

 

  • Danken Sie Gott für alle Christen, die in der Bedrängnis glaubensvoll ausharren.
  • Bitte beten Sie für die Familien, die Angehörige verloren haben.
  • Beten Sie für die Christen, dass sie fest stehen im Glauben und in der Liebe Gottes.

 

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